Erfolgreiches Liga-Wochenende für Eifeler Luftsportvereine
Traumwetter belohnt Segelflieger
Kreis Ahrweiler. Beste Segelflugbedingungen meldeten die Wetterberichte für die Region Eifel, und die Erwartungen sollten nicht enttäuscht werden! Mit dem Luftsportverein (LSV) Bad Neuenahr-Ahrweiler und der Segelfluggruppe (SFG) Wershofen auf den Plätzen zwei und drei erzielten gleich zwei Eifeler Mannschaften eine Spitzenplatzierung in der dritten Runde der Segelflug-Landesliga.
Den Rundensieg fuhr diesmal der Aero-Club Rhein-Nahe vor dem LSV Bad Neuenahr ein, doch die Tabelle wird weiterhin von den Ahrtalseglern angeführt. Deren Punktebringer war wieder einmal Dr. Jürgen Koch, der die Stärken seiner neuen HpH 304S Shark ausspielte und einen Liga-Schnitt von 104 km/h erflog. Sein 564 Kilometer langer Flug führte ihn bis an die luxemburgische Grenze und nach Nordhessen. Auf 91 km/h kamen die Nachwuchspiloten Lars Schöttler und Christian Mildenberger, die mit dem zweisitzigen DuoDiscus unterwegs waren, 95 km/h erreichte Paul-Justin Schilling auf DG-800B.
Während der LSV seine Schnitte am Samstag machte, flogen die Wershofener Eifeladler ihre Punkte einen Tag später ein. Eine Familienleistung zeigte Martin van der Mühlen mit Vater Bernd im Leistungsdoppelsitzer DG-1000S des Vereins. Ihre Schnittgeschwindigkeit von 96 km/h erzielten sie bei einem 654 Kilometer langen Flug von Wershofen über Aachen, Warburg, Trier und zurück. Über weite Strecken flogen sie im Team mit den Vereinskollegen Robin Ermen und Jürgen Ruland (beide Ventus 2 cM), die nur geringfügig langsamer waren. Diese Leistung brachte den Eifelern Runden- und Tabellenplatz drei ein.
Am Sonntag gab es auch die ersten drei Punkte für den Luftsportverein Mönchsheide (LVM) aus Bad Breisig: Stephen Parker und Co-Pilot Günther Lüdige flogen mit einer Stemme S10 über Eifel, Sauerland, Hessisches Bergland und Westerwald eine Strecke von 572 Kilometer und erreichten dabei einen Schnitt von 83 km/h. Vereinskollegin Alice Toups mit Begleiter Theodor Genn (Janus C; 80 km/h) und Daniel Fest (DG-400/17; 55 km/h) vervollständigte das Team und erreichten Platz 10 in der Landesliga.
Überhaupt schien es das Wochenende der Eifeler Segelflieger gewesen zu sein: am Sonntag hatten alleine 13 der 50 größten Flüge ihren Startort in oder am Rande der Eifel, wie auch die Bestmarke, die von Langstrecken-Meister Wilfried Grosskinsky von der Fluggemeinschaft Dahlemer Binz gesetzt wurde, oder Neuenahrs Wunderwaffe Jürgen Koch mit dem drittgrößten Flug in Deutschland. Mit dem LSV Neumagen-Dhron (5.), dem SFV Südeifel (6.), dem AeC Trier & Konz (7.), dem SFV Vulkaneifel (8.) und dem AeC Koblenz (8.) dominierten in dieser Runde weitere Vereine aus der Eifel und von der Mosel die Wertung der Landesliga Rheinland-Pfalz.
Das kommende Liga-Wochenende wird geprägt sein von den Segelflug-Wettbewerben, die auf der Mönchsheide und in Wershofen stattfinden. Sofern das Wetter mitspielt, ist hier sicher wieder mit guten Flügen zu rechnen.
In Formation fliegen die Flugzeuge des LSV Bad Neuenahr über die Eifel. Fotos: Thomas Marr
