SeniorenUnion Brohltal auf Tour
Nach Kölle op de Dom
Kathedrale vom Fundament bis zum Dach besichtigt
Brohltal. Eine große Schar von Mitgliedern und Freunde der SeniorenUnion Brohltal bestieg kürzlich den Zug nach Köln, mit dem Ziel den Dom vom Fundament bis zum Dach zu besichtigen. Eine interessante Aufgabe für die Gruppe, die mit der Hilfe eines vor Ort arbeitenden Fachmannes für Steinmetz aus Niederzissen bewältigt wurde.
In Köln angekommen, wurden zuerst die imposant großen Fundamente besichtigt, auf dem die Pfeiler des Domes ruhen. Die Fundamente sind regelmäßig gemauert mit Basalt- und Tuff-Quader aus der Umgebung des Brohltales. Diese Steinsorten wurden Lage für Lage verbaut. Durch die Anordnung im Fundament kann sich der Bau Schwingungen anpassen, sodass der Dom wohl eines der erdbebensichersten Gebäude in Köln ist. Als weiteres Indiz für die Bauweise ist nach der Bohrung durch das 11 Meter starkes Südturmfundament zu erkennen. Die Grabungen unter dem Erdgeschoss- Fußboden begannen 1946 und legten die Vorgängerbauten der gotischen Kathedrale, fränkische Gräber, römische Reste eines Abwasserkanales, eine verputzte Innenwand mit Wandbemalung und eine Hypokaustenheizung eines römischen Wohnhauses frei.
Nach dieser Exkursion in der geschichtsträchtigen Unterwelt des Domes mit 157,38 Metern Höhe und damit zweithöchstes Kirchengebäude Europas nach dem Ulmer Münster, ging es in eine der urkölschen Brauereigaststätten, in der sich die Teilnehmer sofort an leckerem Kölsch labten. Der Köbes kam mit seinen Lagen kaum nach. Bei kölschen Leckereien stärkte sich die Gruppe für den nächsten Coup auf den Dom, die Eroberung der Dächer des Weltkulturerbes seit 1996. Zunächst ging es mit dem Bauaufzug bis unter das Dach des Langschiffs. Dort sahen die Senioren mit Erstaunen die Dachkonstruktion aus Stahlelementen aus dem 19. Jahrhundert, so gut erhalten, als ob sie erst vor Kurzem montiert worden waren. Ein weiterer Höhepunkt in den oberen Gefilden ist der Vierungsturm zu nennen, der über der Kreuzung des Langschiffs und der beiden Seitenschiffe auf dem Dach angeordnet ist. Von hier aus hatten die Teilnehmer einen herrlichen Ausblick auf die Domstadt und auf die andere Rheinseite. Auch wurde der Anblick des „decken Pitters“ nicht versäumt. Majestätisch hängt er mit seinen 24 Tonnen als größte freischwingende Kirchenglocke der Welt im Dachreiter. Zum guten Schluss ist noch zu bemerken, dass unter den vielen Steinsorten, die im Laufe der Jahrhunderte im Dom verbaut wurden, auch die nähere Umgebung des Brohltales mit der Lieferung von Basalt- und Tuffsteinen beteiligt war. Viele hiesige Steinmetze sind bis heute seit Generationen dort tätig und der Beruf wird in den Familien weiter vererbt.
Die beeindruckten Seniorinnen und Senioren fuhren nach diesem abwechslungsreichen und höchst interessanten Tag wieder in ihr schönes Brohltal zurück. Der Vorstand hat nun die Aufgabe, sich auf die nächste Tour nach Bonn, Haus der Geschichte und Post- Tower am 15. August, vorzubereiten.
