Lokalsport | 19.01.2015

SpVgg 04/13 Burgbrohl

Stefan Nechita Rheinlandmeister über 400m

Burgbrohler Leichtathleten überzeugten auch in der Halle

Die strahlenden Burgbrohler Athleten (v.l.) Burak Yilmaz, Rheinlandmeister Stefan Nechita, Simon und Sarah Gilles, Zoë Krischer und Laura Herzmann.privat

Burgbrohl. Fünf Athleten reisten zu den Rheinland- und Rheinland-Pfalz-Hallenmeisterschaften der U18 nach Ludwigshafen, um ihre Freude am Laufen auch im Winter ausleben zu können. In Ludwigshafen gibt es eine 200-m-Rundbahn in einer großen Halle, in der die Veranstaltung stattfand. Da für die Burgbrohler die Freiluftsaison die Zeit ist, für der sie Spitzenleistungen anstreben, hatten sich die Athleten für die Wintermeisterschaft nicht vorbereitet, lediglich in den letzten Tagen vor dem Wochenende nicht mehr so hart trainiert. Dennoch durften sich alle Burgbrohler Sportler über gute uns sehr gute Erfolge freuen.

Sprinter Burak Yilmaz im Pech

Angefangen hat Burak Yilmaz, der die 60 m Hürdenstrecke angegangen ist. Nach einem, wie von Yilmaz gewohnten blitzschnellen Start und einer hervorragenden ersten Hürde, landete er hinter Hürde Nr. 2 eine Handbreit zu spät auf der Bahn und blieb in der Folge an der dritten Hürde leicht hängen, sodass der im Hürdensprint so wichtige Rhythmus nicht mehr eingehalten werden konnte. Dadurch blieb er weit hinter seinen Möglichkeiten und war im Ziel nur drittbester Rheinländer.

Im 60-m-Flachsprint wollte Yilmaz dann wieder auftrumpfen, doch nach einem Fehlstart war das Rennen für ihn aus. Dabei ist er von den erfolgreichen Burgbrohlern Sprintern über 60 m der Beste. Seine Vereinskameraden Simon Gilles und Stefan Nechita starteten sauber und blieben mit 7,93 Sek. bzw. 7,70 Sek. im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Leider fehlten Nechita zwei hundertstel Sekunden, um in die nächste Runde im großen Starterfeld zu kommen. Dafür aber hat er die Qualifikationsnorm für die Westdeutschen Meisterschaften unterboten.

Stefan Nechita und Simon Gilles gut in Form

Beide durften dann eine Stunde später schon wieder zum Sprint antreten, diesmal über zwei 200 m Runden. Schon als Schüler hatten beide 2014 sich an der Strecke versucht und wussten, welche Anstrengung es bedeutet, einen 400 m Lauf bis zum Ende durchzusprinten. Simon Gilles schaffte es dann, seine Freiluftzeit zu unterbieten, was durch die engeren Kurven der Halle bedingt, auf jeden Fall als deutlicher Leistungsfortschritt zu werten ist. Stefan Nechita ging das Rennen sehr schnell an, sodass Trainer und Vereinskameraden schon bangten, ob er zu früh sauer laufen würde. Aber er konnte das hohe Tempo fast bis ins Ziel halten und wurde mit 55,73 Sek. Rheinlandmeister. Der Erfolg des Niederzissener ist umso beachtlicher, weil erst vor fünf Monaten in Leichtathletik ist. Aber er profitiert jetzt noch davon, dass er vorher einen außergewöhnlich guten Fußballtrainer hatte, der immer auch ein Augenmerk auf die athletische Ausbildung seiner Spieler hat.

Laura Herzmann ordentliches Debüt im Langsprint

Dritte im Bunde der Langsprinter war Laura Herzmann aus Koblenz. Es war ihr erster Start im Burgbrohler Trikot. Nach einer guten 300-m-Zeit in 2014 wollte sie über 400 m einen Testlauf absolvieren. Nach gelaufenen 200 m waren ihre Vereinskameraden und ihr Trainer begeistert, aber auf der zweiten Hälfte, besonders aber auf den letzten hundert Metern versagte dann doch die Kraft in den Beinen, um das flotte Tempo durchzuhalten. Als jüngste Starterin im Feld wurde sie Fünfte im Rheinland in 67,03 Sek. Ein ordentliches Debüt über die schwerste der leichtathletischen Strecken.

Der Zeitplan sah den 200 m Lauf nach dem 400er vor. Am Start waren Nechita, Yilmaz und Herzmann. Trotz der schweren Beine vom Lauf zuvor musste sich Daniel Nechita mit 25,11 Sek. nur zwei anderen Rheinländern geschlagen geben, gefolgt von seinem Vereinskameraden Burak Yilmaz in 25,78 Sek. Laura Herzmann hatte noch weniger Zeit sich vom 400-m-Lauf zu erholen und lief 30,11 Sek. Das kann sie ausgeruht sicher deutlich besser, denn allein ihre 200 m Zwischenzeit vom 400-m-Lauf war fast so schnell wie diese Endzeit.

Zoë Krischer über 1500 m erfolgreich

Zoë Krischer war im letzten Jahr durch Ihre Goldmedaille bei der Deutschen Jugendmeisterschaft im Gehen sehr erfolgreich. Sie wollte nach längerer Abstinenz von Laufwettkämpfen in Ludwigshafen jedoch noch einmal zeigen, was sie im Laufen noch kann. 1500 m standen für sie auf dem Programm. Im Vorjahr war die Siegerzeit der U18 5:35 Min. Es war klar: Das konnte sie allemal unterbieten, es war aber auch klar, dass es in diesem Jahr ein flottes Rennen geben würde. Zum Wiedereinstieg wollte Krischer ein gleichmäßiges Rennen laufen. Das gelang ihr auch bestens über alle 7 ½ Runden. Ihre Endzeit betrug 5:12,45 Min. Sie wurde damit Rheinland-Vizemeisterin und hat nun auch eine gute Basis für den im Sommer angestrebten Erfolg im Hindernislauf über die gleiche Distanz.

Sarah Gilles erstmals über 300 m

Sarah Gilles trat über 300 m und im Kugelstoßen an. In dem Alter gibt es noch keine Rheinland-Hallenmeisterschaft. Im Kugelstoß konnte sie ihre Form bestätigen, über 300 m war es Neuland für sie. Obwohl der Langsprint von den Athleten viel abverlangt, kam sie ohne sichtliche Erschöpfung in guten 46,64 Sek. ins Ziel.

Abteilungsleiter Peter Rübenach, die nicht angereisten Eltern haben alle Ergebnisse daheim live im Internet verfolgt. Die von Rübenach vorgegebene Punktzahl in der Vereinswertung übertrafen die Jugendlichen um mehr als das Doppelte. Noch nie waren die Burgbrohler schon im Winter so erfolgreich wie nun in Ludwigshafen.

Stefan Nechita (l.) und Simon Gilles freuen sich riesig über Platz 1 und 2 und versuchen das Logo der Burgbrohler Leichtathlet zu imitieren.privat

Stefan Nechita (l.) und Simon Gilles freuen sich riesig über Platz 1 und 2 und versuchen das Logo der Burgbrohler Leichtathlet zu imitieren.Foto: privat

Die strahlenden Burgbrohler Athleten (v.l.) Burak Yilmaz, Rheinlandmeister Stefan Nechita, Simon und Sarah Gilles, Zoë Krischer und Laura Herzmann.Foto: privat

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