Amüsante Theateraufführung
Theaterpremiere des Rheinbrohler Junggesellenvereins m it „Stirb schneller Liebling“
Rheinbrohl. Die Theater-Laienspielgruppe des katholischen Junggesellenvereins Rheinbrohl hat mit dem Stück „Stirb schneller Liebling“ von Hans Schimmel im vollbesetzten Saal des Römer wieder einmal für beste Unterhaltung des Publikums gesorgt.
Bei der Begrüßung der Zuschauer durch den 1. Vorsitzenden Sebastian Schneider dankte dieser allen Unterstützern und den Gästen für ihr Erscheinen und wünschte einen vergnüglichen, abwechslungsreichen Abend bei dieser Komödie in drei Akten. Dann wurde es auch schnell dunkel, der Vorhang öffnete sich und man hatte einen Blick auf das ansprechende Bühnenbild, in dem die Akteure das Stück zum Besten gaben. Dargestellt wurde ein großzügiger Wohnraum eines Unternehmers mit entsprechender Einrichtung.
Zur Handlung selbst: Unternehmer Kurt Kniesebeck (Christian Scheidgen) streitet sich nur noch mit seiner Ehefrau Paula (Jasmin Bleck), eine Scheidung aber wäre für ihn eine wirtschaftliche Katastrophe und das Ende seiner Toilettenpapierfabrik. Er sieht lieber Fußball und hat eine Schwäche für seine hübsche, aber naive Sekretärin Susanne Aulendorf (Mirjam Birkenbach-Braun). Dies weiß auch seine Gattin und plant ihren Gemahl umbringen zu lassen, allerdings wendet sie sich dafür an die unerfahrene Tamara Kalikova (Nina Emrath), die gar kein Blut sehen kann und die Augen schließt, wenn sie schießt. Knut plant gleiches, aber auch er macht einen fatalen Fehlgriff mit Carlos Santanios alias Karl Schmittchen (Roman Hall), der völlig unbedarft an seinen ersten Auftrag herangeht. Missverständnisse sind unausweichlich, da beide auch noch die Falschen als Opfer wähnen. Caroline Kniesebeck (Pia Engel), Kurts Schwester, versteht den ständigen Streit seines Bruders mit dessen Frau nicht, amüsiert sich ansonsten aber lieber mit ständig wechselnden Männern und pocht ständig auf das vom Bruder versprochene Cabrio. Auch die Freundin von Paula, Luise Koschnik (Verena Dannenberg), reagiert verständnislos auf deren scheinbare Gelassenheit und hat ihrerseits ein Auge auf den Butler Johann Keller (Sebastian Schneider) geworfen, den sie gerne zu ihrem achten Gemahl machen möchte. Der erscheint als Ruhepol des Hauses und versteht es nicht nur Wünsche von den Augen seiner Herrschaften abzulesen, sondern sich auch scharfzüngig seiner Haut zu wehren. Das Chaos perfekt machen das überaus kurzsichtige Hausmädchen Agnes (Leonie Kossmann), deren Fehler sich zumeist zum Nachteil von Kurt auswirken, und Hausmechaniker Giovanni (Marcio Wierschem), der, egal was er zu reparieren versucht, den Schaden nur noch größer macht.
Mehr wird hier nicht verraten, schließlich gibt es diesen Samstagabend noch eine Vorführung, für die man an der Abendkasse noch Karten erhalten kann, wie mitgeteilt wurde. Die Premierengäste jedenfalls quittierten die guten darstellerischen Leistungen immer wieder mit kräftigem Applaus. Die überzeichneten Charaktere der handelnden Personen durch die Laienschauspieler, die unter der Regie von Hendrik Becker ihr Bestes gaben, sorgten schon allein für zahlreiche Lacher. In den Pausen und vor der Vorführung konnte man seinen Durst und Hunger stillen. Nach mehr als 3 Stunden wurden die Darsteller und Darstellerinnen und die Aktiven im Hintergrund mit lang anhaltendem, stehendem Applaus verabschiedet. PRE
Hausmechaniker Giovanni informiert Paula und Schwägerin Caroline über seinen neuesten Reparaturversuch.
Die zufällig zusammentreffenden Auftragskiller gehen aufeineinder los Fotos: PRE