Allgemeine Berichte | 07.09.2014

Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e. V. Kreisjägerschaft Ahrweiler

Pilze sammeln – aber naturverträglich!

Kreis Ahrweiler. Die Pilzsaison läuft. Jetzt strömen unzählige Fans von Pfifferlingen, Steinpilzen und Co. in die Wälder im Kreis Ahrweiler, um die Leckereien zu sammeln. Doch zu viel Unruhe im Forst kann zu Stress bei Wildtieren führen. Die Kreisgruppe Ahrweiler im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) appelliert an Pilzsammler, Rücksicht auf die Wildtiere zu nehmen.

Fettreserven für den kommenden Winter

Wildtiere müssen im Spätsommer und Herbst die Fettreserven für den kommenden Winter auffüllen. Werden sie von Pilzsammlern dabei übermäßig gestört, laufen Rehe und Rothirsche Gefahr, geschwächt in die kalte Jahreszeit zu geraten. „Das Rehwild hat die anstrengende Paarungszeit im Sommer gerade hinter sich. Jetzt müssen Böcke und Ricken wieder zur Ruhe kommen und sich Kraftreserven anfressen“, erklärt der Vorsitzende der Kreisgruppe Ahrweiler – Thomas Güthe. „Und beim Rotwild steht die Brunftzeit bevor. Diese scheuen Tiere brauchen nun ebenfalls Ruhe, vor allem Hirsche müssen sich ihre Kräfte für den bevorstehenden Kampf um die Damenwelt einteilen.“

Dämmerungsstunden den Tieren überlassen

Thomas Güthe stellt klar: „Wir Jäger können und wollen den Menschen das Sammeln von Pilzen nicht verbieten. Wir möchten Waldbesucher für die Bedürfnisse der Wildtiere sensibilisieren, denn es ist vornehmlich „ihr“ Lebensraum, den wir Menschen respektieren sollten.“ Dabei ist es einfach, naturverträglich Pilze zu sammeln. Insbesondere in offenen Fichten-Althölzern können Pilzsammler erfolgreich nach ihrer „Beute“ suchen, ohne die tierischenWaldbewohner über Gebühr zu stören. Dickungen oder dichte Waldbestände sollten gemieden werden, denn diese Orte sind bevorzugte Aufenthaltsräume der Wildtiere. Auch die Dämmerungsstunden sollten die Sammler Reh, Hirsch, Wildschwein und Co. überlassen, denn zu dieser Zeit gehen sie vermehrt auf Nahrungssuche. Schwammerlsucher sollte zudem darauf achten, dass sie nicht mehr sammeln, als für den „üblichen“ Eigenverbrauch notwendig ist – denn mehr ist nicht erlaubt. Sorgen bereiten den Jägern des Kreis Ahrweiler die professionellen „Erntekommandos“, die in den frühen Dämmerungsstunden in die Wälder einfallen und die Pilze körbeweise abtransportieren, um Profit daraus zu schlagen. „Ob Wildtiere durch ihre Unternehmungen gestört wer-den, ist diesen Menschen egal“, beklagt Thomas Güthe.

Pressemitteilung der

Kreisjägerschaft Ahrweiler

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