Politik | 15.06.2015

Jobcenter im Kreis Ahrweiler nimmt teil an ESF-Bundesprogramm

Neue Chance für Langzeitarbeitslose

Die beiden Betriebsakquisiteure des Jobcenters Landkreis Ahrweiler, Horst Wershoven und Daniela Korf. privat

Kreis Ahrweiler. Viele langzeitarbeitslose Menschen wollen gerne wieder arbeiten. Sie sind motiviert und dankbar, wenn sie die Chance erhalten, wieder ins Berufsleben zurückkehren zu können. 100 Menschen aus dem Kreis Ahrweiler, die seit langem ohne Job sind, können nun neue Hoffnung schöpfen. Mit Hilfe des „Programms zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit“ verfolgt das Jobcenter Landkreis Ahrweiler das Ziel, langzeitarbeitslosen Hartz-IV-Empfängern in den kommenden zwei Jahren zu einer neuen Perspektive verhelfen.

„Wir hatten uns mit einem Konzept zur Teilnahme an diesem Sonderprogramm beworben und haben jetzt den Zuschlag erhalten“, erklärt Theo Krayer, Geschäftsführer des Jobcenters. Ziel des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales konzipierten sowie mit Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanzierten Programms ist es, Langzeitarbeitslose verstärkt in existenzsichernde Arbeit zu vermitteln, passgenau zu qualifizieren und zu begleiten. Zielgruppe sind Hartz IV-Empfänger, die das 35. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens zwei Jahren arbeitslos sind und über keinen verwertbaren Berufsabschluss verfügen. Menschen also, die seit längerem den Kontakt zum Arbeitsmarkt verloren haben, und auf andere Weise nur schwer in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen integriert werden können.

Arbeitgeber erhalten Lohnkostenzuschüsse

Im Fokus steht die gezielte Ansprache und Beratung von Unternehmen, die bereit sind, einem oder mehreren Langzeitarbeitslosen eine Chance zu geben. Arbeitgeber, die einen langzeitarbeitslosen Menschen für mindestens 24 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigen, erhalten umfassende Unterstützung. So werden geeignete Bewerber bei Bedarf im Vorfeld der Beschäftigung gezielt auf die künftige Tätigkeit vorbereitet. Mit individuellen Hilfestellungen können sie ihre Fähigkeiten in den jeweiligen Unternehmen schrittweise ausbauen. In der Einarbeitungszeit erhalten Arbeitgeber Lohnkostenzuschüsse. Im „Normalfall“ werden für einen Zeitraum von sechs Monaten 75 Prozent des Arbeitsentgelts übernommen. In den folgenden neun Monaten beträgt der Lohnkostenzuschuss 50 und weitere drei Monate 25 Prozent. Sogenannte „Intensivfälle“ - also Menschen, die seit fünf Jahren und länger arbeitslos sind - werden jeweils ein Jahr lang mit 75, 65 und 50 Prozent der Lohnkosten gefördert. „Darüber hinaus werden die Beschäftigten intensiv betreut und bestehende Qualifizierungsdefizite durch arbeitsplatzbezogene Fördermaßnahmen abgebaut“, ergänzt Krayer.

Um Unternehmen für die Teilnahme am ESF-Bundesprogramm zu gewinnen, beschäftigt das Jobcenter Ahrweiler mit Daniela Korf und Horst Wershoven eigens zwei Betriebsakquisiteure. Sie gehen aktiv auf Betriebe zu, um gemeinsam mit ihnen geeignete Beschäftigungsmöglichkeiten zu erschließen. Die Betriebsakquisiteure beraten und begleiten die Arbeitgeber aber auch, nachdem der Arbeitsvertrag unterschrieben wurde. Bereits im Vorfeld erarbeiten die Unternehmen, Arbeitnehmer und Coaches individuelle Förderpläne. „In dem Programm sehe ich eine Chance für langzeitarbeitslose Menschen der Region. Wir können die Beschäftigungsverhältnisse individuell begleiten und bei Problemen mit entsprechenden Hilfestellungen reagieren“, ist Theo Krayer davon überzeugt, dass das Ziel, 100 langzeitarbeitslosen Menschen in den nächsten zwei Jahren den Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ebnen, erreicht werden kann.

Unternehmen, die sich für die Teilnahme an diesem Sonderprogramm interessieren, sind eingeladen, sich mit den Betriebsakquisiteuren des Jobcenters Ahrweiler in Verbindung zu setzen.

Daniela Korf und Horst Wershoven sind unter Tel. (0 26 42) 9 70-80, oder per E-Mail an Jobcenter-Ahrweiler.ESF-LZA@jobcenter-ge.de zu erreichen.

Pressemitteilung des

Jobcenters im

Landkreis Ahrweiler

Die beiden Betriebsakquisiteure des Jobcenters Landkreis Ahrweiler, Horst Wershoven und Daniela Korf. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Rund ums Haus Daueranzeige
Stellenanzige
Angebotsanzeige (Juni)
EM-Anzeige
Titelanzeige
Stellenanzeige Kfm. Kundenberater, Anlagenmechaniker, Heizungsbaumeister
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild.
1000

Klettenberg. Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesautobahn 4 zwischen dem Kreuz Köln-West und der Anschlussstelle Klettenberg am Montagabend, dem 15. Juni, ist die Polizei auf der Suche nach Zeugen. Bei der betroffenen Fahrerin des Seat handelt es sich um eine 22-jährige Frau aus Bonn, die noch am Unfallort aufgrund ihrer schweren Verletzungen verstarb.

Weiterlesen

125

Kürrenberg. Ein neues, kostenfreies Angebot bringt ab Sommer mehr Aktivität und Geselligkeit in den Mayener Stadtteil Kürrenberg. Unter dem Dach des landesweiten Erfolgsprojekts „Bewegung in die Dörfer“ gründet sich eine neue Gruppe speziell für Seniorinnen und Senioren. Das Angebot richtet sich an ältere Menschen – ausdrücklich auch mit körperlichen Einschränkungen –, die gemeinsam aktiv bleiben und etwas für ihre Gesundheit tun möchten.

Von Kerstin Jobst-Durwen aus Mayen

Weiterlesen