Allgemeine Berichte | 15.12.2014

Bratapfelfest des Kreises Neuwied in der Rheinbrohler „Römerwelt“

Äpfel - zum Anbeißen lecker

Schon die römischen Legionäre wussten den hohen Nährgehalt der Äpfel zu schätzen

Die Kinder und alle Verantwortlichen erlebten ein rundum gelungenes Bratapfelfest.STUHA

Kreis Neuwied / Rheinbrohl. Es war mehr als ein Fest der Sinne, das Bratapfelfest des Kreises Neuwied in der Rheinbrohler „Römerwelt“, denn es stellte auch die gesunde Ernährung mit heimischem Obst in den Vordergrund. „Äpfel zum Anbeißen lecker - früher und heute“, so das diesjährige Motto des Bratapfelfestes. Schülerinnen der Klasse 3a der Rheinbrohler „Astrid-Lindgren-Schule“ mit ihren Klassenlehrerinnen Meike Mehl und Doris Brosowski (zugleich Rektorin) bemühten sich tatkräftig unter Leitung der Landfrau Angelika Kröll aus Hausen, um leckere Veredelungen des heimischen Apfels. Dazu gehörten, Brotaufstrich, Apfel-Tiramisu und leckere Bratäpfel, die vom „römischen Kuppelbackofen Ofen-Meister“, Rudi Rosbach, fachgerecht zubereitet wurden, dies alles mit Äpfeln aus heimischen Streuobstwiesen, und nicht nur eifrige Kinder lernten an diesem Tag den Apfel als gesundes Lebensmittel kennen.

Apfel als Vitaminspender

Die Förderung der Pflege und Neupflanzung von alten Streuobstsorten zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bleibt ein Schwerpunktthema des Landkreises Neuwied. Gemeinsam mit dem Naturpark Rhein-Westerwald, der verschiedene Streuobstmaßnahmen des Landkreises Neuwied gefördert hat, und weiteren ehrenamtlich Tätigen sowie Unterstützern des Streuobstkonzeptes feierte man gemeinsam in der „Römerwelt“ das Ende des erfolgreichen Apfeljahres. Bereits in der Antike wurden Apfelbäume kultiviert und veredelt. Schon damals war der Apfel als Vitaminspender und als wertvolles Heilmittel für das Verdauungssystem und den Stoffwechsel bekannt. Äpfel standen daher als fester Bestandteil auch auf dem römischen Speiseplan. Noch heute ist der Apfel das Lieblingsobst der Deutschen. So lag der Gedanke nahe, in der „Römerwelt“, die sogar die Möglichkeit bietet, im römischen Kuppelbackofen Gerichte herzustellen, das diesjährige Bratapfelfest zu feiern.

Viele Gäste begrüßt

Der Hausherr der „Römerwelt“, Michael Mahlert, hat das Apfelfest in der musealen Einrichtung ermöglicht. Nicht unerheblich: Die Logistik, von Kaffee über Getränke bis hin zum leckeren Apfelkuchen klappte vorzüglich und stimmte alle Gäste mehr als zufrieden. Unter ihnen u.a. der Geschäftsführer der „Römerwelt“, Friedhelm Walbert, Dr. Reinhard Lahr von der Unteren Naturschutzbehörde, unter anderem verantwortlich für das vielschichtige Streuobstkonzept und dem damit verbundenen Lernen in der Schule, der Biotopbetreuer Günter Hahn, Vertreter der Kreisverwaltung wie Priska Dreher und die Umwelt-Referatsleiterin, Ina Heidelbach. Ebenso anwesend waren Hans-Jürgen Freund, Geschäftsführer der „Bad Hönninger Fruchtsäfte und Weine“, die den Apfelsaft von heimischen Streuobstwiesen gekeltert und abgefüllt haben, Vertreter der ARGE Rheinbrohl und Leutesdorf, Vertreter der ANUAL Asbacher Land sowie Vertreter aus der Ortsgemeinde Dürrholz und Dr. Jürgen Lorenz vom Kompetenzzentrum Gartenbau. Er gab zugleich praxisnahe Tipps für die Pflanzungen, Pflege von jungen Apfelbäumen, den Baumschnitt, die richtige Düngung und Hinweise zur Bekämpfung des Schädlingsbefalls. Aber es waren auch viele Kommunalpolitiker und Bürgermeister anwesend, die ein starkes Interesse an Streuobstwiesen und Apfelbäumen haben und entsprechende Aktionen in ihren Gemeinden durchführen. Dazu gehören u.a. Vertreter aus Heimbach-Weis, die Breitscheider Ortsbürgemeisterin Roswitha Schulte, aus Oberraden Ortsbürgermeister Achim Braasch sowie die Kreistagsmitglieder Peter Haardt (zugleich VG-Bürgermeister-Kandidat) und natürlich Bürgermeister Michael Mahlert. Dieser verwies in seiner Begrüßung auf die vielschichtigen Aktionen in der „Römerwelt“, und dass sich in der musealen Einrichtung durch ihr großes pädagogisches Aktionsprogramm, das insbesondere für Kinder und Jugendliche geeignet ist, Historie hautnah erleben lässt.

Streuobstwiesen als wertvoller Erholungsraum

Um altes Kulturgut zu bewahren, wird gerade im Kreis Neuwied der Naturraum Streuobstwiesen, auch mit den weiteren Apfelanpflanzungen stark gefördert. Ihre nachhaltige Nutzung dient nicht nur der Produktion gesunder Nahrungsmittel, sondern bietet Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. Für die heimische Bevölkerung und auswärtige Wanderer, die den Rheinsteig durch die Wiesen erwandern, stellen die Streuobstwiesen einen wertvollen Erholungsraum dar. Nicht zuletzt aus touristischer Sicht gilt es, die wertvollen Streuobstbestände zu erhalten und zu pflegen. Die Streuobstwiesen sind Teil unserer Kultur und unserer Heimat. Alte Obstbäume beleben und verschönern die Landschaft, betonte der Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach. Nur wenige Biotope machen die enge Vernetzung von Natur, Landschaft, Kultur und Ernährung so deutlich wie die Streuobstwiesen. Ihre nachhaltige Nutzung dient nicht nur der Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt, sondern sie dient auch der Produktion gesunder Nahrungsmittel, insbesondere auch für Obst-Allergiker. Außerdem bieten Streuobstwiesen Erholungsraum für den Menschen. Um das Wissen um Streuobstwiesen und den natürlichen Obstanbau zu vertiefen, werden im Kreis Neuwied verstärkt schulische Projekte gefördert und angeregt, um Kindern aller Altersgruppen die Natur in ihren vielschichtigen Facetten näher zu bringen.

Landfrau Angelika Kröll bereitete mit den Kindern die Äpfel zu.

Landfrau Angelika Kröll bereitete mit den Kindern die Äpfel zu.

Die Kinder und alle Verantwortlichen erlebten ein rundum gelungenes Bratapfelfest.Fotos: STUHA

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