Allgemeine Berichte | 30.08.2014

Das Team „Zweite Schwelle plus“ der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen

Und nach der Lehre geht´s auf die Suche nach einer neuen Stelle

Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen kümmert sich gezielt um junge Menschen, die nach der Ausbildung arbeitslos werden

Sandra Udert (3. von rechts) und ihr Team „Zweite Schwelle plus“. privat

Region. Sie sorgen dafür, dass die Arbeitslosenzahlen in der Gruppe der unter 25-Jährigen alljährlich im Sommer nach oben schnellen: Junge Menschen, die am Ende ihrer Ausbildung plötzlich ohne Job dastehen. Weil der Ausbildungsbetrieb sie doch nicht übernimmt. Oder weil sich das Studium wider Erwarten nicht als Türöffner erweist. Experten sprechen von der „zweiten Schwelle“, wenn sie diese jungen Leute meinen. Denn nach der Ausbildung müssen sie noch einmal in den Beruf einsteigen. Und das fällt nicht jedem leicht. Deshalb gibt es bei der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen seit einem Jahr das Team „Zweite Schwelle plus“, das sich speziell um diese Gruppe kümmert.

Lars Kramer (Name geändert) war glücklich in der kleinen Schreinerei, in der er in den letzten drei Jahren gelernt hat. Die Arbeit machte ihm Spaß, die Kollegen waren nett, der Chef fair. Er war stolz, Teil dieser „Familie“ zu sein. Wäre es nach dem 19-Jährigen gegangen, hätte das Ende seiner Lehrzeit nur wenig an diesem Leben geändert. Zwar hatte sein Chef ihn schon ein halbes Jahr vor der Gesellenprüfung darauf hingewiesen, dass er diesmal wohl keinen Lehrling übernehmen könne.

Aber in letzter Zeit hatten sie ein paar gute Aufträge an Land gezogen und so hatte er gehofft, dass es doch irgendwie weitergehen würde. Außerdem war da der Prüfungsstress - wie sollte er sich ausgerechnet in dieser Zeit um eine neue Stelle kümmern, die er tief in seinem Herzen ohnehin nicht haben wollte? Doch nun, mit dem Gesellenbrief in der Tasche, steht der junge Mann plötzlich ohne Job da. Muss nach geeigneten Betrieben Ausschau halten und Bewerbungen schreiben. Sein Frust ist riesig, und manchmal fragt er sich, wozu das eigentlich alles gut sein soll.

Sandra Udert und ihr Team kennen das. Besonders jetzt im Sommer haben sie täglich mit jungen Leuten wie Lars Kramer zu tun. „Sie haben gehofft, dass sie in ihrem Ausbildungsbetrieb bleiben können, doch dann klappt das nicht und für die jungen Leute bricht nach der Freude über die bestandene Prüfung eine Welt zusammen. Da ist es besonders wichtig, dass wir ihnen schnell eine neue Perspektive verschaffen können, bevor sie in ein richtig tiefes Loch fallen.“ Denn eigentlich sieht die Lage für gut ausgebildete junge Leute gar nicht so schlecht aus.

Auch in der Region suchen Arbeitgeber verstärkt nach qualifizierten Nachwuchskräften. Das Problem liege denn auch eher in der Sichtweise der jungen Leute, meint Udert. „Sie werden aus der ihnen vertrauten Arbeitswelt gerissen und müssen noch einmal von vorn beginnen. Das ist ein Bruch, und so empfinden die meisten es auch.“ Denn selbst wenn die ersten Wochen der Arbeitslosigkeit oft noch als willkommener „Urlaub“ nach der anstrengenden Prüfungsphase betrachtet würden, mache sich schnell Frust breit. „Plötzlich ist die Zukunft wieder ungewiss. Das macht Angst.“

Aber es sind auch die ganz konkreten Schritte, die den jungen Arbeitslosen mitunter große Schwierigkeiten bereiten: Sie tun sich schwer damit, Bewerbungen zu schreiben, potenzielle Arbeitgeber zu ermitteln und Kontakt aufzubauen. Auch hier gibt´s Unterstützung von der Arbeitsagentur. „Außerdem zeigen wir unseren jungen Kunden auch Alternativen auf, wenn es im gelernten Beruf tatsächlich mal nicht auf Anhieb klappt. Und wir gehen bereits im Vorfeld an Berufs- und an Hochschulen. Schließlich ist es am besten, wenn das Kind gar nicht erst in den Brunnen fällt.“ Deshalb versuchen die Vermittler, junge Leute frühzeitig auf mögliche Probleme nach Ausbildungs- und Studienende hinzuweisen.

Dass es für junge Akademiker oft ein genauso großes Problem ist, nach der Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, erstaunt Sandra Udert und ihr Team schon lange nicht mehr. „Tatsächlich hatten sie ja oft noch niemals Kontakt zur Arbeitswelt. Da fällt es manchem ehemaligen Studenten richtig schwer, sich potenziellen Arbeitgebern wirkungsvoll zu verkaufen.“

Möglichst leicht macht es dagegen das Team „Zweite Schwelle plus“ den jungen Leuten, denen sie helfen wollen. Neben dem Bemühen, sich in Lebenswirklichkeit und Sprache ihrer Kunden einzufühlen, sorgen die Agenturmitarbeiter nämlich auch für kurze Wege: Die sieben Vermittlerinnen und Vermittler stehen regelmäßig an allen fünf Standorten der Agentur Koblenz-Mayen für Beratungsgespräche zur Verfügung. Und natürlich konnten sie auch Lars Kramer helfen. Nach zwei Beratungsterminen und vielen nützlichen Tipps hat er schnell eine neue Stelle gefunden. Beim Vorstellungsgespräch hatte er gleich ein gutes Gefühl. Deshalb kann er es auch kaum erwarten, dass es nach der Sommerpause endlich losgeht mit seinem neuen Job.

Kontakt zur Arbeitsagentur:

08 00 - 4 55 55 00 (kostenfrei).

Pressemitteilung der

Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen

Sandra Udert (3. von rechts) und ihr Team „Zweite Schwelle plus“. Foto:

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag Imageanzeige
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Schulze Klima -Image
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Empfohlene Artikel
v.l.n.r.: Christian Luke, Iris Gesell, Sebastián Merino, Anna Evertz, Alicja Sinen
32

Im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung kam am Mittwoch, den 25. März 2026 um 18:00 Uhr der Vorstand des Fördervereins mit interessierten Fördervereinsmitgliedern und der Schulleitung in den Räumlichkeiten der Lindenschule zusammen. Zu Beginn standen die Tagesordnungspunkte „Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr“ und „Bericht des Kassenwartes zur Mitgliederentwicklung und zu den Finanzen“ auf der Agenda.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2256

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Dauerauftrag
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Dauerauftrag 2025
Kleinanzeigen
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Angebotsanzeige (April)
PR-Anzeige
Titelanzeige
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator