Allgemeine Berichte | 14.11.2015, 17:00 Uhr

„Caritas-Sammlung“ vom 23. November bis 3. Dezember in der Region

Not sehen und handeln

Kreis Ahrweiler. Auch in diesem Herbst findet die „Caritas-Sammlung“ im Bistum Trier statt. Unter dem Motto „Not sehen und handeln“ wird vom 23. November bis 3. Dezember in Rheinland-Pfalz für Menschen in Not gesammelt. 50 Prozent der Sammlungsgelder stehen der konkreten Pfarrei für ihre caritative Arbeit vor Ort zur Verfügung. Vor allem Kriegsflüchtlinge, die ihre Heimat verlassen mussten und alles verloren haben, besitzen nach wochenlanger Flucht nichts außer ein paar Kleidern am Leib. Für den Caritasverband bedeutet dies eine enorme Herausforderung in der Flüchtlingsarbeit, die ehrenamtliche Unterstützer braucht. Überall entstehen Netzwerke, um die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung zu bündeln und Flüchtlingen nutzbar zu machen. Alle sozialen Dienste des Caritasverbandes sind gefordert und stellen sich dieser Herausforderung.

Aber auch hier leben Familien, denen das Nötigste fehlt, die ihren Kindern keine Kleider, Schuhe oder Schulsachen kaufen können. Dabei geraten ältere Menschen immer öfter in finanzielle Schwierigkeiten oder Familien werden Opfer eines Unglücks, etwa eines Hausbrands. In all diesen Fällen kann die Pfarrei das Geld als persönliche Soforthilfe einsetzen.

Die andere Hälfte des Sammelgeldes geht an den Caritasverband. So erhält der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. in Ahrweiler 14 Prozent der Spenden. Diese kommen dem „Fachbereich der Familienunterstützenden Dienste“ zugute, der sich besonders im Allgemeinen Sozialen Dienst, in der Schwangerenberatung, im Bereich der „Frühen Hilfen“, in der Kurenvermittlung, bei der Tafel und Tafel Plus Angeboten, in der Familienpflege und im Haushaltsorganisationstraining der Sorgen und Nöte von Familien und Alleinerziehenden annimmt, wenn notwendig schnelle und unbürokratische Unterstützung gebraucht wird. 27 Prozent erhält der Diözesancaritasverband in Trier für seine überregionalen Aufgaben und mit sieben Prozent der Sammlung kann der Deutsche Caritasverband in Not- und Katastrophengebieten weiterhelfen und etwa Flüchtlinge im Grenzgebiet von Syrien unterstützen. Vorbildlich gering ist die Verwaltung mit nur zwei Prozent der Gesamtkosten.

In einigen Gemeinden werden ehrenamtliche Sammlerinnen und Sammler unterwegs sein. Diese sollten freundlich empfangen werden, denn sie sammeln ja für einen guten Zweck. Andernorts lädt ein Brief mit Überweisungsträger zu einer Spende für caritative Anliegen ein. Selbstverständlich bleiben auch bei dieser alternativen Form 50 Prozent der Spendengelder in der jeweiligen Pfarrei.

Not sehen und handeln. Jeder Euro zählt: Stichwort „Opferwoche Ahrweiler“: Konto 803 742 bei der Kreissparkasse Ahrweiler, BLZ 577 513 10, beziehungsweise Konto 506 637 500 bei der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel eG, BLZ 577 615 91

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