Allgemeine Berichte | 22.04.2014

Eifelverein Bad Breisig e.V.

Sonntagswanderung

Die aktiven Wanderer des Eifelvereins Bad Breisig e.V. wanderten auf den Spuren der Fürsten zu Wied. privat

Bad Breisig. Auf dem Programm für die aktiven Wanderer des Eifelvereins Bad Breisig e.V. stand am Sonntag, 13. April: „Nun geht es über eine Wanderstrecke von zehn Kilometern an die schöne Wied auf die andere Rheinseite - über die Höhen von Neuwied auf den Spuren der Fürsten zu Wied und einem Stück rechtsrheinischen Rheinsteig“.

Erleben und bestaunen

Um 9.30 Uhr trafen sich die Aktiven in Bad Breisig zu einer Wanderung der besonderen Art. Ziel war es, einen Teil des Rheinsteiges, ein UNESCO Welt-Kultur-Erbe, zu erleben und Kultur zu bestaunen: eine Burgruine in Altwied, erbaut in den Anfängen des 12. Jahrhunderts, die um 16-Hundert aber wieder verlassen wurde. Dann wurden leider wie zu der damaliger Zeit üblich, die Steine abgebaut und teilweise zum Bau von Kirchen und Klöstern verwendet. Es ging zunächst mit dem Auto los nach Altwied zu einem Wander-Rundweg auf der rechtsrheinischen Seite des Rheins über Neuwied zu dem Ortsteil Altwied. In einer Schleife der schönen Wied, ein Zufluss zum Rhein, liegt tief eingebettet der kleine Ortsteil Altwied.

Mächtig erhebt sich die Ruine über dem Ortskern

Diese Burg war der historische Stammsitz der Grafen zu Wied, erbaut von Metfried Graf im Engersgau als Mittelpunkt seiner Grundherrschaft. Der Bergfried ist der älteste Teil der Burg Altwied mit einem Grundriss von 16 mal sieben Metern; der erhaltene Rest hat eine stolze Höhe von 16 Metern und der Burgkomplex eine Länge von rund 200 Metern. Er weist einen gepflastertem Innenhof auf mit einem Brunnen und hat ein nach Süden ausgerichtetes Frauenhaus aus dem Jahre 1622. Des Weiteren sind noch Gebäudereste eines achtseitigen Turmes, einer Burgkapelle von 1259 und einer nördlicher Ringmauer mit Befestigungswall von etwa 500 Metern Länge und fünf Metern Höhe sowie von vier quadratischen Türmen und Tortürmen zu sehen. Vom Haupttor im Osten sind heute noch wesentliche Teile erhalten, die den Ortsteil von Altwied prägen. Dort angekommen, ging die Wanderung über eine Brücke auf die andere Seite der Wied über einen steilen Serpentinenweg über etwa fünf Kilometer stetig hinauf in Richtung Laubachsmühle bis zum Luftkurort Ehlscheid. Zu einer Mittagsrast wurde dort eingekehrt. Im Kurpark von Ehlscheid ist eine sogenannte Kaisereiche zu bestaunen, die im Jahre 1871 zu Ehren des damaligen Kaisers gepflanzt wurde. Vom Luftkurort Ehlscheid ist heute leider nicht mehr viel übrig geblieben - fast keine Hotels und nur noch ein Café-Restaurant ist noch geöffnet. Doch viele beschriftete Wanderwege führen noch immer von dort durch die herrliche schöne Landschaft mit Wald und Wiesen. So lohnt es sich immer noch, diese zu erwandern.

Eldorado der Wasservögel

Nach der gemütlichen Mittagspause führte die Rückwanderung über einen leichten Weg abwärts an der gestauten Wied entlang, ein Eldorado für viele Wasservögel. Eine fast sumpfartige Landschaft und mit breiten Wasserarmen der Wied erfreute das Auge. So ging es dann zurück zum Parkplatz, der über eine neue Holzbrücke erreicht wurde. Nach zehn Kilometern Rundwanderweg, sehr interessant und besonders beeindruckend durch die mächtige Burgruine Altwied, mit viel Kultur bereichert, endete die Sonntagwanderung ganz entspannt für die Aktiven des Eifelverein Bad Breisig bei herrlichem Sonnenschein.

Die aktiven Wanderer des Eifelvereins Bad Breisig e.V. wanderten auf den Spuren der Fürsten zu Wied. Foto: privat

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  • Nadja : Ganz einfach, sowas muss garnicht beschrieben werden wenn diese Daten vorliegen. Da kein Fremdverschulden vorliegt sollte man so sensible sein und hinterfragen ob es vielleicht Suizid war wegen genau so was ! Passiert leider garnicht so selten.
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