Lokal-Derby in der Fußball-Rheinlandliga
„Mit dem Remis gegen Burgbrohl können wir gut leben“
Nach dem 1:1 gegen den Spitzenreiter fährt die SG Bad Breisig am Samstag zum FSV Trier-Tarforst
Bad Breisig. Endlich einmal wieder eine stattliche Kulisse im Rheintalstadion: Das Rheinlandliga-Derby zwischen souveränen Tabellenführer Spvgg Burgbrohl und der SG Bad Breisig hatte 280 Zuschauer ins Stadion in der Quellenstadt gelockt, und die mussten ihr Kommen nicht bereuen. Auch wenn die Partie natürlich ganz von der Taktik geprägt war - unter dem Strich blieb ein 1:1, mit dem SG-Trainer Thomas Remark sich durchaus anfreunden konnte: „Klar, wer hier einen offenen Schlagabtausch erwartet hat, der hätte sich vorher einmal mit der Tabelle vertraut machen sollen. Burgbrohl führt diese Tabelle souverän an, und gegen die Tabellenführer mussten wir vorsichtig agieren. Das haben wir getan und waren in der ersten Halbzeit gut im Spiel. Als dann die Gäste nach der Pause mehr Druck machten, haben wir kämpferisch dagegen gehalten. Und wir haben selbst nach dem Rückstand noch Moral bewiesen und in letzter Sekunde zurückgeschlagen.“Das war in der Phase, als eigentlich keiner der 280 Zuschauer mehr mit einem Treffer gerechnet hatte. Doch Burgbrohls Stefan Krämer stand das Glück zur Seite, als seine Flanke über Freund und Feind hinweg vom Innenpfosten zum 1:0 für die Gäste ins Tor kullerte. Da war Bad Breisigs Bester an diesem Tag, Torwart Michael Prangenberg, der zuvor mit glänzenden Reaktionen das 0:0 festgehalten hatte, doch noch geschlagen.
Geschlagen war aber noch nicht die SG Bad Breisig, und als Gästetorwart Michael Berg in letzter Minute einen Freistoß wegen Zeitspiels provozierte, war es Ilkay Keskin, der zum 1:1-Ausgleich verwandelte, danach unter seinen jubelnden Mannschaftskameraden verschwand und sich anschließend das Pauschallob seines Trainers für den gesamten SG-Kader abholte. Remark: „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Sie hat gegen die Spitzenmannschaft der Liga gekämpft und ist für den Kampf endlich einmal belohnt worden. Das gibt uns bestimmt weiteren Auftrieb. Wir sind jetzt seit fünf Spielen ohne Niederlage, das soll sich auch gegen Trier-Tarforst am kommenden Samstag fortsetzen.“
Zu dieser Partie setzt die SG Bad Breisig wieder einen Bus ein. Abfahrt ist um 14.30 Uhr ab Edeka-Parkplatz.
Die Trierer sind der SG noch in guter Erinnerung, gelang doch gegen den damaligen Tabelleführer den Quellenstädtern in der Hinrunde der erste Sieg. Ein Sieg, mit dem die Talfahrt des FSV Trier-Tarforst bis ins untere Tabellendrittel begann. Nun steht also ein Spiel für die SG auf dem Programm, das Remark gar nicht abwertend als „die Rückkehr zum Alltag“ bezeichnet: „Der Sieg gegen Mülheim und das Remis gegen Burgbrohl brachten vier Bonuspunkte. Die müssen wir jetzt in Trier gegen eine Mannschaft, die hinter uns steht, bestätigen. Wir brauchen den Erfolg an der Mosel. Alles andere als ein Punktgewinn oder gar ein Dreier wäre ein Rückschritt.“ In Trier-Tarforst auf dem Kunstrasen kann Remark seinen kompletten Kader aufbieten. Alle sind fit, und lediglich hinter dem Einsatz von Alper Dogan, der vor der Partie gegen Burgbrohl umgeknickt ist und nach 60 Minuten vorsorglich ausgewechselt wurde, steht ein Fragezeichen.
Für die SG Bad Breisig spielten: Michael Prangenberg - Marco Liersch, Niklas Remark, Stefan Krist, Florian Lückenbach, Jan Rieder, Alper Dogan (60. Giovanni Lubaki), Edis Alioglu (90. Mete Begen), Ilkay Keskin, Gökhan Akcakoca, Aykut Acar (79. Thomas Kunik).
Für die Spvgg Burgbrohl spielten: Berg, Kostrewa, Irmgartz, von Klaß, Sonntag, Mrkalj, Wirtz, Hein, Stein, Krämer, Zerwas.
Mit letztem Einsatz konnte der Breisiger Keeper den Ball noch abwehren.
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