Bis 2021 Naturschutz auf Fläche von 4.600 Fußballfeldern
Obere Ahr-Hocheifel: Ausstellung macht Station in Mainz
Kreis Ahrweiler. Das Land Rheinland-Pfalz würdigt das Naturschutz-Großprojekt Obere Ahr-Hocheifel (OAH), indem es die entsprechende Wanderausstellung im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten in Mainz derzeit zeigt. Staatsministerin Ulrike Höfken und Landrat Dr. Jürgen Pföhler eröffneten die Foto-, Text- und Grafik-Präsentation gemeinsam mit Landtagsabgeordneten und weiteren politischen Vertretern aus dem Kreis Ahrweiler. Die Ausstellung ist bis 26. Februar im Ministerium zu sehen (Kaiser-Friedrich-Straße 1, Foyer).
OAH ging Ende 2007 an den Start. Pföhler: „Wir haben das Projekt damals frühzeitig angesetzt und die Fördermittel langfristig gesichert. So intensiv und umfangreich wie wir haben das nur ganz wenige Landkreise in Rheinland-Pfalz auf die Beine gestellt. Das Vorhaben hat sogar deutschlandweite Bedeutung, sodass der Bund es fördert.“
Eine Zwischenbilanz zum größten Naturschutzvorhaben im Kreisgebiet, das in der Verbandsgemeinde Adenau umgesetzt wird und das wertvolle Lebensräume im Bereich der Ahr, ihrer Zuflüsse sowie den angrenzenden Grundstücken nachhaltig und langfristig sichern soll: Innerhalb einer Fläche von 3.300 Hektar - das entspricht 4.600 Fußballfeldern - werden bis zum Jahr 2021 umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt. Dafür sind 10 Millionen Euro eingeplant, die vom Bund (68 Prozent), dem Land (22 Prozent) und dem AW-Kreis (10 Prozent, also 1 Million Euro) kommen. Bisher hat der Kreis 393 Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 114 Hektar gekauft. In den vergangenen beiden Jahren liefen biotoplenkende Maßnahmen an Gewässern und im Wald. Im Armuthsbachtal und im Dreisbachtal wurden unter anderem eine alte Teichanlage und Stauwehre umgebaut; Wanderfische und andere Bachorganismen können diese Stellen wieder passieren, außerdem entstehen neue Lebensräume und Nahrungshabitate für Schwarzstörche. An der Kottenborner Mühle wurde der Wirftbach wieder offengelegt. Beispiele für Renaturierungsarbeiten im Wald: Abbau von nicht heimischen Gehölzen wie Monokulturen aus Nadelholz, damit sich standortheimische Gehölze - artenreiche Laubmischwälder - entwickeln können.
Für 2015 sind unter anderem anvisiert: An den Oberläufen von Dreisbach und Eichenbach werden Verrohrungen abgebaut und durch Brücken oder Furten ersetzt; der Eichenbach gilt als das Gewässer mit der höchsten Gewässergüte im Projektgebiet. In den Talauen weichen weitere Fichtenaufforstungen, damit neue Grünlandflächen entstehen. - www.obere-ahr-hocheifel.de.
Pressemitteilung
Kreisverwaltung Ahrweiler
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