Auf Weltraumreise: Die Eichhörnchenklasse entdeckt Sterne, Kunst und ihre eigene Kreativität
Unterricht mit Herz, Hand und Verstand – genau das erlebte die Klasse 2a der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl bei ihrem besonderen Ausflug ins Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Rheinbrohl/Rolandseck. Manchmal beginnt ein besonderer Schultag mit einer kleinen Bewerbung – und endet mit einer großen Reise zu den Sternen. Die Eichhörnchenklasse 2a der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl hatte das Glück, bei einer Verlosung des Arp Museums Bahnhof Rolandseck als Gewinnerklasse ausgewählt zu werden. Das Museum bietet Schulen und Kindertagesstätten die Möglichkeit, sich für einen besonderen Aktionstag mit dem mobilen Planetarium der Sternwarte Sessenbach, einer kindgerechten Führung durch die Ausstellung „Zu den Sternen! Weltall und Weltraum seit der Moderne“ sowie einem anschließenden Kreativworkshop zu bewerben. Die Klassenlehrerin Frau Römer hatte die glänzende Idee der Bewerbung und Merkur war auch auf ihrer Seite.
Die Eichhörnchen hatten Glück – und durften am Montag, den 21. September 2026, ihren Gewinn einlösen. Was die Kinder an diesem Tag erwartete, war weit mehr als ein gewöhnlicher Museumsbesuch: Es wurde gestaunt, entdeckt, gefragt, ausprobiert und gestaltet. Ein Tag, der Lernen auf ganz besondere Weise mit eigenen Erfahrungen und Erlebnissen verband.
Das erste große Highlight war das mobile Planetarium der Sternwarte Sessenbach. Gemeinsam begaben sich die Kinder auf eine faszinierende Reise durch unser Sonnensystem und den Sternenhimmel. Dabei gab es jede Menge zu entdecken und zu staunen. Die Kinder erfuhren beispielsweise, dass unsere Sonne selbst ein Stern ist und dass die Sterne am Himmel nur deshalb so klein erscheinen, weil sie unvorstellbar weit von der Erde entfernt sind. Besonders beeindruckend waren die Protuberanzen der Sonne, die die Kinder im Planetarium eindrucksvoll kennenlernen konnten. Viele Fragen entstanden dabei ganz von selbst – und genau das macht Lernen besonders wertvoll: Die Kinder konnten ihr im Unterricht erworbenes Wissen mit neuen Eindrücken verbinden und ihre eigenen Vorstellungen vom Weltall weiterentwickeln.
Nach der Reise durch das Weltall ging es anschließend auch ganz real hoch hinaus. Mit dem gläsernen Aufzug fuhren die Kinder rund 40 Meter nach oben zur Ausstellung „Zu den Sternen! Weltall und Weltraum seit der Moderne“. Schon die Fahrt selbst war für viele Kinder ein kleines Abenteuer. Oben angekommen, wartete eine faszinierende Verbindung von Kunst, Wissenschaft, Weltraum und Fantasie.
Bei einer kindgerechten Führung erkundeten die Erdmännchen verschiedene fantasievolle Kunstwerke, die sich mit dem Weltraum, dem Universum und unserer Vorstellung vom Unbekannten beschäftigen. Die Kinder konnten ihre eigenen Gedanken und Fragen einbringen und dabei entdecken, dass ein Thema wie der Weltraum aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden kann. Für besondere Begeisterung sorgten die 3D-Bilder, die mit speziellen 3D-Brillen betrachtet werden konnten. Plötzlich wirkten die Kunstwerke ganz nah und räumlich – ein Erlebnis, das für große Augen und manches erstaunte „Wow!“ sorgte.
Und genau hier zeigte sich einmal mehr, wie wertvoll außerschulische Lernorte für Kinder sein können. Unterricht mit Herz, Hand und Verstand bedeutet, dass Kinder nicht nur Wissen aufnehmen, sondern Dinge selbst erleben, begreifen und mit möglichst vielen Sinnen erfahren dürfen. Sie denken über die Welt nach, stellen Fragen, tauschen sich miteinander aus, staunen über das Entdeckte und entwickeln eigene Ideen.
Nach all den Eindrücken durften die Kinder schließlich selbst kreativ werden. In einem Workshop gestalteten sie aus unterschiedlichsten Materialien ihre eigenen fantasievollen Weltraum-Collagen. Dabei entstanden ganz individuelle Vorstellungen vom Universum: fremde Planeten, leuchtende Sterne, Raketen und fantastische Welten. Jedes Kind konnte seine eigenen Ideen entwickeln und auf ganz persönliche Weise umsetzen.
Was zuvor im Planetarium bestaunt und in der Ausstellung betrachtet worden war, wurde nun mit den eigenen Händen in etwas Neues verwandelt. Aus Wissen wurde Vorstellungskraft, aus Beobachtung wurde Gestaltung und aus einem Museumsbesuch ein ganz persönliches Lernerlebnis.
Gerade diese Verbindung verschiedener Lernbereiche macht solche Tage für Kinder so wertvoll. Sachunterricht, Kunst und Sprache wurden miteinander verbunden, ohne dass sich das Lernen wie klassischer Unterricht anfühlte. Die Kinder lernten, weil sie neugierig waren – und weil sie selbst etwas erleben und gestalten durften.
So wurde aus einer kleinen Bewerbung ein ganz besonderer Schultag und aus einem gewonnenen Ausflug ein nachhaltiges Lernerlebnis. Die Eichhörnchenklasse konnte entdecken, staunen, Fragen stellen, zuhören, miteinander ins Gespräch kommen und selbst kreativ werden. Dabei wurde deutlich: Lernen findet nicht nur im Klassenzimmer statt. Manchmal beginnt Lernen genau dort, wo Kinder etwas zum ersten Mal sehen, ausprobieren oder sich darüber wundern.
Auch die An- und Abreise verlief dank der Unterstützung der Eltern mit den Elterntaxis reibungslos. Ein besonderer Dank gilt außerdem der Firma Hirzmann, die den Transport unserer Klassen mit der Fähre wieder einmal äußerst zuvorkommend und zuverlässig unterstützt hat.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck, der Sternwarte Sessenbach und dem Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) für dieses besondere Angebot sowie allen Beteiligten, die diesen außergewöhnlichen Tag ermöglicht und begleitet haben.
Die Kinder nehmen von ihrer Reise zu den Sternen sicherlich mehr mit nach Hause als ihre selbst gestalteten Weltraum-Collagen: neue Erkenntnisse, viele Fragen, beeindruckende Bilder und die Erfahrung, dass Lernen überall stattfinden kann – wenn man die Welt mit offenen Augen, neugierigem Herzen und kreativen Händen entdeckt.
Ein Tag voller Herz, Hand und Verstand – und ein Gewinn, der den Kindern sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Das erste große Highlight war das mobile Planetarium der Sternwarte Sessenbach. Foto: Caroline Römer