Politik | 05.01.2015

Kreisjägerschaft Ahrweiler

Projekt der Kreisjägerschaft zeigt erste Früchte

„Sponsoring von Wildwarnreflektoren“ - Sicherheit für Mensch und Tier

Kreis Ahrweiler. Die von der Kreisjägerschaft Ahrweiler im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Aktion „Blau auf allen Straßen – Vermeidung von Wildunfällen im Straßenverkehr“ zeigt erste Früchte. Mittlerweile konnten vier Reviere im Kreis Ahrweiler mit den blauen Halbkreis- oder Wildwarnreflektoren ausgerüstet werden. Zwei weitere Reviere befinden sich in der Beantragung und somit kann bereits heute ein positives Fazit für den Start dieser Aktion gezogen werden. Schließlich musste man auf diesen Streckenabschnitten im vergangenen Jagdjahr 22 Stücke Fallwild (Schalenwild) registrieren.

Wildunfälle melden

Leider erliegen Wildtiere bei Unfällen selten sofort ihren Verletzungen. Daher ist es sehr wichtig, dass diese Unfälle entweder direkt beim Jagdausübungsberechtigten (falls bekannt) oder aber bei der zuständigen Polizeidienststelle gemeldet werden. Somit ist durch die Jäger der Tierschutz gewährleistet, denn viele Verletzungen, bei nicht am Unfallort verendeten oder zeitnah erlösten Tieren, führt zu einem langsamen und qualvollen Tod.

Insgesamt wurden durch die Aktion der Kreisjägerschaft bisher auf einer Länge von 15,5 Kilometern ca. 310 Reflektoren installiert. Für die nächsten Anfragen stehen noch ausreichend Reflektoren zur Verfügung. Um weitere Reviere „Kostenlos“ ausstatten zu können, werden aber auch weitere Gelder benötigt. Daher wird der Obmann für Naturschutz, Ralf Schmidt, auch 2015 die Akquise vorantreiben. Wer sich an dieser Aktion für „Mensch und Tier“ finanziell beteiligen möchten, findet weitere Infos unter www.jagd-aw.de (Naturschutz). Zur steuerlichen Abzugsfähigkeit kann auch eine entsprechende Spendenquittung ausgestellt werden. Ferner werden die Spender auf der Homepage der Kreisgruppe Ahrweiler e.V. (im LJV RLP e.V.) namentlich erwähnt.

„Blau auf allen Straßen“

Mit dieser Aktion für Mensch (20 Tote, über 3.000 Verletzte bei Verkehrsunfällen in Deutschland) und Tier (210.000 in Deutschland gemeldete Wildunfälle, wobei die Dunkelziffer um das 2- bis 4-Fache höher geschätzt wird) zeigen die Jägerinnen und Jäger im Kreis Ahrweiler, wie Tier- und Artenschutz praktiziert wird: nicht lange Reden – Handeln! Sollten von den eingangs genannten 22 Stücken Schalenwild in Zukunft nur die Hälfte durch die Reflektoren gerettet werden, bedeutet dies für elf Geschöpfe keinen qualvollen Tod!

Mittlerweile wird der Landesbetrieb Mobilität auf diese Aktion und gleiche Bemühungen in anderen Kreisen aufmerksam. Eine Studie über einen längeren Zeitraum von zunächst zwei Jahren soll die Wirkung dieser Maßnahme auch für die Entscheidungsträger der Politik belegen. Nach Erfahrungen aus teilnehmenden Revieren liegen zur Zeit Erfolgsquoten von durchschnittlich 72 Prozent vor, die auch von den Jagdrevieren im Kreis Ahrweiler bestätigt werden können. Bei ähnlich positiven Ergebnissen könnte das Land diese Unfallverhütung zum Standard machen: für uns Menschen und das Wild ein großer Erfolg! „Blau auf allen Straßen“ kann also auch etwas Positives sein!Pressemitteilung

Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V.

Kreisgruppe Ahrweiler e.V.

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