Politik | 15.12.2015

130.000 Euro für die Sanierung der Römer-Thermen vorgesehen

Was lange währt, wird gut

CDU-Fraktion stimmt dem Nachtragshaushalt zu

Bad Breisig. Endlich, nach jahrelangen Vorplanungen und Diskussionen, können sich die ersten Früchte des Städtebauförderprogramms „Aktive Stadt“ sehen lassen: Das sind der behindertengerechte Ausbau der Wege im Kurpark mit neuer Beleuchtung und die Neugestaltung der unteren Bachstraße. Jeder, der sich die untere Bachstraße anschaut, kann sich selbst davon überzeugen, dass der Ausbau schön geworden ist: ob die Wasserfontänen und die beleuchtete Abwasserrinne, die an den dort verlaufenden Frankenbach erinnern sollen, oder die Bepflanzungen: dem Bauingenieur Horst Huhmann ist nach Auffassung der CDU-Fraktion ein richtig guter Entwurf und seine Umsetzung gelungen. Ziel des Ausbaus der Bachstraße ist die Modernisierung des Stadtzentrums und die Wiederbelebung des alten Zentrums.

Auch der Kurpark wird wieder mit Leben gefüllt: Die behindertengerechten Rundwege, die neue stimmungsvolle Beleuchtung, die bevorstehende Neugestaltung des Brunnens und der Mehrgenerationenspielplatz steigern erheblich die Attraktivität der „grünen Lunge“. An einem schönen Herbstabend im Kurpark trifft man alle Generationen: Eltern mit ihren kleinen Kindern, die den Spielplatzbereich nutzen, Joggerinnen und Jogger, Spaziergänger, viele Gäste und auch Menschen mit einem Handicap, die jetzt Gelegenheit haben, sich im Kurpark auf den barrierefreien Wegen zu bewegen und das Ambiente am Rhein zu genießen. Die Neugestaltung des Kurparks ist aber erst der Anfang, die Planungen zum Ausbau der touristischen Infrastruktur gehen noch weiter: Mit dem Ausbau der Treppe am Ende der Schwickerath-Allee wird ein Übergang und eine Achse zur Rheinuferpromenade geschaffen, die bis zum Hotel „Vier Jahreszeiten“ sozusagen in einem Guss gestaltet wird.

Geplanter Umbau der Rheinuferpromenade

Auch mit den Plänen zur Rheinuferpromenade hat Horst Huhmann einen tollen Entwurf präsentiert: Mit den bis zu 10 Metern Raumgewinn zum Rhein hin und der Anlage eines zusätzlichen Geh-und Radweges gelingt die Entflechtung von Fußgängern, Radfahrern und zum Teil auch vom Autoverkehr. Und darüber hinaus sieht die gesamte Gestaltung auch noch schön aus und passt, ohne Prunk und Protz, in das mediterrane Flair der Rheinuferpromenade.

Vier Millionen Euro Investitionsvolumen

Im Rahmen des Städtebauförderprogramms werden in den nächsten 10 Jahren rund vier Millionen Euro in die Stadtentwicklung und Infrastruktur von Bad Breisig investiert. Allerdings ist bei diesem Investitionsvolumen ein Eigenanteil von 30% zu finanzieren, die restlichen 70% kommen vom Bund und Land. Jeder investierte Euro aus dem Eigenanteil ist ein kreditfinanzierter Euro. Jeder im Rahmen der aktiven Stadt kreditfinanzierte Euro ist nach Ansicht der CDU-Fraktion ein gut investierter Euro, weil damit Werte für die Zukunft der Stadt geschaffen werden und die Wohn-und Lebensqualität für die nächsten 15 bis 20 Jahren deutlich verbessert wird. Die Stadt Bad Breisig kann sich zwar nicht mit den großen Städten Andernach, Neuwied und Koblenz vergleichen, die spielen in einer anderen Liga. Die CDU Bad Breisig unterstützt aber die touristische Weiterentwicklung der Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten, damit Bad Breisig am dynamischen Wachstum der Region am Rande des Weltkulturerbes „Mittelrheintal“ teilhaben kann.

Hohe Sanierungskosten für die Römer-Thermen

Ein weiterer zentraler Baustein der touristischen Infrastruktur sind die Römer-Thermen. Es war zu lesen, dass die technischen und energetischen Sanierungskosten bei rund 5 Millionen Euro liegen. Das ist ein Betrag, den die Stadt aus eigener Kraft nicht stemmen kann. Die Finanzierung der Sanierungskosten wird die Herausforderung der Zukunft für Bad Breisig sein: Die beiden Bürgermeister arbeiten mit großem Einsatz an Lösungsmodellen, die es der Stadt ermöglichen, die Sanierungskosten zu schultern. Bernd Weidenbach ist gut vernetzt und hat einen Fördertopf des Bundes ausfindig gemacht, der kommunale Infrastrukturprojekte unterstützt. Deshalb hat die Verwaltung bereits die entsprechenden Unterlagen für einen Förderantrag zusammengestellt und eingereicht. Darüber hinaus wurden weitere denkbare Fördermöglichkeiten festgestellt. Dabei geht es um die Nutzung der Wärmeenergie des Thermalwassers und europäische Fördertöpfe. Zusätzlich werden Wirtschaftsprüfer damit beauftragt, die gesamtwirtschaftliche Bedeutung und Belastung der Thermen für den Haushalt der Stadt mit Zahlen zu unterlegen. Daneben soll ermittelt werden, welche Bedeutung die Therme für den Handel, für das Gewerbe und die Arbeitsplätze in der Stadt hat. Für die CDU-Fraktion ist Bad Breisig ohne die Römer-Thermen nicht denkbar. Alle wissen, dass die Zukunft der Hotellerie und Pensionen, der Gastronomie und des Immobilienmarktes wesentlich von der erfolgreichen Weiterentwicklung der Römerthermen abhängt. Auch hier gilt das Interesse der Sicherung von Arbeitsplätzen. Deshalb hat die CDU-Fraktion im Stadtrat dem Nachtragshaushalt zugestimmt, in dem unter anderem für dringend notwendige Direktinvestitionen im Rahmen der Sanierung des Bades 130.000 Euro vorgesehen sind.

Pressemitteilung

der CDU Bad Breisig

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