Viel Beifall belohnte die „Breisiger Verzällche“

„Wie me noch op de Stroß Schlidde fahre konnt“

Tolle Mundart-Veranstaltung im überfüllten Saal des Hotels „Zur Mühle“

„Wie me noch op de
Stroß Schlidde fahre konnt“

Bürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch bedankte sich bei den Protagonisten der überaus gelungenen Veranstaltung „Breisiger Verzällche“. V.l.: Horst Dreesbach, Karl-Heinz Kurth, Guido Ernst, Robert Hoss, Gabriele Hermann-Lersch, Rudi Krämer, Helmut Schuld, Inge Schmitz, Karli Kurp, Waldi Fabritius. Sitzend: Dr. Dirk Pollerberg. Foto: FA

09.12.2014 - 08:04

Bad Breisig. Seit fünf Jahren eine quellenstädtische Erfolgsstory: Die „Breisiger Verzällche“. Die Idee, die Vergangenheit unserer Region in von Mundart geprägten Berichten in Erinnerung zu rufen, wurde seinerzeit an einem Stammtisch geboren. Der Ur-Breisiger Guido Ernst hatte die Initiative ergriffen und bald ein Team um sich geschart das im November 2009 einen ersten „Verzällches-Abend“ veranstaltete. Es wurde ein unerwarteter Erfolg. Die Fortsetzungen in den Folgejahren - jeweils in der Vorweihnachtszeit - brachten immer eine Steigerung. In diesem Jahr hatte man wegen des weiter steigenden Interesses den größeren Saal des Hotels „Zur Mühle“ als Veranstaltungsort gewählt, und das war eine weise Entscheidung: Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, manch zusätzlicher Stuhl musste noch herangeschafft werden, als die Protagonisten des „Verzällches - Teams“ ihr höchst unterhaltsames Programm abspulten. Guido Ernst konnte neben der Stadtbürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch auch einige Ehrengäste begrüßen, ehe Moderator Waldi Fabritius mit Witz, Esprit und Routine durch die Beiträge des Abends führte. Unter anderen konnte er dazu Dr. Dirk Pollerberg begrüßen, den von den Breisigern so verehrten Troubadour am Piano. Er hatte nach langen Jahren wieder einmal komponiert, und begeisterte mit seinen Couplets über vergessene Breisiger Spitznamen, über den „herrlichen Christbaum vom Schmitze Kathrinchen“ und ein zu Herzen gehendes Schlusslied „Tschüs Breisig!“ Dazwischen lagen eine Menge hörenswerter, höchst fröhlicher, immer unterhaltsamer verbaler Beiträge, z.B. vom Oberbreisiger Mundart-Poeten Robert Hoss (Wie me noch op de Stroß Schlidde fahre konnt), von Waldi Fabritius (Probleme eines Langschläfers), von Inge Schmitz (Erinnerungen an die ahl Bachstroß), von Horst „Fuzzy“ Dreesbach (Die

Weihnachtsgeschichte aus höchst eigener Darstellung), von Rudi „Schausel“ Krämer (Wat et fröher en Breisig für Geschäfte joof) und von Karli Kurp (Die ahl Zeit aus der Sicht des Breisiger Landwirts). Aber die Breisiger schauen auch gerne mal über ihren Tellerrand, und so brachte der Niederzissener Freund Willi Fuhrmann mit seinem Berich über die Suche nach einem geeignete Christbaum zusätzlich weihnachtliches

Flair ins Programm, dazu ergänzten Helmut Schuld aus Gimmingen und Karlheinz Kurth aus Königsfeld mit Mundart-Beiträgen die Vortragsfolge. Es war insgesamt ein von viel Lachen, auch ein wenig Wehmut immer aber von viel Beifall begleiteter „Verzällches-Abend“, und das Team der Protagonisten musste ein ums andere Mal versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen. Die oft gehörte Frage: „Warum nur einmal im Jahr?“. Antwort der Veranstalter: Die „Breisiger Verzällche“ sollen immer etwas Besonderes bleiben - die Vorfreude auf diesen von passionierten Amateuren aus reiner Freude an der Sache veranstalteten Abend soll man ein ganzes Jahr lang schüren, damit die Erwartungen dann umso mehr erfüllt werden. Die Protagonisten brauchen natürlich eine Menge Zeit, um neue Erinnerungen zu sammeln und ein neues Programm anbieten zu können. Wer dabei mitmachen will, ist herzlich eingeladen - sein Beitrag sollte nur inhaltlich Niveau haben und zur Unterhaltung beitragen. Diesmal jedenfalls waren die „Breisiger Verzällche“ besonders gelungen, geradezu beispielhaft in Konzeption und Inhalt. Sie wurden entsprechend mit reichem Beifall belohnt.

-FA-

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juergen mueller:
Warum immer so kompliziert - 30 Grad Differenz - wen interessiert`s. Steingärten sind optisch monoton und ökologisch = 0. Die NACHTEILE - Teuer in Anschaffung und Pflege, Insekten,Vögel u.andere Gartentiere finden weder Nahrung noch Lebensraum, Schnell unansehnlich durch Algen und Pflanzenaufwuchs, Regelmäßiges Reinigen nötig - Einsatz von Laubbläsern, Hochdruckreiniger kostet Energie und schädigt Kleinlebewesen, Einsatz von Pestiziden tötet Lebewesen, Schotter heizt sich im Sommer auf, Feinstaub wird nicht gefiltert, Staubbelastung steigt, Lärm wird verstärkt, Boden wird verdichtet u.zerstört, später aufwendige Renaturierung nötig, Wasser kann gar nicht oder nur schwer versickern. Das muss reichen, um dagegen zu sein, oder?
juergen mueller:
Was für Träumereien - ein Neubau, etwas was der ein oder andere in diesem Leben eh nicht mehr erleben wird, Hauptsache,darüber geredet - wie lange schon?. Und die Frage ist - WOFÜR? Vor Jahrzehnten ABENDSPORTFEST ... ade FUSSBALL ... ade Also - WOFÜR eine neue Tribüne, Herr NAUMANN?
juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
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