Gefahr für die Schifffahrt bei Brohl
Mächtiger Findling aus dem Rhein geborgen
Brohl-Lützing. Ein mächtiger Findling macht im Moment Zwischenstation im Brohler Hafen. Er musste bei Brohl (ca. Rheinkilometer 619 auf Höhe Firma MST/ehemals Stephansdach) aus dem Rhein geborgen werden, weil er an der Fahrrinne eine Gefahr für die Schifffahrt darstellte. Der Stein wiegt ungefähr 30 Tonnen, entsprechend hat er ein Volumen von etwas über 10 m³. Er ist damit nicht ganz so groß, wie vom Wasser- und Schifffahrtsamt vor der Bergung angenommen. An einem abgerissenen alten Stahlseil erkennt man, dass es früher schon einmal einen Bergungsversuch gegeben hat. Im Hafen liegt noch die Carl Straat mit Tauchglocke, die bei der jetzt geglückten Bergung mitgewirkt hat. Bei dem Steinklotz handelt sich um Basalt vom Fornicher Lavastrom des Vulkans „Hohe Buche“. Dieser nicht weit von der Fundstelle stromaufwärts gelegene Lavastrom ist der Einzige des Osteifeler Vulkangebietes, der bis zum Rhein geflossen ist. Die zu riesigen Säulen erstarrte Lava ist auch heute noch am Hang oberhalb der Bahnstrecke zwischen Brohl und Namedy zu erkennen. Der „Hohe Buche Vulkan“ und sein Lavastrom lieferten die Vorlage für den Roman „Die Flucht der Ameisen“ des Geologen Ulrich Schreiber, bei dem der Rhein durch einen Lavastrom zu einem großen See aufgestaut wird. Der Findling soll nun in den Brohler Rheinanlagen einen neuen Platz erhalten.
Bei dem Steinklotz handelt sich um Basalt vom Fornicher Lavastrom des Vulkans „Hohe Buche“.Foto: privat
