Allgemeine Berichte | 13.05.2014

Mobiles Jugendtheater Schrader aus Berlin gastierte in Niederzissen

Schüler setzen sich mit Cybermobbing auseinander

Max weiß sich nicht mehr zu helfen. privat

Niederzissen. „Was heißt hier Internet?“ und „Ich chatte dich platt“ sind die aktuellen Produktionen des mobilen Jugendtheaters Schrader „Kultur auf Rädern“ aus Berlin. Es gastierte auf Initiative von Frau Volkert (Realschule plus) kürzlich in der Bausenberghalle und spielte das erstgenannte Stück der Autorin und Regisseurin Thea Schrader für die Klassen fünf bis sieben und „Ich chatte dich platt “ für die Klassen fünf bis zehn vor den Schülern der Burgwegschule Burgbrohl und der Realschule plus Niederzissen.

Beide Stücke wurden mit der Zielsetzung „Unterhaltung mit Erkenntnisgewinn im Bereich der Medienkompetenz“ von den Schauspielern Cora Thomann und Mehmet Kucak überzeugend in Szene gesetzt. „Was heißt hier Internet?“, informierte die jüngeren Schüler über die verschiedenen Möglichkeiten, sich im Internet zu bewegen als auch über Straftaten und deren Folgen.

Die Geschichte von Max und Lara

Hierbei zeigte sich, dass besonders einige Siebtklässler schon über ein fundiertes Wissen diesbezüglich aus einem Religionsprojekt bei Frau Orelli verfügten. Auch wenn sie in einigen Szenen interaktiv eingebunden und sehr rege an dem anschließenden Gesprächsaustausch teilnahmen, hätten sich manche einen konkreteren Fall gewünscht. Sehr konkret ging es danach zu in „Ich chatte dich platt“.

Erzählt wird die Geschichte von Max und Lara. Max ist cool, erfolgreiches Fußballtalent und auf dem Weg, die Welt zu erobern. Lara ist neu an der Schule, klug und will später Journalistin werden. Sie übernimmt den Schulblog und interviewt den angehenden Superstar Max. Ihre Bilder und ihr Text erscheinen dann entwürdigend verändert unter ihrem Namen im Netz, mit der Beschimpfung „Max ist schwul – schwule Sau“. Max ist emotional betroffen und weiß sich nicht zu helfen, denn er kennt nicht den, der ihm schaden will und er sieht keine Möglichkeit, das Ganze zu stoppen und aus der Welt zu schaffen. Seine Karriere in Deutschland ist zu Ende, bevor sie richtig beginnt.

Er geht ins Ausland, wie es bei ihm weitergeht, bleibt offen. Im Nachgespräch äußerten sich einige Schüler, dass sie hier gerne erfahren hätten, wie man diesen Verleumdungen rechtlich begegnen kann.

Sie waren nicht damit zufrieden, dass die Täter im Stück unerkannt und ohne Bestrafung davonkamen, sondern forderten, dass das Unrecht, das Max widerfahren ist, auch gesühnt werden müsste, ein guter Ansatz, bei diesem Thema am Ball zu bleiben.

Großzügige Unterstützung

Möglich wurde die Einladung der mobilen Theatergruppe erst durch die kostenlose Bereitstellung der Bausenberghalle durch den Ortsbürgermeister Richard Keuler und die großzügige finanzielle Unterstützung durch den Arbeitskreis Prävention der Verbandsgemeinde Brohltal unter besonderer Befürwortung durch die Jugendpflegerin Ane Masen.

Max weiß sich nicht mehr zu helfen. Foto: privat

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