Allgemeine Berichte | 15.07.2013

Bergkameradschaft „Die Watzmänner“

Marathonwanderung über den Ahrsteig

Die Marathonwanderer am Schwarzen Kreuz hoch über Altenahr. privat

Ahrtal. Die Marathonwanderung 2013 führt die Bergkameradschaft „Die Watzmänner“ über den Ahrsteig und den Ahruferweg von Aremberg nach Mayschoß. Traumhafte Panoramablicke über das wildzerschluchtete Ahrgebirge, schmale felsige Trampelpfade und die Routenführung entlang der Ahr im zweiten Teil dieser beinharten Marathonstrecke sorgen für ein herausragendes Wandererlebnis. Mit dem ersten Büchsenlicht stiegen die Watzmänner gleich zu Beginn steil bergan zur Schlossruine Aremberg hinauf. Sie wurde auf einem Vulkankegel errichtet, der mit seinen 623 Höhenmetern den höchsten Punkt des Ahrsteiges markiert. Die Höhenburg stammt aus dem Jahre 1087 und wurde später zu einem Schloss umgebaut.

Auf Waldpfaden nach Eichenbach

Idyllische Waldpfade führten vom Burgturm steil bergab nach Eichenbach. Aus dem Ortskern ging es hinauf zu Eichenbacher Kapelle und in die offene Feldflur hinein. In den Tälern lagen noch die Morgennebel, während über den Wildblumenwiesen der Mertesnück gleißend die Sonne aufstieg und die karge, nach frischem Heu duftende Eifellandschaft verzauberte.

Nach dem Überschreiten der Ahr durchwanderte die zehnköpfige Gruppe den Weiler Streitenau und hielt auf einer Anhöhe erste Wanderrast. Kurz danach ging es mit dem Jägerpfad in die Schulder Hardt. Auf felsigen Steigen wanderten die Bergkameraden durch den lichten Wald und genossen die herrlichen Tiefblicke ins Ahrtal. An den gewaltigen Felswänden der Bubenley vorbei ging es hinab nach Schuld, um jenseits des Flusses die felsigen Steilhänge der Spicher Ley zu durchsteigen. Entlang der rauschenden Ahr gelangten die Bergkameraden schließlich nach Insul.

Weiter zum Aussichtspunkt Dümpelhardt

Knapp 20 Kilometer sind bewältigt, als die Route durch schattigen Forst nach Sierscheid und zum Aussichtspunkt Dümpelhardt hinauf führte. Karge Heideflächen und Wacholdergewächse bestimmten hier das Landschaftsbild. Traumhafte Fernsichten zurück zum Aremberg und weit voraus über das zerklüftete Ahrgebirge wussten sehr zu gefallen. Schmale Serpentinenpfade führten von der Dümpelhardt hinab ins Lierstal und auf der anderen Seite des Gewässers überaus steil bergan. Zur Mittagszeit stieg die Gruppe zur Linder Höhe hinauf. Dabei war man der Sonneneinstrahlung in besonderem Maße ausgesetzt. Zudem wurden die Beine immer schwerer und der Schweiß floss in Strömen, als man nach diesem mörderischen Anstieg endlich die Krippenkapelle in Lind erreichte und im Landgasthof Linder Höhe zur großen Marathonrast Einkehr hielt. Von Lind führte der Ahrsteig über Forstwege und lauschige Waldpfade hinab ins Ahrtal. Am Bahnhof in Kreuzberg endete die blaue Route des Fernwanderweges. 36 Kilometer der Marathondistanz lagen hinter den Watzmännern, als hoch über dem Ort Burg Kreuzberg ins Blickfeld geriet. Sie thront auf einem dreieckigen Felsensporn, wurde 893 erstmals urkundlich erwähnt und befindet sich heute im Privatbesitz der Grafen von Böselager.

Die Bergkameraden folgten jetzt dem Ahruferweg nach Altenahr, überschritten bei Altenburg die Ahr und klettern auf einem schmalen, sich windenden Felsensteig zum Schwarzen Kreuz hinauf.

Hoch über Altenahr genossen die Weitwanderer die herrlichen Aussichten auf den Weinort, die Burg Aare und die gewaltigen Felsabstürze der Engelsley, deren glatt geschliffene Schieferwände senkrecht ins Langfigtal abfallen. Ausgangs von Altenahr durchschritt die Gruppe den Straßentunnel, überquerte auf einem schmalen Steg erneut die Ahr und folgte ebenen Fußes dem Ahruferweg flussabwärts an Reimerzhoven vorbei. Nach genau 43 Kilometern und einer reinen Wanderzeit von 9:33 Std. erreichten die Watzmänner wohlbehalten das Marathonziel, den Bahnhof in Mayschoß. Im gemütlichen Gastraum wurde voller Stolz zum Abschluss der Marathonwanderung mit einem kühlen Glas Bier auf den bestandenen Härtetest angestoßen.

Die Marathonwanderer am Schwarzen Kreuz hoch über Altenahr. Foto: privat

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