SPD nominierte Westerwälderin zur Direktkandidatin
Birgit Haas will den Wahlkreis III gewinnen
Neuwied. Birgit Haas aus Straßenhaus will in den Landtag. Bei der SPD Kreiskonferenz wurde sie von den Delegierten des Wahlkreis III (Linz/Rengsdorf) als Direktkandidatin gewählt. Aber anders als Fredi Winter im Wahlkreis IV blieb ihr die einhundertprozentige Zustimmung versagt. 45 Delegierte stimmten für die Juristin. Fünf Delegierte stimmten mit Nein und vier enthielten sich der Stimme. 2011 war Birgit Haas noch Guido Job unterlegen. Der Bürgermeister von Bad Hönningen stellte sich dieses Mal als Ersatzbewerber zur Wahl und erhielt 46 von 54 Stimmen. Bei einer Enthaltung stimmten sieben Delegierte gegen Guido Job. Klaus Mertesacker aus Rengsdorf schlug Birgit Haas vor. Die habe ihre Stärken bei der „Ochsentour“ bewiesen. Als Beisitzerin im Ortsverein habe sie sich über den Vorsitz bis hin zur Ortsbürgermeisterin von Straßenhaus hochgearbeitet. Und dies in kürzester Zeit. Als persönliche Stärken der Bewerberin bezeichnete er deren Geduld und Aufmerksamkeit. Sie leiste viel Vereinsarbeit und sei sich für nichts zu schade. „Vor fünf Jahren stand ich schon einmal hier. Seitdem hat sich viel verändert“, blickte Birgit Hass zurück. Sie habe viel politische Erfahrung sammeln können, gehöre mittlerweile dem Kreistag an und wurde zum zweiten Mal zur Ortsbürgermeisterin gewählt. „Ich will anpacken und zupacken und nicht nur reden“, warb die 50-jährige für sich. Ihr Wahlprogramm bestünde aus den Wünschen der Bürger/innen. In diesem Sinne möchte sie sich für altersgerechte Wohnprojekte ebenso einsetzen, wie für den Ausbau des Breitbandnetzes. „Ich kämpfe für ein soziales und gerechtes Miteinander und will den Wahlkreis für die SPD wiedergewinnen“, verkündete Birgit Haas. Wie sie das anstellen kann gab ihr Guido Job mit auf dem Weg. Die derzeitige Landtagsabgeordnete, Ellen Demuth (CDU), trage nämlich viel Ballast mit sich. Ihr könne man durchaus unter die Nase reiben, seinerzeit wegen der Angst steigender Energiepreise vor dem Atomausstieg gewarnt zu haben und gegen die Einführung des Mindestlohns gewesen zu sein. Die von ihr suggerierte Insolvenzwelle, vorwiegend bei Handwerksbetrieben, sei gar nicht eingetreten. Guido Job, seit 18 Jahren Bürgermeister von Bad Hönningen, ist für Birgit Haas zuversichtlich und will sie mit aller Kraft unterstützen. Wenn es bei ihr mit dem Direktmandat nicht klappt, habe die Westerwälderin durchaus Chancen, über die Liste in den Landtag zu kommen. Grund: Die SPD hat beschlossen, jeden zweiten Listenplatz mit einer Frau zu besetzen.
Zum Ersatzkandidaten wählten die Genossen Guido Job (Bad Hönningen).
