KreisVolkshochschule Neuwied besuchte die BUGA im Havelland
Geschichtsträchtiger Ausflug
Kreis NR. Die KreisVolkshochschule Neuwied besuchte die BUGA 2015 im Havelland. Bernd Benner leitete die große Reisegruppe mit über 50 Personen und erklärte: „Die Herausforderung dieser BUGA ist, dass sie über fünf Standorte entlang der Havel verteilt ist.“ Nach Ankunft in Potsdam, dem Quartier für die nächsten vier Tage, erfuhr die Gruppe bei einer zweieinhalbstündigen Stadtführung viel Wissenswertes über diesen geschichtsträchtigen Ort und die Hohenzollern.
Der zweite Tag begann mit der Erkundung des 50 Kilometer entfernten Schlosses Ribbeck (bekannt durch Fontanes Gedicht „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“). Das Geschlecht gab es seit Jahrhunderten. Der in der Nazizeit dort waltende und das Regime offen ablehnende Gutsherr kam 1944 in KZ, wo er kurz vor Kriegsende ermordet wurde. Anschließend stand der Besuch der beiden BUGA-Orte Havelberg und Rathenow an. In Havelberg konnten die Blumenhallenschauen in der Kirche St. Laurentius als Premiere bewundert werden. Der Anstieg zum Dom wurde mit einem wundervollen Ausblick über Stadt und Havel belohnt. Auch in Rathenow nutzten viele den mit 81 Metern höchsten mobilen Aussichtsturm der Welt, um sich einen Blick über die BUGA-Areale und die Havelregion zu gönnen. Der „Optikpark“ (in Anlehnung an die hier seit 1801 ansässige optische Industrie) und „Weinbug“ mit der eigens für die BUGA errichteten 360 Meter langen imposanten Brücke beeindruckten.
Am dritten Tag stand das mit 3,3 Hektar kleinste Areal in Premnitz auf dem Programm. „Klein, aber fein“ lautete dort die Devise. Insbesondere die Einbeziehung des naturbelassenen Uferbereichs der Havel fand Anerkennung. Für das merklich größere Gebiet (16,5 Hektar) in Brandenburg stand dann der gesamte Nachmittag zur Verfügung. Erstes Ziel war der Teil um den 80 Meter hohen Marienberg, wo der 32,5 Meter hohe Aussichtsturm „Friedenswarte“ ebenfalls ein prächtiges Panorama über Ausstellung, Stadt und die Fluss- und Seenlandschaft der Havel bot. Die zu Füßen gelegene Kirche St. Johannis beinhaltete eine weitere wunderschöne Blumenschau und war Bindeglied zu der am anderen Ufer gelegenen Ausstellung „Packhof“, wo 33 Themengärten, Präsentationen der Region und die Wufthalle als gärtnerischer Informationsbereich interessante Aufschlüsse gaben. Die Heimreise wurde mit einem dreistündigen Aufenthalt in Braunschweig verbunden, wobei eine weitere Führung der Reisegruppe die Stadt "Heinrichs des Löwen" näher brachte.
Zwei Stadtführungen, eine Schlossbesichtigung, der Besuch von vier BUGA-Orten und Informationen entlang der Strecke sowohl zur Geschichte als auch zur Landschaft der Havelregion ergaben ein anspruchsvolles Programm, das viel Lob erfuhr. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fielen durchweg positiv aus, was jemand mit „schreit nach Wiederholung“ ausdrückte. Tatsächlich ist schon die nächste Reise geplant: Im Mai 2016 geht es mit Bernd Benner in die bayrische Metropole München. Informationen gibt es bei der Geschäftsstelle unter Tel. (0 26 31) 34 78 13.
