Allgemeine Berichte | 27.07.2015

VR-Bank und Tischler-Innung feiern mit Gesellen die Freisprechung

13 Azubis lieferten ihr Gesellenstück ab

Handwerk hat goldenen Boden

Die Prüfungskommission erklärt die Kriterien, die für die Gesellenstücke maßgeblich waren.

Kreis Neuwied. Dreizehn Auszubildende des Tischlerhandwerks im Bezirk Neuwied wurden vergangene Woche der Gesellenbrief ausgehändigt. Ausgerichtet wurde die Freisprechungsfeier von der VR-Bank Neuwied. Im großen Saal des Servicecenters in der City wurde gefeiert und mit Sekt angestoßen. „Handwerk hat goldenen Boden“. Diese alte Weisheit wurde an diesem Tag mehr als einmal zitiert. Und selten traf sie mehr zu wie dieser Tage. Das Geschäft boomt.

Fachkräfte werden gesucht

Außerdem werden Fachkräfte gesucht und in Zukunft händeringend benötigt. Landrat Rainer Kaul appellierte förmlich an die jungen Leute, sich die Berufswahl wohl zu überlegen. Zu häufig werde spontan auf Schule und Studium gesetzt, obwohl das wunderbare und vielleicht weltweit einmalige deutsche duale Ausbildungssystem, riesige Chancen bietet. Die Selbstständigkeit nicht ausgeschlossen. Ganz besonders für Menschen, die geschickte Hände haben. „Liebe Junghandwerker, wir sind stolz auf Euch“, mit diesen Worten gratulierte Innungsobermeister Norbert Dinter zum ersten Etappenziel im Berufsleben. Er dankte den Betrieben, der Berufsschule und den Eltern für die Unterstützung in den Jahren der Ausbildung. Trotz aller Feierstimmung schrieb Norbert Dinter den Gesellen ins Stammbuch, dass Stillstand Rückschritt bedeutet. Nach der wohl verdienten Verschnaufpause rät der Obermeister den Gesellen, an Fachlehrgängen teilzunehmen und die Meisterprüfung abzulegen. Wer das macht, müsse sich keine Sorgen um den Arbeitsplatz machen. Abschließend erinnerte Norbert Dinter die Tischler an ihre Verpflichtung, von nun an ihr Wissen selbst an Auszubildende weiterzugeben. Kreishandwerksmeister Rudolf Röser war ebenfalls gekommen, um zu gratulieren. Die anwesenden Unternehmen bat er eindringlich darum, Ausbildungsplätze bereitzuhalten. Dies sei umso wichtiger, weil die Zahl der Schulabgänger weiter sinkt. Gastgeber der Freisprechungsfeier war die VR-Bank Neuwied-Linz, die sich im zweijährigen Rhythmus mit der Sparkasse Neuwied abwechselt. Hausherr Andreas Harner zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der Tischler. Die Gesellenstücke sind noch ein paar Tage in der VR-Bank zu besichtigen. Entstanden waren sie zwischen Oktober 2014 und Januar 2015. Zunächst mussten die Auszubildenden bei der Prüfungskommission eine Zeichnung einreichen. Nach Genehmigung hatten sie einhundert Stunden Zeit, das Gesellenstück fertigzustellen. Dreizehn frischgebackene Gesellen, darunter eine junge Frau, begrüßte Andreas Harner. Sechs Azubis hatten die Prüfung nach der dreijährigen Ausbildung nicht geschafft. Sie dürfen es im Herbst noch einmal versuchen. An die Ehrengäste gerichtet sagte der Bankchef: „Sie sind nun in ihren Betrieben die Ansprechpartner“. Andreas Harner ermunterte die Gesellen, die berufliche Karriere fortzusetzen. Die Ausgangslage sei gerade wegen der Demografie sehr gut und im Übrigen hätte sich das Handwerk auch in schweren Zeiten bewährt. Andreas Harner hat die Tischler gern im Haus. Seine Freude über die Gesellenstücke war ihm förmlich anzusehen. Er lobte die Gesellen: „Ich bin beeindruckt von ihrer Leistung, von der detailtreue und ihrer Fantasie“.

