Politik | 25.04.2015

Anfrage zur pflegerischen Versorgung in Stadt und Kreis Neuwied

Ausbildungszahlen in der Krankenpflege sollen gesteigert werden

Kreis NR. Elisabeth Bröskamp (MdL) von Bündnis 90/Die Grünen stellte ihre Anfrage zur pflegerischen Versorgung in Stadt und Kreis Neuwied an die Landesregierung.

Das zuständige Mainzer Ministerium antwortete dazu (hier in gekürzter Form): Nach den Ergebnissen der amtlichen Erhebungen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz zum Stichtag 15. bzw. 31. Dezember 2011 gab es im Landkreis Neuwied 6.364 Leistungsempfängerinnen und -empfänger (35 je 1.000 Einwohner). Die Pflegeinfrastruktur gestaltete sich nach den amtlichen Erhebungen wie folgt: 28 stationäre Pflegeeinrichtungen mit insgesamt 2.260 Pflegeplätzen, 43 Plätze Tages- und Nachtpflege und 26 ambulante Pflegedienste. Die Pflegeinfrastruktur im Landkreis Neuwied gestaltete sich nach den eigenen Erhebungen zusätzlich wie folgt: 94 Plätze der Kurzzeitpflege, 470 Plätze Betreutes Wohnen in barrierefreien Wohnungen, fünf Pflegestützpunkte sowie ein differenziertes Angebot an komplementären Leistungen.

Die pflegerische Versorgung wird auf der Grundlage der Pflegestrukturplanung für die Stadt und den Kreis Neuwied wie folgt beurteilt: Ambulante Pflegedienste sind zurzeit in ausreichendem Maße vorhanden. Eine Erweiterung des stationären Platzangebotes ist nicht erforderlich, es wird somit eine Zurückhaltung beim Bau neuer oder der Erweiterung bestehender Einrichtungen empfohlen. Es wird Bedarf gesehen für eine maßvolle Erweiterung der Kurzzeitpflegeplätze. Darüber hinaus wird ein flächendeckender regional orientierter Ausbau von Tages- und Nachtpflege bzw. Tagesbetreuungsangeboten empfohlen, damit in allen Regionen ein ausreichendes Angebot in kurzer Distanz zum Wohnort zur Verfügung steht.

An Krankenhäusern und Altenpflegeschulen im Landkreis Neuwied stehen im Jahr 2015 in der Gesundheits- und Krankenpflege insgesamt 150, in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege 51 und in der Altenpflege 130 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Diese Zielvorhaben an zu besetzenden Ausbildungsplätzen wurden aufgrund der im Branchenmonitoring festgestellten Fachkräftelücke mit den Krankenhäusern im Ausbildungsstättenplan 2013 vereinbart. Die Landesregierung hat somit die Rahmenbedingungen für eine Steigerung der Ausbildungskapazitäten geschaffen. Tatsächlich wurden im Schuljahr 2014/2015 von den Krankenhäusern in der Gesundheits- und Krankenpflege insgesamt 134 und in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege 28 Ausbildungsplätze besetzt. Die Zielvorgaben wurden somit von den Krankenhäusern nicht erreicht. Nur in der Altenpflege konnten alle 130 Ausbildungsplätze besetzt werden.

Der demografische Wandel betrifft die Pflegebranche mehrfach. Einerseits steigt die Zahl der Menschen, die zukünftig Leistungen des Gesundheitswesens und der Pflege in Anspruch nehmen werden. Dadurch erhöht sich die Nachfrage nach Pflegekräften. Andererseits verringert sich das Potenzial an möglichen Auszubildenden in der Pflege, da die Zahl der Schulabgänger sinkt. Im Bereich der Ausbildung wurde mit allen ausbildenden Krankenhäusern, so auch im Landkreis Neuwied, vereinbart, dass die Ausbildungszahlen in der Krankenpflege gesteigert werden. Somit soll neben der Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen und Zuwanderung von ausländischen Pflegekräften vor allem erhöhten Ausbildungsanstrengungen der prognostizierten Fachkräftelücke entgegengewirkt werden. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die pflegerische Versorgung auch in Zukunft gesichert ist. Die Fachschule Altenpflege/Altenpflegehilfe ist eine Schulform der berufsbildenden Schule. Sie trägt die Gesamtverantwortung für die Altenpflegeausbildung und ist zuständig für die fachtheoretische Qualifizierung. Die Fachschulen arbeiten eng mit den für die praktische Ausbildung zuständigen Pflegeeinrichtungen zusammen.

„Eine gute und den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger entsprechende pflegerische Versorgung ist in einer immer älter werdenden Gesellschaft besonders notwendig. Im Blick haben müssen wir aber auch die vielen Familienangehörigen, vor allem hier die Frauen, die ihre Angehörigen zuhause pflegen und versorgen. Ihnen gilt mein ganz besonderer Dank für diese verantwortungsvolle Arbeit,“ so Elisabeth Bröskamp.

Pressemitteilung

Elisabeth Bröskamp (MdL),

Bündnis 90/Die Grünen

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