Politik | 21.07.2013, 13:30 Uhr

Zahl der Organspender in Rheinland-Pfalz gestiegen

Zahl der Organspender in Rheinland-Pfalz um 40 Prozent von 20 auf 28 gestiegen

Rheinland-Pfalz. Gesundheitsminister Alexander Schweitzer zeigte sich sehr erleichtert, dass in Rheinland-Pfalz, entgegen des derzeitigen Bundestrends, die Zahl der Organspender im ersten Halbjahr 2013 gestiegen ist. „Während die Zahl der Organspender in Rheinland-Pfalz um 40 Prozent von 20 auf 28 gestiegen ist, sank deutschlandweit die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger Organe zu spenden um 18 Prozent“, so der Minister. „Die gestiegene Zahl der Organspender hat dazu geführt, dass in diesem Jahr in Rheinland-Pfalz bereits rund ein Viertel mehr Organe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verpflanzt werden konnten“, führte Schweitzer weiter aus.

Der Minister erklärte, dass die Landesregierung gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern der „Initiative Organspende Rheinland-Pfalz“ auf vielfältige Weise tätig sei, um für die Bedeutung der Organspende zu sensibilisieren und die Bereitschaft zur Spende zu steigern. Sie setze dabei, zusätzlich zur aktuellen Informationskampagne der Krankenkassen, auf öffentlichkeitswirksame Aktionen und Veranstaltungen, um die Bürgerinnen und Bürger über die Möglichkeiten der Organspende aufzuklären. So wurde der Tag der Organspende am 1. Juni beispielsweise mit einem Aktionstag „Let the beat go on: Entscheide Dich!“ auf dem Mainzer Bahnhofsvorplatz begangen.

Darüber hinaus werde die Wanderausstellung „Herz verschenken“ vorbereitet. „Auf der im September startenden Ausstellung stellen sich Menschen vor, denen durch eine Organspende ein ‚zweites‘ Leben geschenkt werden konnte oder die der Organentnahme bei einem verstorbenen Angehörigen zugestimmt haben“, erklärte der Minister.

Schweitzer wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Landesregierung derzeit ein neues Landesgesetz zur Ausführung des im August 2012 geänderten Bundestransplantationsgesetzes vorbereitet. Dabei seien konkrete Vorgaben zur Qualifikation der Transplantationsbeauftragten vorgesehen.

„Das Engagement der Transplantationsbeauftragten trägt maßgeblich dazu bei, dass Organspenden in Krankenhäusern ermöglicht werden“, sagte Gesundheitsminister Schweitzer. Die Landesregierung zeichne darüber hinaus alljährlich gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation ein Krankenhaus für sein vorbildliches Engagement in der Organspende aus. In diesem Jahr werde das Klinikum Ludwigshafen geehrt.

Circa 12.000 Patientinnen und Patienten stehen derzeit bundesweit auf der Warteliste und warten auf die Transplantation eines geeigneten Organs. Täglich sterben drei von ihnen, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ erhalten haben. „Diese Menschen haben nur dann eine Chance weiterzuleben, wenn andere Menschen in selbstloser Weise bereit sind, nach ihrem Tod ihre Organe zu spenden“, so der Minister.

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