Marc Hentschel war der Beste

Prüfungsbester war Marc Hentschel (Betrieb: Hans-Heinrich Muss). In der Addition der Berufsschulnoten (50 Prozent) sowie der Arbeitsprobe und dem Gesellenstück (jeweils 50 Prozent), schnitt er am erfolgreichsten ab. Vom Landesfachverband bekam er einen Gutschein in Höhe von 300 Euro für den Besuch der Holzfachschule. Der junge Mann hat seinen Traumjob gefunden. „Tischler zu sein bedeutet nicht tagein, tagaus das Gleiche zu tun. Der Beruf ist spannend und bietet immer neue Herausforderungen“, sagte Marc Hentschel. Als Gesellenstück hat er ein Hängeboard aus Nussbaumholz mit viel Raffinesse gebaut. Zu sehen ist es in der VR-Bank allerdings nicht. „Ich verleihe grundsätzlich nichts“, erklärte er dem verblüfften Landrat. Rainer Kaul nahm sich ausgiebig Zeit, die Gesellenstücke anzusehen und sprach mehrfach seinen Respekt vor der großen Leistung aus. Ihren Gesellenbrief in der Tasche haben: Thorsten Buhr (Becker Holz- und Metalltechnik, Horhausen), Florian Buschle (Ingo Jann, Neuwied), Daniel Feld (Hermann Gottbehüt, Neustadt), Rene Geile (Service und Messe GmbH, Koblenz), Jonas Jost (Schreinerei Egbert Balzar, Dürrholz), Julia Sara Kempert (Service und Messeu GmbH, Koblenz), Tobias Kurz (Friedhelm Schuster, Anhausen), Markus Lenz (Blum Holzwerkstätten, Dernbach), Lukas Müller (Service und Messe GmbH, Koblenz), Niclas Richarz (Planed GmbH, Rheinbreitbach), Thorsten Sting (Christian Dung, Erpel) und Erwin Wolf (Rita Noss, Neuwied).

Die Prüfungskommission erklärt die Kriterien, die für die Gesellenstücke maßgeblich waren.
13 Azubis lieferten ihr Gesellenstück ab

Innungsobermeister Norbert Dinter gratuliert dem Prüfungsbesten Marc Hentschel.

Die Prüfungskommission erklärt die Kriterien, die für die Gesellenstücke maßgeblich waren.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Rund ums Haus
Container Anzeige
PR-Anzeige
Ostergrußanzeige
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige Kita
Empfohlene Artikel
Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
49

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Symbolbild.
25

Region. Der März erfreute nicht nur meteorologisch mit warmen Tagen zum Frühlingsanfang, er sorgte auch auf dem regionalen Arbeitsmarkt für eine anhaltende Belebung. Im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Rhein-Wied-Westerwald, der die Landkreise Altenkirchen, Neuwied, Rhein-Lahn und Westerwald umfasst, waren im März 17.876 Menschen ohne Beschäftigung gemeldet. Das sind 385 weniger als im Februar, jedoch 240 mehr als im Vorjahr.

Weiterlesen

Alle Beteiligten waren mit großem Engagement bei der Sache und zeigten, wie wichtig ihnen ein sauberes und gepflegtes Umfeld ist.  Fotos: A.Baumeister
32

Roniger Hof. Der Interessenkreis Roniger Hof hatte am 21. März zur diesjährigen Aufräumaktion eingeladen. Bei gutem Wetter sind viele dem Aufruf gefolgt und haben dafür gesorgt, dass ihr Stadtteil wieder ein Stückchen sauberer wurde. Eine beträchtliche Menge an Müll wurde gesammelt, was den Erfolg der Aktion unterstreicht. Anschließend gab es als Dankeschön für die fleißigen Helfer Würstchen und Getränke.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2253

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Monatliche Anzeige
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Alles rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Koblenz blüht
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Tag der offenen Tür
First Friday Anzeige März
SB Standesamt
Stellenanzeige
Angebotsanzeige (April)
Anzeige KW 14
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in