Lokalsport | 18.08.2014

Radsportfreunde Brohltal

Tief „Ursula“ schreckt Radsportler

Brohltal-RTF blieb bei den Teilnehmerzahlen hinter den Erwartungen zurück - Großes Lob für Organisation

Auch wenn die Teilnehmerzahlen nicht ganz zufriedenstellend waren, war die Veranstaltung insgesamt sehr gelungen. privat

Burgbrohl. Die Schlagzeile „Tief ‚Ursula‘ bringt Schauer, Gewitter und Unwetter“, wie es am Freitag in der Zeitung stand, hatte ihre Wirkung nicht verfehlt. Denn ein schleppender Beginn ließ die Helferschar bei der diesjährigen Rhodius-Brohltal-RTF bereits früh ahnen, dass man an diesem Sonntag den schlechten Wettervorhersagen einmal mehr Tribut zollen musste. Mit 243 Teilnehmern blieb man in diesem Jahr zwar weit unter den Zahlen von 400 und mehr Teilnehmern aus den Vorjahren, doch Kommentare wie „Super Strecke, tolle Verpflegung - komme auf jeden Fall wieder“ ließen bei Liane Göbel, Vorsitzende der Radsportfreunde Brohltal, und ihrem Team wieder Freude aufkommen, denn gegen schlechte Wettervorhersagen ist man einfach nicht gefeit.

Dabei zeigte sich die Eifel am vergangenen Sonntag bei der inzwischen 34. Auflage dieser beliebten Radsportveranstaltung im August ganz und gar nicht von ihrer rauen Seite. Gerne nutzten daher die ersten der radsportbegeisterten Teilnehmer die unerwarteten Sonnenstrahlen für sich, um mit ihrem Gefährt eine Runde durch den Vulkanpark Brohltal/Laacher See und die angrenzenden Berge und Täler der Osteifel zu drehen. Neben reinen Tourenfahrern aus den verschiedenen Radsportvereinen, die auf der Jagd nach Wertungspunkten traditionell immer noch die RTF-Szene stark beherrschen, fanden aber auch eine ganze Reihe von Trimmfahrern den Weg zur Rhodius-Brohltal-RTF. Mit 67 Personen stellte diese Gruppe auch in Burgbrohl etwa ein Viertel der Teilnehmer, die an diesem Tag eine der verschiedenen Strecken über 45, 75, 111 und 150 Kilometer unter die Räder nahmen. Kleiner war diesmal allerdings die Gruppe von weiblichen Radsportlern mit ganzen 27 Teilnehmerinnen sowie die der Schüler mit sechs Teilnehmern. Wie früh und wie lange man am Radfahren Spaß haben kann, konnte man leicht am Alter der Teilnehmer ablesen, das an diesem Tag immerhin von zwölf bis 82 Jahre ging. Neben den Gästen aus dem Nahbereich war auch in diesem Jahr unter den Teilnehmern wieder eine größere Anzahl von Radsportlern, die aus dem Köln-Düsseldorfer Raum oder sogar aus der Nähe von Detmold anreist waren, um den Vulkanpark Brohltal/Laacher See einmal vom Fahrrad aus kennenzulernen. Ganz besonders freute man sich über eine große Gruppe vom RTC Weilerswist, der seine Vereinstour in diesem Jahr ins Brohltal gelegt und die weite Tour natürlich mit dem Rad zurückgelegt hatte.Wer in Burgbrohl startete, konnte zunächst einmal sein Gefährt rollen lassen. Denn zum Rhein hinab lief es fast von selbst, ehe dann aber ab Rheineck das Vinxtbachtal mit einem langen Anstieg zur Ramersbacher Höhe für die ersten Schweißperlen sorgte. Doch oben angekommen wurden die Teilnehmer für ihre Mühen reichlich belohnt, bot sich ihnen bei klaren Wetter doch an diesem Tag ein Panoramablick über Eifel und Westerwald. Wegen des ungewissen Wetters hatte man die Verpflegungskontrolle in diesem Jahr vorsorglich nach Ramersbach verlegt, wo die Teilnehmern dann nach knapp 30 Kilometern von einem Helferteam zum ersten Mal versorgt wurden.

Bei angenehmen Temperaturen nutzten an diesem Tag nur wenige die erste Streckenteilung, um über die kleine 45-Kilometer-Route nach Burgbrohl zurückzukehren. Stattdessen fuhren sie von Ramersbach weiter in das wunderschöne Kesselinger Tal, wo bei Heckenbach die nächste Möglichkeit bestand, in Richtung Kempenich die 75-Kilometer-Variante zu nehmen. Für die übrigen Teilnehmer galt es, durch das ebenfalls sehr reizvolle Weidental sich langsam dem höchsten Punkt der Tour an der Hohen Acht zu nähern. Schnell ließ man danach die B 412 hinter sich und rollte über Siebenbach zur nächsten Verpflegungskontrolle in Acht. Für alle, die noch tiefer in die Eifel eindringen wollten, hatte man sich eine 40-Kilometer-Schleife durch die Landschaft um Virneburg und Boos sowie das Nitztal ausgedacht, die dann in Siebenbach wieder auf die schon bekannte Route zurückführte. Ein letzter steiler Anstieg von Acht nach Langenfeld erforderte danach noch einmal einige Körner, ehe man auf einer langen Abfahrt über Kirchwald schließlich das Nettetal erreichte. Schloss Bürresheim zur Linken ging es durch das Nettetal der nächsten Verpflegungskontrolle in Weibern entgegen, wo man sich dann zum letzten Mal stärken konnte. Das letzte Teilstück der Tour führte dann zunächst durch den Wehrer Kessel, worauf man noch einen kleinen Schwenk zum Laacher See eingebaut hatte. Bis zur Gleeser Höhe musste man sich noch mal etwas anstrengen, ehe man in schneller Fahrt von dort zum Ziel in Burgbrohl rollen konnte. Ein großes Lob zollten die Teilnehmer wieder den Versorgungsteams, die neben den Getränken auch bei den Speisen wieder mit allerlei Leckereien aufwarteten. Aber auch bei der Ausschilderung der Strecke erhielten die Radsportfreunde Brohltal wieder viel Lob. Natürlich ließ man es auf dem Schulhof der Grundschule Burgbrohl auch am Angebot von Speisen und Getränken nicht fehlen, wo sich die Teilnehmer nach der Rückkehr wieder stärken konnten. Ganz besonders freute sich Liane Göbel, Vorsitzende der Radsportfreunde Brohltal, darüber, dass sie in diesem Jahr auch den ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Brohltal, Richard Keuler, auf dem Platz begrüßen konnte. Zum Schluss bedankte sie sich auch bei allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz am Platz und auf der Strecke. Auch im nächsten Jahr möchte man wieder mit der 13. Rhodius-Brohltal-CTF im April und der 35. Brohltal-Radtouristikfahrt im August zwei Veranstaltungen anbieten.

Auch wenn die Teilnehmerzahlen nicht ganz zufriedenstellend waren, war die Veranstaltung insgesamt sehr gelungen. Foto: privat

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