Politik | 02.03.2015

Gemeinderat Waldorf beschloss Haushalt 2015

Trotz Minus in den Kassen wird investiert

Waldorf. Auch der Haushalt für das Jahr 2015 der Ortsgemeinde Waldorf kann, wie bei allen anderen Kommunen der Verbandsgemeinde, nicht ausgeglichen werden. Der Ergebnishaushalt sieht auf der Einnahmeseite 775.436 Euro vor, während die Aufwendungen 862.514 Euro betragen. Der Fehlbetrag beläuft sich auf 87.078 Euro. „Im Wesentlichen begründet sich der hohe Fehlbetrag durch die Senkung der Schlüsselzuweisung A von 184.614 Euro in 2014 auf 127.372 Euro, also einer Mindereinnahme von 57.242 Euro. Hier schlagen sich die Auswirkungen eines wirtschaftlich guten Jahres der Ortsgemeinde voll nieder“, erklärte Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten. Das Zahlenwerk sieht fast nur die Pflichtausgaben der Gemeinde vor und lässt keinen Platz für große Investitionen, die nicht auf Grund gesetzlicher Vorgaben vorgeschrieben sind. Die Verbesserung der konjunkturellen Lage und der in den letzten Jahren eingeschlagene Sparwille der Gemeinde reichen nicht aus, die Pflichtausgaben abzudecken. Nach wie vor sind die größten Ausgaben der Gemeinde die Kreisumlage mit 262.768 Euro und die VG-Umlage mit 219.977 Euro. Bei gleich gebliebenen Umlagesätzen bedeutet dies gegenüber dem Vorjahr Reduzierungen über 20.586 Euro. Bei aller Ausnutzung von Sparmöglichkeiten will man seitens der Gemeinde aber auf die Ansätze für die älteren Mitbürger, Kinder und Vereine wie in den Vorjahren nicht verzichten. Die gemeindlichen Einrichtungen wie die Vinxtbachhalle, der Kindergarten, die Kinderspielplätze, die Friedhofshalle, die Straßen und Grünanlagen, der Vinxtbach in der Ortslage und das Sportgelände werden als wichtige Bestandteile der gemeindlichen Infrastruktur angesehen, die auf dem bestehenden hohen Niveau erhalten werden müssten. Trotz allem Sparen will man aber auch im kommenden Jahr notwendige Investitionen tätigen. Auch der Finanzhaushalt schließt in den ordentlichen Einzahlungen mit 717.122 Euro und in den ordentlichen Auszahlungen mit 743.260 Euro mit einer Unterdeckung in Höhe von 26.138 Euro ab. Die Summe der Auszahlungen für Investitionstätigkeit sind im Haushaltsjahr 2015 mit 158.500 Euro aufgeführt.

An Einzahlungen hierfür werden 62.500 Euro erwartet. Durch Rücklagen soll der Restbetrag in Höhe von 96.000 Euro aufgefangen werden. Eine erneute Kreditaufnahme zur Bewältigung der Kosten ist nicht erforderlich. Den größten Brocken bei den Investitionen stellen dabei der geplante Bau eines Unterstellschuppens für die Ortsgemeinde (33.200 Euro), die Sanierung einer Stützmauer (28.000 Euro) und die Sanierung des Ballspielfeldes in den Gärten (60.000 Euro dar), wofür insgesamt mit Einnahmen in Höhe von 62.500 Euro gerechnet wird. Weitere 7.000 Euro werden für Maßnahmen auf den Kinderspielplätzen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht veranschlagt. Für die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf eine kostengünstige LED-Beleuchtung werden ebenfalls 26.500 Euro veranschlagt.

Teil des kulturellen Lebens

Keinen Anlass zum Jubeln sah auch CDU-Fraktionssprecher Werner Krupp, der allerdings in der Entwicklung der freien Finanzspitze für die Ortsgemeinde Waldorf „die Talsohle durchschritten“ und eine Entspannung sah, die zu der Hoffnung Anlass gab, in den kommenden Jahren auch tatsächlich wieder über eine positive freie Finanzspitze verfügen zu können. Auch er bemängelte, wie zuvor Ortsbürgermeister Felten, den fehlenden Handlungsspielraum des Rates, der ohne Zutun der Gemeinde entstehe. Krupp befürwortete bei allen Sparbemühungen der Gemeinde das Festhalten an den Ausgaben im kulturellen Bereich für die Jugend- und Seniorenarbeit sowie zur Unterstützung der Vereinstätigkeiten.

Gerade diese Bereiche würden einen wesentlichen Teil des kulturellen Lebens der Gemeinde darstellen, auf die die Gemeinde im Interesse der Allgemeinheit nicht verzichten will und darf, bemerkte der Fraktionssprecher. Bei den vorgesehenen Investitionen sah auch er Handlungsbedarf, da sie im Wesentlichen auf die Werterhaltung und Sanierung bestehender kommunaler Werte sowie kleinerer Neuanlagen ausgerichtet seien und der Fortentwicklung der Gemeinde dienten.

Unisono mit dem Ortsbürgermeister wies Krupp darauf hin, dass man darüber hinaus aber auch künftige Aufgaben, die finanzielle Mittel der Ortsgemeinde erforderten, nicht außer Acht lassen dürfe. Man müsse sowohl die Wohnbauentwicklung wie auch die Interessen der gewerblichen Betriebe in der Gemeinde sorgsam beobachten und rechtzeitig agieren. Auch erinnerte er an Zukunftsprojekte wie den „Vinxtbachtalradweg mit Anbindung an das Brohltal“ und weitere touristische Projekte sowie die Verkehrsproblematik im Ort. Beide dankten dem Rat, der Verwaltung den Gemeindearbeitern sowie den vielen ehrenamtlich tätig gewordenen Bürgern für ihr Engagement im letzten Jahr. Der Gemeinderat stimmte sodann ohne Gegenstimmen dem vorliegenden Haushalt für das Jahr 2015 zu. Am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hingegen will man aber erst im kommenden Jahr wieder teilnehmen, wenn viele der in die Wege geleiteten Maßnahmen fertig gestellt seien.

Appell an die Dorfbevölkerung

Derzeit sah man keine großen Maßnahmen, die man seit der letzten Teilnahme an diesem Wettbewerb den Bewertungskommissionen präsentieren könne. Man appellierte an die Dorfbevölkerung, bei diesen Maßnahmen tatkräftig mitzuwirken, damit man anschließend wieder auf ein gemeinsames Werk stolz sein könne. Ortsbürgermeister Felten teilte weiter mit, dass wieder Fahnen und Banner mit dem Ortswappen von Waldorf bei ihm erhältlich seien.

Aktuelle Termine

Ferner teilte er mit, dass die Eröffnungsveranstaltung zur Inbetriebnahme des Premiumwanderweges „Eifelleiter“ am 19. April in der Vinxtbachhalle in Waldorf stattfinden wird. Die diesjährige Jugendversammlung findet am 11. März statt.

Am gleichen Abend plant man eine Bürgerversammlung zum Thema „Dorffest“. Ferner teilte er mit, dass am Sonntag, 8. März, um 15 Uhr ein „Kennenlernnachmittag“ mit den neuen Mitbewohnern aus Eritrea in der Vinxtbachhalle stattfinden soll.

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Kommentare
05.03.201513:26 Uhr
Anni Nymus

Ich mag garnet wissen, was die grauslige Verstümmelung der Bäume in Waldorf gekostet hat;-)Aber wir hams ja

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