Allgemeine Berichte | 25.07.2014, 16:18 Uhr

Kreisverwaltung Ahrweiler rät: Pflanzen jetzt ausgraben

Riesenbärenklau wird wieder gefährlich

Grundstückseigentümer verantwortlich – Kinder fernhalten

Bis zu 3,5 Meter hoch – und gefährlich: die Herkulesstaude. KV-AW

Kreis Ahrweiler. Auch in diesem Sommer gilt: Die giftige und gefährliche Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, breitet sich vor allem an Bach- und Flussufern sowie den Rändern von Wegen und Feldern aus. Die Kreisverwaltung Ahrweiler gibt einige Tipps. Wichtig: Für die Bekämpfung ist jeder Grundstückseigentümer selbst verantwortlich. Kinder sollten von den Standorten ferngehalten werden. Die Pflanzen sollte ausgegraben werden, und zwar jetzt. Es handelt sich um keine einheimische Pflanze, sondern um einen so genannten Neophyt. Die bis zu 3,5 Meter hohe Pflanze kommt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde vor 100 Jahren in Europa eingeführt. Die zunehmende Verbreitung verursacht ökologische Probleme und stellt ein Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier dar.

Die Pflanze ist giftig und gefährlich, weil Hautkontakt zu allergischen Reaktionen wie Rötungen, Schwellungen und Verbrennungen führen kann. Insbesondere Kinder sind gefährdet, weil sie durch die auffällige Erscheinung der Pflanze und dessen röhrenartigen Stiele zum Spielen verleitet werden. Pflanzen, die an Standorten wachsen, an denen sich Kinder aufhalten, sollten in jedem Fall entfernt werden.

Für die Bekämpfung ist jeder Grundstückseigentümer oder -nutzer selbst verantwortlich. Wirksamstes Bekämpfungsmittel ist das Ausgraben des Wurzelstocks durch Abstechen der Wurzel in etwa 15 Zentimeter Bodentiefe. Das Ausgraben ist vor allem bei kleineren Beständen die sicherste Methode und kann auch während der Vegetationsperiode von jedem vorgenommen werden. Wiederholtes Mähen führt nicht zum Absterben der Pflanzen. Je kleiner die Pflanzen sind, desto einfacher lassen sie sich ausgraben und desto geringer ist die Gefahr des Hautkontaktes.

Nach der Ausbildung der Samenstände sollten diese abgeschnitten werden, ohne dass der Samen auf den Boden fällt und neu austreibt. Die Pflanzenteile sollte man anschließend verbrennen. Im Ausnahmefall können kleinere Mengen in die schwarze Restmülltonne gegeben werden. Bei größeren Mengen sollte man den Abfallwirtschaftsbetrieb Kreis Ahrweiler anrufen (08000-858-858, gebührenfrei).

Auf keinen Fall dürfen die Samenstände auf der Fläche kompostiert, auf den Kompost oder in die Biotonne geworfen oder auf der Fläche liegen gelassen werden. Bei Arbeiten am Riesenbärenklau ist Schutzkleidung zu tragen, nämlich Handschuhe, Schutzbrille, langärmelige Kleidung und Gummistiefel.

Entlang der Ahr bekämpfen die Kreisverwaltung Ahrweiler sowie die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord die giftigen Pflanzen im Rahmen der Gewässerunterhaltung. Diese Maßnahmen entbinden jedoch nicht die Eigentümer der betroffenen Grundstücke, im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht selbst zu handeln. – Weitere Infos: www.giant-alien.dk/manual.html.

Pressemitteilung

der Kreisverwaltung Ahrweiler

Bis zu 3,5 Meter hoch – und gefährlich: die Herkulesstaude. Foto: KV-AW

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Image
Kirmes in Rheinbrohl, 01.09.26
Anzeige Tag der offenen Tür 29. - 30.08.26
Zukunft trifft Tradition KW 34
Titel-Eckfeld - Bestellung Nr. 4300003040-W100-606  /
Anzeige Patientenveranstaltung
kostenfreie Anzeige aus 2+1
Empfohlene Artikel
Flower & Power Festival in Mayen
135

Beim „Flower & Power Festival“ wird die Mayener Innenstadt zum bunten Treffpunkt für Genuss, Musik und besondere Aktionen. Wir haben die schönsten Impressionen in unserer Fotogoalerie – jetzt im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

2 x 2 Tickets für das Wanderkino gewinnen
42

Am Samstag, 12. September, 20 Uhr, wird es auf der Bungertwiese in Obermendig nicht nur „Sagenhaft musikalisch“, sondern auch cineastisch. Erstmals kann sich das Publikum auf ein besonderes Open-Air-Highlight aus der Zeit, als die Bilder laufen lernten, freuen, denn dann ist das „Wanderkino“ zu Gast und bringt ein Stück lebendiger Filmgeschichte unter den Sternenhimmel. BLICK aktuell verlost 2 x 2 Tickets.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Ramersbacher Straße in Ahrweiler. Foto: ROB
1476

Verkehrsteilnehmer müssen sich auf Einschränkungen einstellen

Ab 07.09.: Ahrweiler: Ramersbacher Straße wird voll gesperrt

Ahrweiler. Ab Montag, 7. September 2026, muss die Ramersbacher Straße in Ahrweiler ab der Ahrtorbrücke bis zur Einmündung „Eifelstraße“ voll gesperrt werden. Grund hierfür ist Straßen- und Kanalbauarbeiten. Die Sperrung wird voraussichtlich ein Jahr andauern. Die Umleitung erfolgt über die L 85 und L 83 über Schalkenbach sowie Königsfeld und umgekehrt.

Weiterlesen

Die Stadtsoldaten Andernach feiern ihr traditionelles Grillfest auf dem Krahnenberg
723

Grillfest der Stadtsoldaten Andernach war ein voller Erfolg

„Heut mache mer e Türsche off de Krahneberg“

Andernach. Am 15. August veranstalteten die Stadtsoldaten Andernach ihr traditionelles Grillfest für alle Mitglieder und Freunde des Vereins. Erstmalig konnten die Rot-Gelben dafür das Turnerbundheim „Jüpp Neuhaus“ als Veranstaltungsort gewinnen. Ein besonderer Dank geht an den Turner-Bund Andernach für das entgegengebrachte Vertrauen. Kommandant Michael Krebs konnte über den Nachmittag verteilt über 100 Stadtsoldaten bei sonnigem Wetter auf dem Krahnenberg begrüßen.

Von Aaron Friedland aus Andernach

Weiterlesen

Symbolbild.
268

Polizeihubschrauber im Einsatz: Keine Gefahr für Anwohner in Koblenz

01.09.: Polizeieinsatz in Koblenz: 63-Jähriger stirbt nach Sturz in Koblenz-Pfaffendorf

Koblenz. Am Dienstag, dem 1. September, wurde der Polizei in Koblenz gegen 15:40 Uhr ein Notruf gemeldet, der von einer blutenden Person in einem Hinterhof in Koblenz-Pfaffendorf berichtete. Zeugen behaupteten, ein schussähnliches Geräusch gehört zu haben. Aufgrund der unklaren Situation und der mangelhaften Informationslage wurden umgehend zahlreiche Einsatzkräfte in das Gebiet entsandt. Für kurze Zeit war auch ein Polizeihubschrauber in den Einsatz involviert.

Weiterlesen