„Initiative Breisiger Künstler“ stellt im Rathaus in Niederzissen aus
Schönheit der Wacholderheiden
Niederzissen. Die Wacholderheiden der Osteifel sind eine einzigartige Kulturlandschaft, die als Schutzgebiet gesichert sind und ein attraktives Ziel für Erholungssuchende darstellen. Unter dem Motto „Generationenvertrag Wacholderheiden der Osteifel“ hat die „Initiative Breisiger Künstler“ die Naturlandschaft in Gemälden, Fotos, Skulpturen und Keramiken verewigt, die bis zum 20. Juni im Rathaus in Niederzissen zu sehen sind. Dank des EU-LIFE-Projekts „Schutz und Pflege der Wacholderheiden der Osteifel“ entwickelte sich in den vergangenen zwölf Jahren ein Naturschutzprojekt, das dem generellen Artenschwund trotzt und ein Stück Natur bewahrt, das der Region zurückgegeben werden kann. Das Ziel, die Reste der Heide zu erhalten und eine Verjüngungskur und Neuetablierung von Heideflora und Heidefauna zu ermöglichen, war erfolgreich. Heute ist die romantisch-mystische Wacholderheidelandschaft nicht nur bei Einheimischen beliebt. „Die Wacholderheide rund um das Waldgut Schirmau wie auch um Wabern und Langscheid zieht auch auswärtige Wanderer, Feriengäste und Touristen magisch an“, so Bürgermeister Johannes Bell.
Was eine Künstlergruppe aus dem Breisiger Ländchen dazu bewegt, sich künstlerisch mit den Wacholderheiden der Osteifel auseinander zu setzen, erklärte Hildegard Hildebrand, Koordinatorin der Initiative: „In dieser Landschaft strahlt das Licht der Vergangenheit. Die Schatten der schweren Arbeit und der extremen Lebensbedingungen, unter denen die Menschen in der Vergangenheit leben mussten, belasten diese Landschaft nicht. Im Gegenteil, das macht ihren besonderen Charme aus und wirkt für heutige Generationen besonders attraktiv.“ Die Magie der Natur bot für die „Initiative Breisiger Künstler“ reichlich Inspiration.
Zahlreiche Werke der aus einem Dutzend Künstler bestehenden Initiative sind im Rathaus ausgestellt. Die Natur, das Farbenspiel der Eifel und die spezielle Flora des Wacholdergebietes spiegeln sich in den einzelnen Werken. Willi Weißenhagen gibt in seinen Fotos die schroffen, knorrigen, aber farbintensiven Facetten der Flora wieder. Hildegard Hildebrands Arbeiten geben einen Eindruck von den vielen Lichtstimmungen, die in der Landschaft zu beobachten sind. Gesichter und Menschen treten dagegen in den Skulpturen aus Wurzeln und Holz von Paul Hömmerich hervor, während Peter Krebs gar zu einem „Wächter der Heide“ inspiriert wurde, der als eiserner Hüter und bewaffnet die Landschaft schützt. Alle Interessierte, Neugierige wie auch Freunde und Bekannte der ausstellenden Künstler sind herzlich eingeladen, der Ausstellungseröffnung am Montag, 2. Juni, um 14.30 Uhr im Foyer des Rathauses in Niederzissen beizuwohnen. Hier wird Peter Krebs, bekannter Vulkanparkführer der Tourist-Info Brohltal, auch zu den Besonderheiten dieser Heidelandschaft spannende Informationen geben. Ausstellende Künstler sind Sophie Adrian, Doris Anger, Walter Buhr, Peter Krebs, Lisa Leukert, Klaus Marek, Klaus-Peter Püschel, Erika Weißenhagen und Willi Weißenhagen.
