61. Pferde- und Traktorensegnung in Hain
Witterung beeinflusste traditionelle Pferde- und Traktorensegnung
Niederdürenbach-Hain. Im Mittelpunkt des in Niederdürenbach-Hain traditionell am Pfingstmontag gefeierten Pfingstfestes stand auch in diesem Jahr wieder die Pferde- und Traktorensegnung. Das Fest zu Ehren des hl. Wendelinus erfreut sich in der Region und darüber hinaus großer Beliebtheit und zieht alljährlich große Besucherscharen in den Ort unterhalb der Burg Olbrück.
Auch in diesem Jahr war dies so, obwohl das Wetter diesmal nicht so richtig mitspielte. In der Nacht und am frühen Morgen regnete es ununterbrochen, was viele Gäste wohl von der diesjährigen Segnung fernhielt. Doch pünktlich zur Prozession und zur hl. Messe schloss Petrus die Himmelsschleuse und so blieb es während des Gottesdienstes wenigstens trocken, wenn auch die Sonne den Weg nicht fand.
Bereits zum 61. Mal feierte man den alten Brauch, der immer wieder neben den Teilnehmern auch zahlreiche Zuschauer und Besucher aus Nah und Fern anlockt. Um 10 Uhr begab man sich von Oberzissen aus in einer Prozession zur Kapelle nach Hain. Beim anschließenden Gottesdienst, den Pfarrer i.R. Hans-Peter Müssenich dieses Jahr in der Hainer St. Wendelinus-Kapelle zelebrierte und den viele Besucher vor der Kapelle mitfeierten, begleitete traditionell das Brohltal-Blasorchester die Lieder.
Andächtig feierten die Gläubigen den Freiluft-Gottesdienst mit und wohnten der anschließenden Segnung der Pferde, Traktoren und Ackergeräte bei. Pfarrer Müssenich erbat die Fürsprache des hl. Wendelinus. Er bat um den Segen für die Tiere, die Fahrzeuge und ihre Lenker.
Die Pferdesegnung generell und auch speziell in Hain geht auf eine lange christliche Tradition zurück.
Das Fest ist zu Ehren des hl. Wendelinus als Schutzpatron der Schäfer und Bauern, des Viehs, gegen Viehseuchen, für gedeihliche Witterung und gute Ernte. Eine alte Bauernregel besagt: „Sankt Wendelin, verlass uns nie, schirm unsern Stall, schütz unser Vieh.“
Nach der Pferdesegnung begab man sich zur Burghalle, wo der SV Hain alles für einen zünftigen Frühschoppen und das ebenfalls schon traditionelle Erbsensuppenessen vorbereitet hatte. Für die Durstigen gab es reichlich erfrischende Getränke am Ausschank. Auf die Kinder wartete eine Hüpfburg. Später konnte man bei Kaffee, Kuchen frischen Waffeln der Hainer Waffelfrauen den Nachmittag ausklingen lassen.
Der Förderverein der Burg Olbrück bot die Gelegenheit zum Bücherkauf.
Man freute sich, dass trotz der schlechten Witterung noch so viele Gäste den Weg zur 61. Pferde- und Traktorensegnung in Hain gefunden hatten. Auch Brohltals Bürgermeister Johannes Bell und Ortsbürgermeister August Henn waren hierüber erfreut. So wurde auch in diesem Jahr für viele Teilnehmer und Besucher Pferde- und Fahrzeugsegnung ein Ganztagesereignis, dass man in guter Erinnerung behält. Man darf sicher sein, dass auch im kommenden Jahr wieder zahlreiche Gäste am Pfingstmontag bei hoffentlich besserem Wetter den Weg nach Hain finden und der Pferde- und Traktorensegnung mit Interesse beiwohnen und dabei um Gottes Segen bitten werden.
Am Nachmittag konnte man Bücher erwerben beim Stand des Fördervereins der Burg Olbrück.
