Multimedia Vortrag am Donnerstag, 13. Juni
„Wasser für Kölle“ - Trinkwasser für CCAA
Niederzissen. Dieses überaus spannende Thema wird der bekannte Vulkanparkführer und Eifelkenner, Walter Müller, am Donnerstag, 13. Juni, 19 Uhr, umfassend in Wort und Bild im Wappensaal des Niederzissener Rathauses vorstellen. Der Multimedia-Vortragmusste aus organisatorischen Gründen um eine Woche vorgezogen werden und findet somit schon am Donnerstag, dem 13. Juni, statt.
Der römische Feldherr Marcus Vipsanius Agrippa siedelte die Ubier von der rechten auf die linke Rheinseite um, gründete das Oppidum Ubiorum und führte dort die römische Lebensweise ein. Um die Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen, entstand in der Folgezeit eine Wasserleitung von Quellen im Vorgebirge in die immer größer werdende Ansiedlung. Für Colonia Claudia Ara Agrippinensium, das römische Köln, musste dann bedeutend mehr Trinkwasser bereitgestellt werden. Es wurde die Entscheidung getroffen, das wohlschmeckende, kalkhaltige Wasser aus der Eifel zum Rhein „fließen“ zu lassen. Damit kam es zum Bau des sogenannten „Römerkanals“.
Die römische Wasserleitung aus der Eifel nach Köln ist mit 95,4 km einer der längsten Aquädukte, der je von den Römern gebaut worden ist. Beim Bau zeigten sie alles, was römische Ingenieure hervorragend beherrschten. Täglich gelangten vom rund 50km Luftlinie entfernt liegenden Gebiet um Nettersheim 20.000 m³ besten Trinkwassers durch Berge und über Täler nach CCAA. Die Betriebszeit ist mit 190 Jahren wissenschaftlich nachgewiesen. Danach verfiel die Anlage und sie erlitt das gleiche Schicksal wie viele Eifelburgen, sie wurde zum Steinbruch. Mittelalterliche Baumeister verwendeten das antike Baumaterial ein zweites Mal. Heute noch, nach fast zweitausend Jahren, sind vom Römerkanal beachtliche Überreste erhalten, die vom großartigen technischen Können der Römer zeugen. In gewohnt unterhaltsamer Weise wird Walter Müller die Zuhörer an diesem Abend entlang des Römerkanal-Wanderwegs vom „Grünen Pütz“ bis zu einem Pfeilerrest in der Berrenrather Straße führen. Der Vortrag ist kostenfrei. Weitere Informationen gibt’s bei der Tourist-Information Brohltal unter Tel.: (0 26 36) 19 433.
Pressemitteilung
Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal
