VfR Waldorf folgte dem Hilferuf der SG Franken/Königsfeld
Vor den Großen waren die Kleinsten dran
Waldorf. Schmerzhaft sind die Erinnerungen noch an die Absage des Gegners beim eigenen Sportfest, so dass der VfR Waldorf dem Hilferuf der SG Franken/Königsfeld, die ebenfalls einer kurzfristigen Spielabsage ihres Gegners ausgesetzt war, auf jeden Fall nachkommen wollte. Das Wochenende war ursprünglich als spielfrei geplant, so nutzten viele Stammspieler andere Freizeitmöglichkeiten und weilten nicht in Waldorf. Abermals zeigte sich, wie gut sich inzwischen das Verhältnis zu den in Waldorf lebenden Neubürgern aus Eritrea entwickelt hat. Diese brachten sich mit sechs Mann ein.
Das Spiel selbst verlief dann wie erwartet einseitig, der Zwei-Klassen-Unterschied war zu deutlich. Dennoch muss dieser Mix-Mannschaft des VfR ein großes Lob ausgesprochen werden, durch taktischen Rückzug wurden die Räume im Defensivbereich sehr eng gemacht. Ein Durchkommen, durch diesen massiven, aus neun Spielern bestehenden Block war für die SG Franken sehr schwer, aber nicht unmöglich. Sie kombinierten gut, der VfR lauerte auf den ein oder anderen Fehlpass oder auf die eigene Balleroberung, um so mit Nadelstichen zum Erfolg zu kommen. Letztendlich gelang dies jedoch nicht, und so blieb der VfR selbst torlos, während die SG Franken in jeder Halbzeit drei Tore schoss. Am Ende war keiner über das 6:0 traurig.
Auf Vorstandsebene wurde auf die zurückgekehrte und reaktivierte Nähe der drei Vereine an und auf die für die Zukunft der Jugend so wichtige JSG mit Bad Breisig.
Bereits vor den Großen waren die Kleinsten dran. Dietmar Kloke von der DJK lud die Bambinis des VfR zur Revanche ein, die mit Freude nach Franken auf den Rasenplatz kamen. Wie bei den Großen gab es den Einlauf und das Abklatschen vor dem Spiel, danach begannen die dreimal zehn Minuten Spielzeit. Der VfR ging in der zweiten Minute durch Felix Eisenzapf mit 0:1 in Führung, doch die DJK setzte kurz darauf Akzente, lediglich der Pfosten stand dem Ausgleich im Weg.
Gute Ansätze
In der siebten Minute zeichnete sich Basti Nachtsheim aus, sein scharfer Schuss wurde jedoch gehalten. Unhaltbar war sein Schuss aber nach der ersten Pause, der VfR erhöhte auf 0:2, und gleich eine Minute später konnte Joel Tannert das 0:3 erzielen. In dieser Periode gab es auch gute Ansätze in den Reihen des VfR, so konnte sich Juli Nachtsheim immer wieder ins Offensivspiel einbringen, während Samuel Cottin als letzter Mann auf seinem Posten stand. Die DJK drehte dann nochmals auf und erarbeitete sich viele Möglichkeiten, Lean Gerullis, vom Tor aufs Spielfeld gewechselt, vereitelte durch kraftvollen Einsatz einen Gegentreffer. Der VfR hatte auch das notwendige Glück - oder Liam Kröckel, der während dieses Drittels das Tor mit viel Elan hütete, dann aber beim 1:3 und 2:3 machtlos war.
Zahlreiche Prüfungen
Felix Eisenzapf war beim abschließenden Drittel im Tor und bestand die zahlreichen Prüfungen der DJK-Offensive. Vorn hatte der VfR nochmals durch Joel Tannert und Basti Nachtsheim Tormöglichkeiten, letztendlich erzielte die DJK aber zwei Minuten vor Schluss den unhaltbaren und verdienten Ausgleichstreffer zum 3:3.
Wie auch bei den Großen freute sich der jüngste Nachwuchs auf eine kühle Limo nach dem Spiel, alle fühlten sich in Franken gut aufgehoben. Dennoch ist der VfR auf der Suche nach einem Hauptverantwortlichen, der das Training in der nächsten Saison leiten und auf die zugesicherte Unterstützung der Eltern zählen kann. Auch Jugendliche können sich melden.
