Allgemeine Berichte | 10.06.2014

Ausstellung künstlerischer Fotoarbeiten von Walter Buhr in Bad Breisig

Tolle Charakterköpfe in schwarz/weiß

Tolle Charakterköpfe in schwarz/weiß

Bad Breisig. So schön kann in Fotos der Verzicht auf Farbe sein. Walter Buhr beweist es in der überaus gut besuchten Vernissage seiner Schwarz-Weiß - Portraits im Rheinhotel „Vier Jahreszeiten.“ Wir erfahren: Im Alter von vier Jahren nutzte der heute 65-jährige Walter Buhr erstmals den Auslöser eines damals noch einfachen Fotoapparats. Das „Knipsen“ ließ ihn sein Leben lang nicht mehr los. Zunächst waren es Schnappschüsse von Urlaubsreisen, dann aber auch Beobachtungen aus der Natur und der Umwelt, Stillleben etwa. Typisch für die Zielstrebigkeit des Walter Buhr: Er begann Ansprüche an die Ergebnisse seiner fotografischen Dokumentation zu stellen. Soweit es ihm seine berufliche Karriere erlaubte, begann er das Fotografieren aus künstlerischer Perspektive zu betrachten. „Ganz nebenbei“ machte er eine Berufsausbildung in Wasser- und Wärmetechnik und baute schließlich ein leistungsfähiges Unternehmen dieses Genres in der Quellenstadt auf. Aber Haus - Installation und Reparaturen waren nicht das Ziel seines künstlerischen Traums. Walter Buhr machte sich auf den Weg, neben der beruflichen Beanspruchung die Ergebnisse seines Fotografierens mit der inzwischen digitalen Kamera zu verbessern. Die Nachbearbeitung der Aufnahmen in Zusammenarbeit mit professionellen Labors brachten ihn der künstlerisch ambitionierten Fotografie näher. Schließlich erfasste den ehemaligen „Knipser“ die Freude an der Portrait-Fotografie. In seinem kleinen Atelier lichtete er eine Auswahl markanter Köpfe von Zeitgenossen ab. Mit wohl dosierter Lichtquelle - natürlich ohne Blitz. Gefühlvoll ausgeleuchtet, perfekt belichtet, dann künstlerisch nachbearbeitet, zwar in Farbe fotografiert, dann in Schwarz-Weiß kopiert - bald ergab sich daraus eine Serie höchst beachtenswerter Portraits, die Walter Buhr jetzt der Öffentlichkeit präsentierte. Der Betrachter hat den Eindruck, jeder der markanten Köpfe, mal jugendlich, mal von den Schrillen des Alterns gezeichnet, alle in Schwarz - Weiß erzählen eine Geschichte, der Ausdruck in den Gesichtern der portraitierten Menschen unterschiedlichsten Alters sagt etwas über Typ und Werdegang des Menschen aus. „Jede Falte im Gesicht eines Menschen ist Erinnerung“, sagt uns der Künstler. Laudator der Vernissage war Bürgermeister Bernd Weidenbach, der in seiner Betrachtung die Arbeit von Walter Buhr würdigte. Er sah dessen Arbeit so: „Hinter seinen Fotos steckt Charakter, Können, Leidenschaft und Fachwissen.“ Typisch sei für den Protagonisten, dass er keine professionellen Topmodels, sondern Leute aus dem Alltag portraitiere und damit auf Oberflächlichkeit verzichte. „Die Gesichter in seinen Fotoarbeiten zeigen vielfältig Ausdruck, lassen in das Innere des Menschen blicken, lassen auf den Charakter, die Vita, die Gefühle des Abgelichteten schließen. Buhr macht mit seinen Fotos etwas sichtbar, was uns sonst verborgen bliebe, denn sein Fotografieren ist mehr, als nur ein ‚auf den Auslöser drücken‘.“ Nach der ebenfalls mit viel Bewunderung die Foto-Arbeiten betrachtenden Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch griff auch Brunnenkönigin Maren I. in ihrer selbstsicheren Art das Thema „künstlerisches Portraitieren“ auf und gratulierte dem Künstler zu dem hier vorgezeigten Ergebnis. Viele weitere Bewunderer der künstlerischen Ambitionen des in der Region höchst erfolgreichen Firmenchefs für Wasser- und Heizungs-Installation, jetzt auch im kunstvollen Fotografieren, schlossen sich in einer Gratulationscour den verschiedenen Rednern an. Seinen Handwerks-Betrieb will Walter Buhr übrigens gegen Jahresende abgeben und sich dann eventuell nur noch der künstlerischen Fotografie widmen - als hoffentlich einträgliches Hobby.

Vernissage bei Fotokünstler Buhr, v.l. Bürgermeister Bernd Weidenbach, Brunnenkönigin Maren I., Walter und Karin Buhr.Fotos: -FA-

Die Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch bewunderte die Fotoarbeiten ihres Mitbürgers Walter Buhr. „Von dieser Seite hatte ich ihn bisher nicht wahrgenommen“, gestand sie.

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