Kreisjägerschaft bei Protestmarsch in Düsseldorf
Solidarität gezeigt bei der Jäger-Großdemo
Stolze 15.000 Menschen sagen: „Für Land und Leute! Schluss mit den Verboten!“
Düsseldorf. Viele Jägerinnen und Jäger aber auch andere Naturfreunde haben aus der Tages- und Jagdpresse erfahren, dass der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) ein neues Landesjagdgesetz auf den Weg gebracht hat, das mannigfache jagd-, tier- und artenschutzfeindliche Tendenzen aufweist und vor Ideologie nur so strotzt. Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfallen ist nicht gewillt dies hinzunehmen und hat in den vergangenen Monaten auf vielfache Weise mit zahlreichen öffentlichkeitswirksamen Aktionen dagegen protestiert. Nunmehr, da das Gesetz in NRW kurz vor der Verabschiedung steht, wurde als Höhepunkt zur Großdemonstration vor dem Düsseldorfer Landtag aufgerufen. Dabei war Orange die Farbe des Protests gegen Gängelungspolitik und Verschlechterungen im Tier-, Natur und Artenschutz.
Auch rund 50 Jägerinnen und Jäger der Kreisgruppe Ahrweiler e.V. machten sich auf den Weg nach Düsseldorf, um dort mit weiteren 15.000 Jägern, Landwirten, Waldbauern, Fischern, Grundeigentümern, Imkern und vielen anderen Tier- und Naturliebhabern aus Deutschland und Europa geballte Präsenz vor dem Düsseldorfer Landtag zu zeigen. „Denn was bei unseren Nachbarn in Nordrhein-Westfalen geschieht, könnte über kurz oder lang auch bei uns in Rheinland-Pfalz umgesetzt werden“, so ein Sprecher der Kreisgruppe Ahrweiler. „Der ideologische Eingriff in das Jagdrecht ist eine Beschneidung der Eigentumsrechte. Denn das Jagdrecht ist untrennbar mit dem Eigentum an der Grundfläche verbunden. Und hier trifft es nicht nur Jäger, sondern jeden Grundstückseigentümer, der im Besitz einer Fläche ist, die dem Jagdrecht unterliegt.“
Zudem sind gravierende Punkte des Gesetzesentwurfes tier- und artenschutzfeindlich und treten die unzähligen ehrenamtlichen Hegebemühungen und Naturschutzmaßnahmen der Jägerinnen und Jäger für eine Artenvielfalt mit Füßen.
Der Protestmarsch sammelte sich am Mittwochvormittag auf der Oberkasseler Rheinwiese und zog dann, begleitet von Hunderten Jagdhornbläsern, über die Rheinkniebrücke zum Landtag. Dort fanden zahlreiche Kundgebungen diverser Jagd- und Landnutzerverbände sowie der Vorsitzenden der im Landtag vertretenen Fraktionen statt unter dem Motto „Für Land und Leute! Schluss mit den Verboten!“ - das war der größte Protestmarsch der Jägerschaft, den es je gegeben hat. Und eines ist sicher: Es wurde ein deutliches Zeichen gegen Gängelungspolitik gesetzt.
Pressemitteilung
Landesjagdverband
Rheinland-Pfalz e.V.
Kreisgruppe Ahrweiler e.V.
