Tischtennis Regionstag:
TT-Sportler mit Versammlung zu Gast in Kehrig
Vierer-Mannschaften oder Sechser-Team sorgten für Diskussionen
Ahrweiler/Mayen. In Gasthaus Martini-Pörsch fand der gut besuchte Tischtennis Regionstag statt. 33 der insgesamt 50 in der Region organisierten Vereine hatten ihre Vertreter entsandt.
Ehrengäste waren der stellvertretend Ortsbürgermeister Fred Martini, der Chef des ausrichtenden TuS Kehrig Bernd Fuhrmann und TTVR-Präsident Dieter Angst (Cochem).
Der Saal des Gasthauses in Kehrig erwies sich als idealer Versammlungsort. Zumal die Helfer der Tischtennisabteilung des TuS Kehrig um Karl-Heinz Martini beste organisatorische Vorarbeit geleistet hatten.
Im Mittelpunkt der Versammlung standen einer mehr die Ehrungen der Meister und Pokalsieger und natürlich auch die Verleihung der Leistungspokale in Nachwuchsbereich. Stichwort Nachwuchs: Mit 74 gemeldeten Mannschaften im Jugendbereich weist die Region Ahrweiler/Mayen-Cochem, die Höchstquote im gesamten Verbandsgebiet des Tischtennisverbandes Rheinland auf. Allerdings bleibt die Region auch nicht vor kleinen Rückschlägen verschont. Es sind fünf Jugendteams weniger als im Vorjahr.
In seinem schriftlichen Jahresbericht hatte Regionschef Ingo Terschanski (Sinzig) hervorgehoben, dass die Vereine aus der Region in diesem Jahr enorme sportliche Erfolge zu verbuchen hatten. „Die Frauen des TuS/PSV Bad Neuenahr-Ahrweiler spielten sich in der Oberliga auf Rang zwei vor, nahmen gar an der Relegation für den Aufstieg in die Regionalliga teil. Eine grandiose Saison lieferten auch die Männer der Eintracht aus Mendig ab. Platz eins in der Rheinlandliga bedeute die Meisterschaft und den Aufstieg in die neue Verbandsoberliga. In der Aufstiegsrunde, die in Mendig stattfand, verpasste das Team den direkten Aufstieg in die Oberliga ganz knapp. Mit der DJK Ochtendung (Platz drei in der Rheinlandliga) schaffte dafür auch der Lokalrivale den Sprung in die neue Verbandsoberliga. Das Männerteam des TuS/PSV Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde Meister der 2. Rheinlandliga und spielt in der kommenden Saison in der 1. Rheinlandliga. In der Bezirksliga wurde die TTG Kottenheim-Bell Meister und steig in die 2. Rheinlandliga auf. Dies schaffte in der Relegation auch die Überraschungsmannschaft des TuS Kehrig. Die Reserve von Eintracht Mendig sicherte sich die Meisterschaft in der 2. Bezirksliga. Sie spielt ebenso wie die SG Sinzig Ehlingen - Aufstieg über die Relegation - in der kommenden Saison in der Bezirksliga. Und in Mendig, Kehrig und Ochtendung gibt es für Tischtennis einen richtigen Zuschauerboom. Eine ungewohnte aber sehr erfreuliche Entwicklung“, zog Terschanski eine sportliche extrem positive Bilanz.
Ohne große Probleme und dank viel Computereinsatz in der Vorbereitung konnten die Tischtennisspieler fast schon nebenher die Klasseneinteilung für den Frauen- und den Männerbereich erledigen. Auch die Jahresberichte lagen durchweg schriftlich vor und erlebten nur wenig Diskussionsbedarf. Schulsportbeauftragter Hans-Peter Führer appellierte an die Vereine die Zusammenarbeit mit den Schulen zu suchen, um die Nachwuchswerbung zu intensivieren.
Delegierten für den Verbandstag 2014 wurden gewählt
Mit langem Vorlauf gewählt wurden auch schon die Delegierten für den am 27. Juni in Koblenz stattfindenden Verbandstag des Jahres 2014. Bernd Linnarz, Günter Lung, René Dietrich, Karl-Heinz Martini, Helmut Johann Stefan Hilger, Wolfgang Poppelreuter Andreas Ueberbach, Christoph Adams, Claudia Gieler, Verena Buchhold und Stefanie Klein werden die Region vertreten.
Einführung von Vierer-Mannschaften wurde abgelehnt
Ein Antrag der SG Bad Breisig sorgte für die hefige Belebung einer seit Jahrzehnten geführten Grundsatzdiskussion. Die Breisiger hatten die Einführung von Vierer-Mannschaften bis zur 1. Kreisklasse gefordert. Obwohl sich der Antrag formaljuristisch auf dünnem Eis bewegt, im Vorjahr hatte es völlig gegenteilige Beschlüsse mit Kompetenzzuweisung an den Regionsvorstand gegeben, ließ der Vorstand Diskussion und Abstimmung zu. Im Wesentlichen wurden seit Jahrzehnten bekannte Argumente ausgetauscht. Während die kleineren Vereine eine solche Viererlösung bevorzugen, gab es ein klares Nein von den Großvereinen. „Das erhöht die Zahl unserer Mannschaft und bedeutet organisatorisch den Kollaps“, so Karl-Heinz Mombauer von TTC Karla. Zum Hintergrund die Grafschafter schicken ebenso wie die SG Sinzig Ehlingen gleich acht Herrenmannschaften in die Meisterschaftsspiele. Ein Anwachsen auf 10 oder gar 12 Mannschaften würde bei beiden Vereinen wohl die Hallenkapazitäten sprengen. Zumal Sinzig/Ehlingen noch über acht Nachwuchs-Mannschaften verfügt und der TTC Karla über deren Sechs. Mit klarer Mehrheit, es gab 41 Ja-Stimmen bei 136 Gesamtstimmen wurde der Antrag abgelehnt. Das Thema dürfte aber noch nicht vom Tisch sein. „Wir wissen jetzt, wie wir den Antrag auch formaljuristisch korrekt stellen müssen“, heiß es nicht nur vonseiten der SG Bad Breisig.
