Praxiserfahrung ist bei vielen Betrieben gefragt
Duale Ausbildung bietet beste Karrierechancen
Kreis NR. Zwischen rund 340 Berufen können Jugendliche heutzutage wählen, wenn sie eine Ausbildung im dualen System machen wollen. Sogar Barack Obama, Präsident der Vereinigten Staaten, hat das deutsche Ausbildungssystem einst gelobt. Dabei lernen die Auszubildenden in zwei bis dreieinhalb Jahren in Betrieb und Berufsschule. Dann sind sie für den Arbeitsmarkt bestens qualifiziert.
„Eine duale Ausbildung bietet jungen Menschen beste Chancen für den Arbeitsmarkt“, sagt Dr. Holger Bentz, stellvertretender Leiter des Bereichs Aus- und Weiterbildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz. Denn: „Praktische Erfahrungen sind in den Betrieben nämlich gefragt“, ergänzt er. Gut ausgebildete Fachkräfte würden auch in Zukunft in den Unternehmen gefragt sein.
In der dualen Ausbildung werden die Lehrlinge in den Betrieben und in der Berufsschule ausgebildet. „Die duale Ausbildung verbindet das praktische Lernen im Betrieb mit dem theoretischen Lernen in der Berufsschule“, erklärt Dr. Bentz. So würden die Auszubildenden bestens für den Beruf vorbereitet. Die Ausbildungszeit dauert je nach Beruf zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Abgeschlossen wird mit einer Prüfung. Dabei gehen die Auszubildenden während ihrer Lehrzeit finanziell nicht leer aus: Vom ersten Tag an verdienen sie ihr eigenes Geld. So sind sie nicht nur während der Ausbildungszeit unabhängiger, auch in Zukunft profitieren sie: „Das ermöglicht auch später ein höheres Einkommen, als es zum Beispiel bei einem akademischen Abschluss der Fall wäre“, sagt Dr. Bentz.
Junge Menschen sollten sich dabei rechtzeitig Gedanken über die Berufsausbildung und mögliche Weiterbildungsmöglichkeiten machen, so Bentz. So könnten sie sich gezielter bewerben. Dabei gibt es diverse Möglichkeiten, sich zu informieren. Bei Berufsinformationsmessen oder Tagen der offenen Tür in Betrieben finden sich zum Beispiel Gelegenheiten, aber auch die IHK Koblenz bietet auf ihren Internetseiten (www.ihk-koblenz.de) sowie vor Ort jede Menge Informationen, wie der Einstieg ins Berufsleben gelingen kann. Mit dem Abschluss einer Ausbildung muss der Karriereweg dabei noch lange nicht beendet sein. „Weiterbildungen oder ein Studium sind noch anschließend möglich und schaffen dann Chancen zu einem beruflichen Aufstieg“, so Dr. Bentz.
Pressemitteilung
Industrie- und Handelskammer Koblenz
