Politik | 03.10.2015

Besuchergruppe im Mainzer Landtag

Elisabeth Bröskamp (GRÜNE MdL) lud ein

40 Gäste waren der Einladung nach Mainz gefolgt. privat

Kreis Neuwied. Es war ein hochinteressanter Besuch in Mainz, so die einhellige Meinung der gut 40 mitfahrenden Gäste, die einer Einladung der Landtagsabgeordneten Elisabeth Bröskamp (Bündnis 90/Die Grünen) gefolgt waren. Auf dem Tagesprogramm stand zuerst ein zweistündiger Besuch mit Führungen durch die Einrichtungen der SWR-Studios Mainz. Nach dem Mittagessen folgte dann ein Treffen mit Elisabeth Bröskamp im Landtag, wo sie über ihre politische Arbeit und ihre Ausschüsse berichtete, in denen sie mitarbeitet. Sehr interessant war zuvor der Besuch im Plenarsaal des rheinland-pfälzischen Landtages. Da an diesem Tage keine Plenarsitzung stattfand (wo die Landtagesabgeordneten aller Parteien diskutieren und Beschlüsse fassen), konnten die Teilnehmer Platz im Plenarsaal nehmen (ansonsten ist die Plenarsitzung für Besucher nur von der Tribüne aus zu sehen). Es dürfte für lange Zeit einer der letzten Besuche im historischen Landtagsgebäude/dem Deutschherrenhaus sein, denn das Deutschherrenhaus wird ab Anfang Januar vom Kern auf für etwa 40 Millionen Euro saniert. Zur Zeit ist bereits ein Zugang zum Restaurant nicht mehr möglich. „Ich freue mich immer wieder sehr darüber, dass wir Besuchergruppen einladen dürfen. So kommen wir in gute und manchmal auch äußerst kritische Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Region. Das ist sehr wichtig und macht immer wieder deutlich, dass unserer Wählerinnen und Wähler sehr gut informiert sind und unsere Arbeit als Landtag und als Landtagsabgeordnete intensiv verfolgen,“ so Elisabeth Bröskamp.

Zur Geschichte des Landtagsgebäudes

Einige Fakten zur Geschichte des Landtagsgebäudes, des sogenannten „Deutschherrenhauses“. Der Landtag befindet sich an der Stätte des Deutschordenshauses, Deutschhaus genannt. Erbaut wurde es von 1730 bis 1740 als neue Kommende (Verwaltungssitz) des Deutschen Ritterordens – Bauherr war Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg, Erzbischof und Kurfürst von Mainz, zugleich Hochmeister des Deutschen Ordens. Nach Eroberung von Mainz durch das französische Revolutionsheer erfolgte die Konstituierung des rheinisch-deutschen Nationalkonvents im Jahre 1793. Um 1800 wurde das Deutschhaus Sitz französischer Justizbehörden.

Danach wurde das Gebäude mehrmals Quartier Napoleons I. Von 1819 bis 1918 war das Palais im Besitz des Großherzogs von Hessen-Darmstadt. Auf ihren Rheinreisen 1845 weilten Königin Viktoria von England und Prinzgemahl Albert im Deutschhaus. 1870 zu Beginn des Deutsch-Französischen Krieges, war das Deutschhaus Hauptquartier Wilhelm I. von Preußen und vor dem ersten Weltkrieg zudem öfters Quartier von Kaiser Wilhelm II. Von 1918 bis 1930 war das Deutschhaus Sitz des kommandierenden französischen Generals. Von 1943 bis 1945 hatte hier die Stadtverwaltung Mainz ihren Sitz. Am 27. Februar 1945 brannte das geschichtsträchtige Haus bei einem Bombenangriff bis auf die Außenmauern ab. Seit dem 18. Mai 1951 wurde das wiederaufgebaute Deutschhaus Sitz des Landtags Rheinland-Pfalz. Soweit zur Geschichte.

Pressemitteilung

Elisabeth Bröskamp ,MdL, (Bündnis 90 Die Grünen)

40 Gäste waren der Einladung nach Mainz gefolgt. Foto: privat

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