2. Ehrensteiner Hospiztag im Kreis Neuwied bot interessante Einblicke
Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden in den Mittelpunkt gerückt
Kreis Neuwied. Vor über fünf Jahren drängten sich schon einmal über 100 Menschen beim ersten Ehrensteiner Hospiztag im Kreuzgang des Klosters Ehrenstein, um etwas über die Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden zu erfahren. Jetzt fand der zweite Hospiztag statt und wieder kamen viele Menschen, um sich über die Hospizbewegung im Kreis Neuwied und ganz speziell im Asbacher Land zu informieren. „Sterben und Tod ist in unserer Gesellschaft immer noch ein großes Tabu“, stellte die Ärztin und Initiatorin der Veranstaltung, Anna Wenning-Jokisch fest. „Es bedarf eines Netzes von unterschiedlichen Mensch und Hilfen, bei denen jeder in seiner Art für den Todkranken und seine Angehörigen wichtig ist“, sagte die Medizinerin. Und deshalb freute sie sich umso mehr, dass sich in den letzten fünf Jahren viele Ehrenamtliche gefunden haben, die als Hospizhelfer, gut ausgebildet durch den Neuwieder Hospiz-Verein, Menschen in ihrer letzten Lebensphase zur Seite stehen.
Lachen und weinen, reden und schweigen
Wie der Kontakt zu den Hospizhelfern hergestellt werden kann, das machten Hedwig und Paul Schöneberg in einem kleinen Schauspiel auf eine ganz humorvolle und menschliche Weise deutlich. Eines wurde deutlich an diesem Tag: Es darf gelacht und geweint, geredet und geschwiegen werden in der Hospizarbeit, die es sich zum Ziel gesetzt hat, nicht dem Leben viele Tage, sondern den Tagen viel Leben zu geben. Neben der Bildungsbeauftragen des Neuwieder Hospiz-Vereins, Rita Krebsbach, die über die Ausbildung der Hospizhelfer informierte, gab auch die Hospizfachkraft Gabriele Fetthauer, sowie ehrenamtlich engagierte Menschen in der Hospizbewegung Einblicke in ihre Arbeit und ihre Motivation.
Sterben, Tod und Trauer ins Licht gerückt
Dass der zweite Ehrensteiner Hospiztag stattfinden konnte und somit die Themen Sterben, Tod und Trauer aus der Dunkelheit ins Licht gerückt werden konnten, war dem Theaterverein Thalia aus Buchholz zu verdanken. Während ihrer Spielzeit hatten die Laienschauspieler bei ihren Vorstellungen auf die Arbeit des Neuwieder Hospiz-Vereins aufmerksam gemacht und ihr Publikum um Spenden gebeten. So konnte die Vorsitzende des Theatervereins, Petra Braun, die stolze Summe von 500 Euro an den Hospiz-Verein überreichen. Die Besucher erhielten an diesem Tag viele wertvolle Informationen zu der ambulanten Hospizarbeit und dem vielfältigen Engagement der Ehrenamtlichen in der Sterbe- und Trauerbegleitung.
Vom Neuwieder Hospiz- Verein nahm Vorstandsmitglied Beate Christ (rechts) die Spende von der Vorsitzenden des Theatervereins, Petra Braun, dankend entgegen.
