Aktionstag in der kath. Kindertagesstätte St.Barbara Weibern
„Teddybär - Krankenhaus“
Weibern. Kann „Krankenhaus erleben“ Spaß machen? Im Ernstfall wohl eher nicht. Im Gegenteil, meist sind gemischte Gefühle und Ängste mit im Spiel, besonders dann, wenn es sich dabei um Kinder-Patienten handelt. Die Idee, solche Ängste abzubauen und den Ablauf in einem Krankenhaus einmal spielerisch darzustellen, war ausschlaggebend für einen ganz besonderen Aktionstag, der in der Kita St. Barbara Weibern stattfand.
Ein siebenköpfiges Team von medizinischem Fachpersonal, darunter auch ein Elternpaar und eine Mutter zweier Kindergartenkinder, die im Vorfeld schon die Initiative dazu übernommen hatten, stattete dem Kindergarten einen überaus spannenden Besuch ab. Zum Fachpersonal gehörten eine PTA, ein Krankenpfleger und fünf Krankenschwestern, wovon drei im Klinikum Kemperhof in Koblenz beschäftigt sind, die von dort auch einiges an medizinischem Anschauungsmaterial mit im Gepäck hatten. Auch die ortsansässige Barbara-Apotheke unterstützte diesen Aktionstag mit diversen Artikeln aus ihrem Sortiment. Unter dem Motto „Teddybär-Krankenhaus“ war der Turnraum in fünf verschiedene „Behandlungsbereiche“ eingeteilt. Jedes Kind hatte von Zuhause einen erkrankten oder verletzten Spielzeug-Patienten mitgebracht, mit dem er die verschiedenen Stationen durchlaufen konnte.
Hierbei war aktives Mitmachen erwünscht, was die Kinder sofort mit Feuereifer in die Tat umsetzten. Am ersten Tisch war die Aufnahme, wo Personalien und der Grund des Arztbesuchs festgestellt wurde. Natürlich gehörte auch dazu, den verletzten „Spielkameraden“ sorgfältig zu wiegen und auszumessen. An weiteren Behandlungstischen wurde gründlich untersucht, Spritzen verabreicht und mit viel Sorgfalt Pflaster und Verbände angelegt. Sollte es sich um einen vermeintlichen Knochenbruch handeln, musste vorher am Röntgentisch geröntgt werden, um den genauen „Durchblick“ zu bekommen.
Im „Operationssaal“ sorgten zwei OP-Schwestern für Narkose und operative Behandlung, ausgestattet mit kindgemäßen OP-Hauben (mit Teddy-Ohren) und grünem Kittel. Wer wollte, durfte sogar ein entsprechendes „Outfit“ anziehen und später mit nach Hause nehmen. Die Medikamentenausgabe für die Weiterbehandlung des kranken Lieblings fand in der „Krankenhaus-Apotheke“ statt. Hier wurde die richtige Einnahme der Medizin, bestehend aus Traubenzucker und Gummibärchen, und die häusliche Nachsorge besprochen. Abschließend erhielt jedes Kind eine persönliche Tapferkeitsurkunde zur Erinnerung an das „Teddybär-Krankenhaus“.
Aufgrund der guten Vorbereitung und der einfühlsamen und kindgerechten Durchführung war der Aktionstag ein voller Erfolg, der den Kindern überaus Spaß machte. Und er wird mit Sicherheit das Ziel erreicht haben, im Ernstfalle etwas angstfreier den Aufenthalt in einem Krankenhaus zu erleben. Ein großes Lob an das „Krankenhaus-Team“, das den Kindern diesen tollen Mitmach-Vormittag ermöglichte und sogar noch einen persönlichen Urlaubstag dafür einsetzte.
Die Kindergartenkinder lernten dabei viele Dinge im Umgang mit den Patienten. Fotos: Privat
