Närrische Frohnaturen aus dem Tal und von der Hüh verbrachten jecke Stunden im Unkeler Center-Forum
Erwin Rüddel lud zum 5. Karnevals- und Prinzenempfang
Unkel. Ausnahmsweise nicht als Vorsitzender des RKK-Bezirks Kreis Neuwied-Land, sondern als Kreisvorsitzender der CDU Neuwied hatte der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel kürzlich närrische Frohnaturen aus seinem Wahlkreis zum Karnevals- und Prinzenempfang ins Center-Forum nach Unkel eingeladen. „Ich hoffe, wie in den vier Jahren zuvor auch dieses Mal wieder zahlreiche Abordnungen von Karnevalsgesellschaften und -vereinen aus meinem Wahlkreis, dem Landkreis Altenkirchen und dem Kreis Neuwied, begrüßen zu können. Besonders freue ich mich da auf Tollitäten, Prinzenpaare und Tanzgruppen“, so der närrische Christdemokrat, der selber mit seiner Ehefrau Renate 2002 das Narrenzepter bei den „Wenter Klaavbrödern“ in seiner Heimat Windhagen geschwungen hatte. Entsprechend gehörten auch seine aktuellen Nachfolger, natürlich nur im närrischen Amt, Prinz Michael I. „von Handy, Senat und Multirat“ und Prinzessin Birgit II. „von schwarze Mamba und rote Socken“ zu den ersten Gästen, die er im Center-Forum begrüßen konnte, zumal sein Sohnemann Alexander Ober-Klaavbroder ist, wie Sitzungspräsident Dennis Heinemann kurz nach 19.11 Uhr auf der großen Bühne verriet.
„Angemeldet hatten sich ja bei Weitem nicht so viele Gesellschaften wie in den Vorjahren, aber jetzt ist der Saal doch wieder voller Gesellschaften und Corps, Möhnen und blaublütiger Jecken samt Gefolge, die für ein ausgesprochen farbenprächtiges Bild sorgen“, freute sich der RKK-Bezirksvorsitzende. Willkommen hieß er als Gastgeber zudem seine Parteifreundin, die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth, die Kreisvorsitzende der Frauen-Union, Monika Krautscheid-Bosse, den Kreisvorsitzenden der Senioren-Union, Wolfgang Löhrke sowie den Unkeler VG-Chef, Karsten Fehr, den Linzer Stadtbürgermeister Hans Georg Faust und nicht zuletzt den RKK-Ehrenpräsidenten Peter Schmorleiz.
Erwin Rüddels besonderer Dank für die Gestaltung und Durchführung der Veranstaltung galt dem Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbands, Heinz Schmitz und dem Vorsitzenden des CDU-Ortsvereins, Alfons Mußhoff. Dessen Stellvertreter, Ewald Buslei, übernahm wie schon seit der Premiere 2011 die Moderation der Veranstaltung, die von einer Delegation des Kasbacher Karnevals Komitees und den Unkeler Hunnen eröffnet wurde. Mit Tobi I. „vun de jröön-wiesse Husarenfamillich“ eroberte die erste Tollität die Bühne. Von dort oben erkannte der Linzer Prinz, dass nicht nur die Strünzer Stadt bunt, jeck un willich im Fastelovend ist. „Wir tanzen gern bis tief in die Nacht und ham viel Spaß, bis der Saal vor Freude lacht“, schmetterte er mit den Adjutanten, seinen Brüdern Hendrik und Holger Derek, sein Prinzenlied.
Dann kam die große Stunde der Unkeler KG um die Präsidenten Markus Winkelbach und Manfred Himmelbach.
Die hatten natürlich nicht nur das Bläsercorps und die Majoretten mitgebracht, sondern auch Kinderprinzessin Vivien I. mit ihren Paginnen Leonie und Vanessa. Und die junge Tollität reihte sich mit ihrer Freundin Leonie auch gleich bei den Majoretten ein, von denen die Jecken im Saal mit „Kasalla“ aufgefordert wurden: „Kumm mer lääve hück Naach, als wör dat hück dä letzte Daach!“ Die Prinzessin der Großen Erpeler KG, Christiane I. „aus dem Hause Simon“ hatte da noch reichlich Zeit, bis Buslei sie auf die Bühne holte. Zunächst kamen die „Lions“ aus dem hohen Bruchhausen „atemlos durch die Nacht“ ins Rheintal, während der Hünnijer Prinz Karsten I. soeben mit fliegenden Fahnen das Center Forum erreichte.
Gerade noch rechtzeitig, um mitzuerleben, wie die Unkeler „Barhocker“ um Frontman Andreas Kuhsel als „Blues Brothers“ den Saal zum Kochen brachten. „Mit aktiven Karnevalisten und Freunden des närrischen Frohsinns einige entspannte und abwechslungsreiche Stunden zu verbringen, heißt für mich auch ‚Danke‘ zu sagen für sehr viel ehrenamtliches Engagement zur Pflege unseres schönen rheinischen Brauchtums der fünften Jahreszeit. Eines, das bleibt unbenommen, bei mir ist Frohsinn stets willkommen“, bekräftigt Erwin Rüddel.
Als „Marathon-Mann us Wente“ verfügt er eigentlich über eine gute Kondition. Trotzdem wurden seine Schritte von Stunde zu Stunde Richtung Mitternacht schwer und schwerer, nahm die Last mit jedem Auftritt von Tollitäten und Gesellschaften auf der Bühne des Unkeler Center-Forums angesichts der steigenden Zahl an Sessions-Orden um seinen Hals doch stetig zu.
