Politik | 08.07.2026

CDU Erpel nominiert Bürgermeister

Andreas Schwager als Bürgermeisterkandidat in Erpel einstimmig nominiert

Symbolisch für die enge Zusammenarbeit zwischen Ortsgemeinde und Verbandsgemeinde: Andreas Schwager (Mitte), Bürgermeisterkandidat der CDU Erpel, und Korbinian Wester, CDU-Kandidat für das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Unkel, wollen viele Herausforderungen künftig Hand in Hand angehen.

Erpel. Ein deutlicheres Signal hätte die CDU Erpel kaum senden können: Ohne Gegenstimme haben die Mitglieder Andreas Schwager am Mittwochabend im Rathaus als Kandidaten für die Wahl zum Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Erpel nominiert. Bereits im Mai hatte ihn der Vorstand des Ortsverbandes einstimmig vorgeschlagen. Mit der Bestätigung durch die Mitgliederversammlung startet Schwager nun offiziell in den Wahlkampf.

Die Versammlung wurde von der Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes Erpel, Beate Lister, geleitet. Markus Fischer, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Unkel, übernahm als Wahlleiter die Durchführung des Wahlverfahrens. Neben der Wahl Schwagers stand auch die Vorstellung von Korbinian Wester auf der Tagesordnung, der für die CDU als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Unkel kandidiert.

Im Mittelpunkt des Abends stand jedoch Andreas Schwager. In seiner Bewerbungsrede machte er deutlich, wofür seine Kandidatur steht. Sein Leitgedanke lautet: „Bewahren, was Erpel ausmacht. Gestalten, was Erpel braucht.“ Dieser Gedanke zog sich wie ein roter Faden durch seine Rede. Immer wieder wurde deutlich, dass Schwager Bewährtes erhalten und gleichzeitig die Zukunft des Ortes aktiv gestalten möchte.

Erpel ist für ihn weit mehr als ein Wohnort. Hier lebt er, hier engagiert er sich seit vielen Jahren, hier kennt er die Menschen und ihre Anliegen. Viele kennen ihn aus seinem langjährigen ehrenamtlichen Engagement und seiner kommunalpolitischen Arbeit. Daraus leitet er auch sein Verständnis des Amtes ab. Ein Ortsbürgermeister müsse zuhören, erreichbar sein, Verantwortung übernehmen und Entscheidungen nachvollziehbar erklären.

Ein zentrales Thema seiner Rede war das Miteinander im Ort. Schwager sieht in Vereinen, Feuerwehr, Kirchengemeinden, Gewerbetreibenden und den vielen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern das Fundament einer lebendigen Dorfgemeinschaft. Für ihn ist dieses Engagement einer der Gründe, warum Erpel so lebenswert ist. Deshalb brauche es Anerkennung, aber auch konkrete Unterstützung und einen verlässlichen Austausch mit der Ortsgemeinde.

Auch die touristische Entwicklung Erpels nimmt Schwager in den Blick. Mit dem Rheinsteig, der Erpeler Ley, dem historischen Ortskern und der besonderen geschichtlichen Bedeutung des Ortes verfüge Erpel über Stärken, die nach seiner Überzeugung noch besser genutzt werden können. Dabei geht es ihm nicht um große Versprechen oder einzelne Prestigeprojekte. Vielmehr setzt er auf viele praktische Schritte, die zusammen Wirkung entfalten können: eine bessere Beschilderung, mehr Aufenthaltsqualität, ein attraktiver Ortskern und eine engere Zusammenarbeit mit Gastronomie, Winzern, Vereinen und touristischen Partnern.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Familienfreundlichkeit. Der Erhalt der Grundschule mit ihrem Betreuungsangebot, eine starke Kindertagesstätte, sichere Wege und gute Rahmenbedingungen für Kinder und Eltern gehören für Schwager zu den wichtigsten Aufgaben einer Ortsgemeinde. Erpel solle ein Ort bleiben, in dem Kinder gut aufwachsen und Familien gerne leben.

Beim Thema Finanzen sprach sich Schwager für einen sorgfältigen Umgang mit öffentlichen Mitteln aus. Förderprogramme müssten konsequent genutzt, Investitionen gut abgewogen und neue Entwicklungsmöglichkeiten geprüft werden. Nur eine finanziell solide aufgestellte Gemeinde könne auch künftig investieren und eigene Gestaltungsmöglichkeiten behalten.

Korbinian Wester ergänzte den Abend mit seinen Schwerpunkten für die Verbandsgemeinde. Dabei wurden klare Schnittmengen sichtbar. Auch Wester setzt auf die Stärkung des Ehrenamtes und auf den Abbau bürokratischer Hürden für Vereine und Veranstaltungen. Ebenso spielen kommunale Finanzen, wirtschaftliche Entwicklung und der Tourismus in seinem Programm eine wichtige Rolle. Wester studierte Mathematik und absolvierte anschließend einen Masterstudiengang in Quantitative Economics and Finance mit dem Schwerpunkt öffentliche Finanzen. Beruflich und wissenschaftlich beschäftigt er sich mit kommunalen Finanzfragen.

An diesem Abend wurde deutlich, warum beide Kandidaturen gut zusammenpassen. Während Andreas Schwager die Perspektive der Ortsgemeinde einbringt, richtet Korbinian Wester den Blick auf die Verbandsgemeinde und ihre Verwaltung. Beide setzen auf einen offenen Austausch, kurze Wege und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sie verbindet die Überzeugung, dass sich viele Herausforderungen nur gemeinsam lösen lassen. Die Ortsgemeinde Erpel und die Verbandsgemeinde Unkel sollen deshalb künftig noch enger Hand in Hand arbeiten – zum Nutzen der Menschen in der gesamten Region.

Am Ende des Abends stand dennoch vor allem ein Ergebnis: Andreas Schwager erhielt von den Mitgliedern der CDU Erpel ein einstimmiges Mandat. Das Wahlergebnis unterstrich den großen Rückhalt, den er innerhalb des Ortsverbandes genießt. Mit diesem Rückenwind startet Schwager in den Wahlkampf um das Amt des Ortsbürgermeisters. Seine Rede machte deutlich, welche Schwerpunkte er setzen möchte: ein starkes Ehrenamt, eine familienfreundliche Gemeinde, eine solide Finanzpolitik sowie die Weiterentwicklung Erpels als lebenswerter Wohn- und Tourismusort. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde weiter gestärkt werden – denn viele Aufgaben lassen sich erfolgreicher bewältigen, wenn Ortsgemeinde und Verwaltung Hand in Hand arbeiten.

Andreas Schwager wurde von der Mitgliederversammlung der CDU Erpel einstimmig als Bürgermeisterkandidat für die Wahl am 8. November nominiert.

Andreas Schwager wurde von der Mitgliederversammlung der CDU Erpel einstimmig als Bürgermeisterkandidat für die Wahl am 8. November nominiert. Foto: Daniela Simon

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Symbolisch für die enge Zusammenarbeit zwischen Ortsgemeinde und Verbandsgemeinde: Andreas Schwager (Mitte), Bürgermeisterkandidat der CDU Erpel, und Korbinian Wester, CDU-Kandidat für das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Unkel, wollen viele Herausforderungen künftig Hand in Hand angehen. Foto: Daniela Simon

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