Allgemeine Berichte | 02.10.2015

Marienhaus Klinikum St. Antonius Waldbreitbach

Das Krisentelefon ist für viele ein Rettungsanker

Das Krisentelefon ist seit 1998 für Menschen mit seelischen Problemen und deren Angehörige da - pro Jahr rund 540 Anrufe - Mitarbeiter zu neuen Zeiten erreichbar

Seit vielen Jahren ist das Krisentelefon eine Anlaufstation für Menschen mit seelischen Problemen und deren Angehörige. Prof. Dr. Jörg Degenhardt, der Chefarzt des Klinikums, der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach und Dr. Ulrich Kettler, der Psychiatrie-Koordinator des Kreises (hintere Reihe v.re.) dankten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums für ihr außergewöhnliches Engagement. Heribert Frieling

Waldbreitbach. Für viele Betroffene ist diese Rufnummer so etwas wie ein Rettungsanker.

Kompetente Ansprechpartner

Wer abends oder an Sonn- und Feiertagen die (0 26 38) 92 37 33 wählt, der findet dort einen kompetenten Ansprechpartner. Seit dem 19. Januar 1998 gibt es im Kreis Neuwied das Krisentelefon, an das sich Menschen mit seelischen Problemen und deren Angehörige wenden können. Durchschnittlich 540 Anrufe pro Jahr nehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Marienhaus Klinikums St. Antonius in Waldbreitbach entgegen. Oftmals ist dieses Gespräch bereits „der erste Schritt zur Entschärfung der Krise“, sagt Anette Baldus vom Sozialdienst des Klinikums. Gemeinsam mit zehn Kolleginnen und Kollegen aus dem Klinikum teilt sie sich den Dienst am Krisentelefon. Das Krisentelefon ist ein wichtiger Baustein in der gemeindenahen Psychiatrie und eine Erfolgsgeschichte. In dieser Einschätzung waren sich Prof. Dr. Jörg Degenhardt, der Chefarzt des Klinikums, der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach und Dr. Ulrich Kettler, der Psychiatrie-Koordinator des Kreises, bei ihrem Treffen in der Klinik einig. Und sie dankten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums für ihr außergewöhnliches und vor allem freiwilliges Engagement.

Das Krisentelefon

Dennoch hat man jetzt ein wenig an den Stellschrauben gedreht und die Zeiten, an denen das Telefon besetzt ist, den Bedürfnissen der Nutzer angepasst. So ist das Krisentelefon werktags von 17 bis 21 Uhr und an den Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 21 Uhr besetzt. Am Krisentelefon finden die Anrufer einen qualifizierten Ansprechpartner. Es sind dies Fachkrankenschwestern und -pfleger für Psychiatrie, Seelsorger und Sozialarbeiter, Psychologen und Ergotherapeuten. Sie versuchen, dem Anrufer Hilfe zur Selbsthilfe auszuzeigen, sie informieren über die verschiedenen Hilfsangebote in Stadt und Kreis Neuwied und versuchen, problematische Situationen zu entschärfen. Aber sie führen keine therapeutischen Gespräche. Deshalb sucht man auch Ärzte am Krisentelefon vergeblich.

Wie alles begann

Den Anstoß zur Einrichtung eines Krisentelefons haben damals Selbsthilfe- und Angehörigengruppen aus dem Kreis Neuwied gegeben, wie sich Prof. Degenhardt erinnerte. Sie hatten zu Recht darauf hingewiesen, dass außerhalb der üblichen Öffnungszeiten von Arztpraxen und Beratungsstellen die Betroffenen mit ihren Problemen allein gelassen werden und damit in der Regel überfordert sind. Psychische Krisen nehmen auf Öffnungszeiten eben keine Rücksicht. - So hat sich das Krisentelefon über mehr als 17 Jahre zu einem wertvollen und unverzichtbaren Rettungsanker für viele Betroffene aus dem Landkreis Neuwied entwickeln können.

Seit vielen Jahren ist das Krisentelefon eine Anlaufstation für Menschen mit seelischen Problemen und deren Angehörige. Prof. Dr. Jörg Degenhardt, der Chefarzt des Klinikums, der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach und Dr. Ulrich Kettler, der Psychiatrie-Koordinator des Kreises (hintere Reihe v.re.) dankten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums für ihr außergewöhnliches Engagement. Foto: Heribert Frieling

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