Allgemeine Berichte | 16.08.2026, 22:55 Uhr

Weinbau Nahe erleben

Weinbau-Bruderschaft Bad Breisig besucht Weingüter in Ebernburg an der Nahe

Weinprobe im „Weinhaus Jung“
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Ihr alljährliches Weinseminar führte einige Mitglieder der Weinbau-Bruderschaft Bad Breisig vom 7.-9. August an die Nahe, genauer nach Ebernburg einem Ortsteil von Bad Münster am Stein. Vom Hotel „Burg-Blick“ erreichten wir unser erstes Ziel das „Weinhaus Jung“ bequem. Angela Jung bot eine breite Auswahl von für die Nahe typischen Weinen zur Probe an, unter anderem Riesling, Rotling, Weiß-, Grau- und Spätburgunder, informierte über Geschmacksnoten und ihre Entstehung. Sie erklärte, dass sie als Weinhaus Fassweine von bekannten Winzern auswählen, Qualität und Geschmack bestimmen und zahlreiche Kunden betreuen.

Bei einer Planwagenfahrt am nächsten Tag bekamen wir Einblick in ein Spezifkum des rund 4200 ha umfassenden Weinbaugebietes Nahe und zwar die sehr unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten, manchmal auf einem kleinen Feld dicht beieinander: bröckliger Porphyr, Sande, Löss usw. Unterschiede am Wuchs der Reben waren deutlich ablesbar. Zum Genuss der reizvollen Landschaft gesellte sich die Freude an vom „Weingut Gattung“ produzierten Weinen, am jeweiligen Standort der Reben. Leider sahen wir auch einige wegen Nachwuchsmangels und wirtschaftlicher Probleme aufgelassene Weinanlagen. Nur vier Winzerbetriebe arbeiten noch in Ebernburg.

Am Nachmittag waren wir zu Gast im „Weingut Buchenländerhof“ der Familie Butz. Überraschend die Weinprobe an einer Theke, bestückt mit allen Weinen des Gutes zur freien Auswahl der Gäste. Der Sohn der Familie gab freundlich und sachkundig Auskunft auf alle Fragen. Vorher führte er uns durch mehrere Hallen mit moderner Technik für den Weinanbau und die Verarbeitung.

Mit Anregungen für die eigene Arbeit und guten Tropfen für die heimischen Keller traten wir die Rückreise an, nicht ohne einen Abschiedsblick vom Rotfels, der höchsten Steilwand Mitteleuropas nördlich der Alpen und auf die historisch bedeutsame Ebernburg zu nehmen.

Weinprobe im „Weinhaus Jung“ Foto: privat

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