Sensibel sein für „Cybermobbing“, „Happy slapping“ und „Sexting“
Kriminalpolizei klärte Schüler der Realschule plus Niederzissen auf, dass ein vermeidliches „Spaßfoto“ katastrophale Folgen haben kann
Niederzissen. Die weltweiten Ereignisse in der jüngsten Vergangenheit zeigen, dass der Umgang mit Handy, Internet und Co gerade bei den Teenagern nach wie vor nicht verantwortungsbewusst betrieben wird. Schnell werden „Selfies“ geschossen und an einen Freund/in geschickt - natürlich ganz im Vertrauen - und es wird nicht erkannt, dass noch viele andere Zugriff auf das Foto haben. Und schon ist man in aller Munde, wird gehänselt und verspottet. So erging es in Kanada Amanda Todd (15) und in Klagenfurt Joel H. (13). Cybermobbing aufgrund eines Fotos endete nie, da das Internet nichts vergisst. Die beiden jungen Menschen wussten nachher keinen anderen Ausweg als den Selbstmord.
Dies zum Anlass genommen, lud die Realschule plus Niederzissen die Kriminalpolizei ein, um die Schülerinnen und Schüler nochmals zu sensibilisieren im Umgang mit Facebook, Instagramm, Whats App und Co.
Betreten stellten dann viele Schülerinnen und Schüler fest, dass auch sie bereits ein Witzfoto über einen anderen schon mal rundgeschickt hatten. Auch sagten manche, dass sie von Freunden auch schon mal ein Foto gemacht hatten, ohne den Freund zu fragen und zu informieren. Die Kriminalpolizei machte den Schülern der Klassenstufe sieben bis zehn eindeutig klar, dass sie so bereits straffällig geworden sind. Es handelt sich hier bereits um die Strafttatbestände Beleidigung, Körperverletzung, Recht am eigenen Bild und Bedrohung. Weiterhin erklärte die Kriminalpolizei, dass solche Straftaten von ihnen gründlich bearbeitet und auch aufgeklärt werden, denn auch hier hilft die Tatsache „Das Internet vergisst nie!“
Mit hängenden Köpfen verließen die Schülerinnen und Schüler die Veranstaltung und schrieben sich auf die Fahnen, dass sie in Zukunft nachdenken, bevor sie etwas versenden.
Pressemitteilung
der Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal
