Politik | 25.05.2014

Das neue Solardachkataster Neuwied ist online

Die Sonne für sich arbeiten lassen

Das neue Solardachkataster Neuwied ist online. Die Beteiligten stellten das Programm jetzt auf Einladung des 1. Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach gemeinsam vor.privat

Neuwied. Für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Neuwied wurde gemeinsam mit Partnern aus der Region dieses Informationsangebot zum Thema Solardach geschaffen. Die Beteiligten stellten das Programm jetzt auf Einladung des 1. Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach gemeinsam vor. „Es lohnt sich, trotz vieler Unkenrufe, die Sonne auf dem eigenen Dach zu ernten, um damit Wärme und Strom zu erzeugen. Wer jetzt richtig investiert, kann sich ein gutes Stück von der Kostenentwicklung bei den Energiepreisen freimachen“, betonte Hallerbach. Das Portal „Solardachkataster Neuwied“ bietet die Möglichkeit, die Dachfläche eines Gebäudes auf eine Eignung zur Installation einer Solaranlage hin zu untersuchen. Über den Menüpunkt „Prüfung ihres Daches“ haben die Bürger Zugriff auf den Kartendienst. Der Kartendienst ermöglicht es, nach der Adresse des Gebäudes zu suchen. Wie gut ein Gebäude für die Nutzung von Solarenergie geeignet ist, wird farblich differenziert dargestellt. Durch den „Klick“ auf das Gebäude selbst öffnet sich eine Datenabfrage, nach Angabe persönlicher Daten und Legitimation als Gebäudeeigentümer haben die Eigentümer Zugriff auf weiterführende Informationen. Beispielsweise ist ein ausführlicher Wirtschaftlichkeitsrechner zur Nutzung von Solarenergie auf den Gebäuden hinterlegt. Integriert wurde weiterhin ein zusätzliches Informationsangebot zum Thema Photovoltaik wie Besonderheiten des Denkmalschutzes, zur Baugenehmigung, zu den Anlagenkomponenten oder weitere nützliche Informationen. Fachbetriebe aus der Region haben die Möglichkeit sich zu registrieren, die Bürger können dies nutzen, um mit geeigneten Fachbetrieben in Kontakt zu treten. Besitzer von Solarthermieanlagen können im Mittel circa 30 Prozent des Wärmebedarfs über die Sonne abdecken. Die Solarwärmetechnologie ist ausgereift und ausgesprochen langlebig. Eine Solarstromanlage kann sogar bis maximal 60 Prozent des durchschnittlichen häuslichen Strombedarfs selbst erzeugen, sofern die Anlage mit einem Batteriespeicher ausgestattet ist. Die Erzeugung von Solarenergie wird staatlich gefördert. Zur Finanzierung einer Anlage können günstige KfW-Kredite oder Zuschüsse aus dem Marktanreizprogramm (MAP) in Anspruch genommen werden. Zudem unterstützt der Staat die Anschaffung von SonnenSpeichern mit einem eigenen Förderprogramm. Gleichzeitig haben Solarstromanlagen auf Ein- und Zweifamilienhäuser den Vorteil, dass sie nicht von den Plänen der Bundesregierung betroffen sind, den Eigenverbrauch mit der EEG-Umlage zu belasten, sie fallen unter die sogenannte Bagatellgrenze. Das sind erhebliche Einsparmöglichkeiten bei der Energieversorgung, die die Bürger nutzen können. Im Landkreis Neuwied ließen sich circa 215.000 MWh Strom bei 237 MWp installierter Leistung produzieren, wenn alle Dachflächen genutzt würden. Bei der Wärme könnte theoretisch eine ähnliche Größenordnung erzeugt werden nach einer Ermittlung im Klimaschutzkonzept. Dies, ohne dass zusätzliche Fläche in der Landschaft in Anspruch genommen werden muss. Infos gibt es online unter: www.solardachkataster-neuwied.de.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Neuwied

Das neue Solardachkataster Neuwied ist online. Die Beteiligten stellten das Programm jetzt auf Einladung des 1. Kreisbeigeordneten Achim Hallerbach gemeinsam vor.Foto: privat

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