Politik | 08.02.2015

Durchbruch bei den Verhandlungen zur Reform des Prostitutionsgesetzes

Schutz der Frauen wird erhöht

Die Frauen Union Kreisverband Ahrweiler fordert, dass die Regelung, ’Freier, die vorsätzlich die Zwangslage des Opfers ausnutzen, zu bestrafen‘, zeitgleich mit dem Prostitutionsgesetz verabschiedet wird. privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Die stärkere Regulierung der legalen Prostitution hilft im Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution. Der beharrliche Einsatz der Frauen Union hat sich gelohnt: Es wird ein größerer Schutz der Frauen in der Prostitution erreicht“, erklärt Heike Krämer-Resch, Vorsitzende der Frauen Union , Kreisverband Ahrweiler anlässlich der Einigung der Frauenpolitikerinnen und -politiker der Koalition zur Reform des Prostitutionsgesetzes. Ingrid Näkel-Surges, stellvertretende Vorsitzende: „Mit der persönlichen Anmeldepflicht für alle Prostituierten und der Zuverlässigkeitsprüfung der Betreiber von Bordellen wird Licht ins Dunkel des Prostitutionsmilieus gebracht.“ Die regelmäßige Anmeldung bei Behörden und Gesundheitsberatungen erhöhen den Schutz der Frauen. Unter 21-jährige Prostituierte müssen ihre Anmeldung jährlich erneuern und sich alle sechs Monate medizinisch beraten lassen. Bei älteren Prostituierten erfolgt die Anmeldung alle zwei Jahre und eine medizinische Beratung alle zwölf Monate. So werden Kontakte außerhalb des Prostitutionsmilieus ermöglicht. Gerade Frauen unter 21 Jahre bekommen mehr Schutz- und bessere Beratungsangebote.

Die unwürdigen Flatratebordelle und Rape-Gang-Bang-Partys gehören in Zukunft der Vergangenheit an. Solche Betriebskonzepte werden untersagt. Die neue bundesweite Kondompflicht für Freier gibt es bereits in den unionsgeführten Ländern Bayern und Saarland. Diese wird gegenüber dem Freier sanktioniert.

Die Vorsitzende der Frauen Union, Heike Krämer-Resch, und die stellvertretende Vorsitzende, Gabriele Hermann-Lersch: „Zur wirksamen Bekämpfung von Menschenhandel und Zwangsprostitution gehört auch die Bestrafung von Freiern, die vorsätzlich die Zwangslage des Opfers ausnutzen. Wir fordern, dass diese Regelung zeitgleich mit dem Prostitutionsgesetz im Deutschen Bundestag verabschiedet wird. Nur so erhöhen wir erfolgreich den Schutz für Frauen im Prostitutionsmilieu.“

Pressemitteilung Frauen Union

Kreisverband Ahrweiler

Die Frauen Union Kreisverband Ahrweiler fordert, dass die Regelung, ’Freier, die vorsätzlich die Zwangslage des Opfers ausnutzen, zu bestrafen‘, zeitgleich mit dem Prostitutionsgesetz verabschiedet wird.Foto: privat

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