Lokalsport | 28.09.2015

DTM-Rennwochenende auf dem Nürburgring

Mitreißendes Rennspektakel begeisterte rund 70.000 Besucher

Mercedes-Pilot Pascal Wehrlein ist dem Titel ein Stück näher - Entscheidung fällt auf dem Hockenheimring

Hatte Miguel Molina am Samstag noch Pech, gewann er sonntags das Rennen.

Nürburg. Es war ein atemberaubendes Sonntagsrennen, das sich die 24 Piloten auf dem Nürburgring lieferten. Miguel Molina feierte nach 43 Runden den ersten DTM-Erfolg im 67. Rennen seiner Karriere: „Ich habe so lange darauf gewartet, jetzt habe ich es endlich geschafft. Gestern noch hatte ich sehr viel Pech mit dem Unfall – aber heute war einfach mein Tag.“ Mercedes-Benz-Pilot Paul Di Resta ergatterte sich einen ungefährdeten zweiten Platz vor Bruno Spengler, der im BMW wieder ein wenig Hoffnung im Kampf in der Gesamtwertung schöpfte. Dort machte Pascal Wehrlein einen weiteren großen Schritt in Richtung Titelgewinn. Nach aufreibenden Duellen brauchte der 20-Jährige jedoch auch die Unterstützung von seinen Markenkollegen, um letztlich als Fünftplatzierter über die Ziellinie zu fahren.

Da Pascal Wehrleins ärgste Konkurrenten Edoardo Mortara und Mattias Ekström ohne Punkte blieben, hat der Youngster mit nun 37 Punkten Vorsprung alle Trümpfe im Kampf um die DTM-Krone 2015 in der Hand. Den insgesamt 69.000 Zuschauern am Wochenende wurde in der Eifel Motorsport vom Feinsten geboten. Schon der erste Lauf am Samstag ließ kaum Wünsche offen, der Zweite toppte die Ereignisse vom Vortag jedoch noch einmal. Für den strahlenden Sieger Miguel Molina war es jedoch ein ruhiges Rennen. Der Spanier nutzte die fünfte Poleposition seiner Karriere zum lang ersehnten Erfolg. Er kontrollierte das Rennen von Beginn an und ließ zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Sieg aufkommen.

Paul Di Resta profitierte am Start vom Missgeschick Jamie Greens, der in seiner Startbox zunächst stehen blieb und erst mit Verzögerung das Rennen aufnahm. Paul Di Resta schoss, wie alle anderen Fahrer auch, am Briten vorbei und setzte den auf Platz zwei fahrenden Tom Blomqvist unter Druck, zog in der neunten Runde am Ende der Start-Ziel-Geraden an ihm vorbei und fuhr in der Folge den zweiten Platz sicher nach Hause. Für Tom Blomqvist endete das Rennen auf dem vierten Platz, weil der BMW-Rookie in der zehnten Runde auch seinen Markenkollegen Bruno Spengler passieren lassen musste. „In Sachen Teamstrategie müssen wir vielleicht noch ein wenig üben“, stellte ein enttäuschter Mattias Ekström im Nachhinein fest. Der kämpfte lange um den zehnten Platz, musste sich im Zweikampf mit Mercedes-Benz-Pilot Daniel Juncadella aber letztlich geschlagen geben.

Schützenhilfe für Pascal Wehrlein

Eben jener Daniel Juncadella hatte zuvor schon Pascal Wehrlein Schützenhilfe erwiesen. Nach 23 Runden hing Mike Rockenfeller dem Gesamtführenden im Heck. Im Kampf um den siebten Platz hatte der Audi-Pilot einen großen Vorteil: DRS. Pascal Wehrlein durfte den Klappflügel nicht benutzen, da Daniel Juncadella vor ihm deutlich mehr als eine Sekunde entfernt war. Während Mike Rockenfeller den Druck steigerte, forderte Pascal Wehrlein über Funk: „Ich brauche DRS.“ Daniel Juncadella reagierte, nahm Gas raus und ließ Pascal Wehrlein herankommen. Die Taktik ging auf: Ende der 26. Runde bremste Daniel Juncadella zum richtigen Zeitpunkt, ließ den Gesamtführenden vorbei und blockte gleichzeitig den Wagen von Mike Rockenfeller.

Es dauerte jedoch nicht lange, ehe erneut die „Ich-brauche-DRS-Rufe“ von Pascal Wehrlein über den Teamfunk zu hören waren. Diesmal galt das Hilfegesuch dem weit vor ihm fahrenden Maximilian Götz. Von hinten nahte Unheil – wieder in Form von Mike Rockenfeller. Der hatte in der 30. Runde Daniel Juncadella überholt und schloss in Windeseile zu Pascal Wehrlein auf. Maximilian Götz legte den Schongang ein, fuhr in der 32. Runde satte fünf Sekunden langsamer als der Rest des Feldes, ließ Pascal Wehrlein für Platz fünf passieren und hielt dann Mike Rockenfeller in Schach und verteidigte seinen sechsten Platz gegen den Champion von 2013. Für seinen fünften Platz wurde Pascal Wehrlein mit zehn Punkten belohnt. Trotz seines deutlichen Vorsprungs ist der 20-Jährige vor dem großen Finale in Hockenheim vorsichtig: „Es kann immer noch eine ganze Menge passieren, aber es sieht schon sehr gut aus.“

Wie Mattias Ekström blieb auch Edoardo Mortara ohne Punkt. Für den Italiener endete der Kampf mit Timo Glock im BMW mit einem Dreher, der das Aus in der Box zur Folge hatte. Edoardo Mortara: „Das war jedoch nicht das Entscheidende heute. Ich habe mit Timo um den zwölften Platz gekämpft. Mein schlechtes Qualifying mit dem 20. Startplatz war der Hauptgrund für unser schlechtes Abschneiden.“ Edoardo Mortara bleibt mit 128 Punkten Zweiter in der Gesamtwertung und hat vor Hockenheim 37 Zähler Rückstand auf Wehrlein (165 Punkte). Dritter bleibt Mattias Ekström mit 127 Punkten. Bruno Spengler konnte durch den dritten Rang sein Konto auf 119 Zähler aufstocken und ist als bester BMW-Pilot Vierter. Damit hat der DTM-Champion von 2012 weiterhin noch rechnerische Chancen, den Titel zu gewinnen.

Noch nichts entschieden

Bei den beiden finalen Rennen auf dem Hockenheimring zwischen dem 16. und 18. Oktober sind noch 50 Punkte zu vergeben. Die Konkurrenz wird auf Fehler von Pascal Wehrlein hoffen und lauern. Die Zuschauer werden in Hockenheim sicher nicht enttäuscht werden, wenn Bruno Spengler, Mattias Ekström und Edoardo Mortara die letzten verbleibenden Chancen auf den Titelgewinn 2015 nutzen wollen.

Hatte Miguel Molina am Samstag noch Pech, gewann er sonntags das Rennen.
Rund 70.000 Besucher erlebten ein spannendes Rennwochenende.

Rund 70.000 Besucher erlebten ein spannendes Rennwochenende.

Hatte Miguel Molina am Samstag noch Pech, gewann er sonntags das Rennen.

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