Oberlützinger zu Besuch auf der Straußenfarm in Remagen
Viel gesehen und viel erfahren
Oberlützingen. Bis auf den letzten Platz besetzt, fuhren Jung und Alt aus Oberlützingen ins „Straußenparadies Gemarkenhof“ nach Remagen. Organisiert hatte der Halbtagesauflug das Jugend- und Sozialwerk Oberlützingen e.V. Die Ausflügler konnten sich in etwa vorstellen, was sie zu erwarten hatten. Am Ende des Nachmittags wurde es jedoch ein einzigartiges Erlebnis für alle Teilnehmer. Dazu trug auch besonders Ralph Schumacher von der Straußenfarm bei, der seine Infos bei der knapp zweistündigen Führung leicht verständlich, amüsant und manchmal mit einem Augenzwinkern erklärte.
Auf über 250.000 m² leben durchschnittlich 500 Strauße aller Altersstufen. In den einzelnen Herden sind etwa 50 Tiere artgerecht und auf großen Ausläufen untergebracht.
Zum Schutz der Tiere werden die Führungen ausschließlich mit zwei Bimmelbähnchen durchgeführt. Fußgänge durch das riesige Gelände sind nicht erlaubt.
Herzstück der Farm ist ohne Zweifel der Brutraum.
Hier war sogar Tuchfühlung erlaubt, als Herr Schumacher ein mehrere Stunden altes Küken in die Hand nahm, und die Besucher ein paar Streicheleinheiten verteilten. Als er erklärte, welche Mühe ein Küken hat, sich aus dem Ei zu befreien, das es unter Todesangst sich durch die 3mm dicke Eierschale quält, schnappte manch einer vor Mitleid nach Luft.
Auf der Terrasse war für die Ausflügler bereits der Tisch gedeckt. Dass man Straußenfleisch mit Genuss verspeisen kann, davon konnten sich die Gäste nun überzeugen. Kostproben von Straußensteak und Wurst wurden serviert. Und da der Vogel Strauß mehr Federn als Fleisch hat, circa 35 Kilo insgesamt, ist ein Straußenfleischgericht eine wahre Delikatesse.
