Politik | 23.03.2014

Gegen den Trend: Kein Rückgang im Landkreises Neuwied

Hohe Quoten bei Erfassung von Elektroschrottmengen

Bundesweit wurden deutlich weniger Altgeräte erfasst

Während bundesweit die Erfassung und Entsorgung von Altelektrogeräten eher rückläufig und damit wenig ökologisch ist, läuft es im Landkreis Neuwied deutlich besser. Der 1. Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernent Achim Hallerbach - hier gemeinsam mit Ines Finger (l) und Thomas Strohmenger (r) an einer Sammelstelle - wertet dies als Beleg für das bürgerfreundliche und beispielhaft fortschrittliche System der Kreisabfallwirtschaft.  Privat

Neuwied. Während bundesweit die Erfassung und Entsorgung von Altelektrogeräten eher rückläufig und damit wenig ökologisch ist, läuft es im Landkreis Neuwied deutlich besser. Wie der 1. Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernent Achim Hallerbach mitteilt, konnte das Sammelergebnis nochmals gesteigert werden. Hallerbach wertet dies als Beleg für das bürgerfreundliche und beispielhaft fortschrittliche System der Kreisabfallwirtschaft. Laut einer Veröffentlichung des Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse) waren die erfassten und verwerteten Mengen an Elektroaltgeräten auch 2012 allgemein weiterhin rückläufig: Mit 608.000 Tonnen wurden 2012 in Deutschland 26.000 Tonnen weniger als 2011 erfasst. Dies entspricht einem Rückgang von über vier Prozent. Ursache hierfür sind nach Expertenansicht vor allem die Sammelstrukturen für Elektrogeräte, die nach Ansicht des bvse im Allgemeinen „weder bürgernah noch flexibel“ seien. Wie die Presse berichtet hat daher auch die neue Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) einen Gesetzentwurf vorgelegt der vorsieht, dass Kunden künftig ihre Altgeräte beim Neukauf im Laden abgeben können. Große Geschäfte mit über 400m² sollen Elektronikschrott sogar ohne einen Verkauf von Neuware annehmen müssen. Dass es auch anders geht, zeigt der Landkreis Neuwied, der sein Sammelergebnis 2012 im Vergleich zum Bundestrend sogar um drei Tonnen steigern konnte. „Während der allgemeine Trend nach unten zeigt, konnten wir 2012 1.213 Tonnen Elektroschrott sammeln und damit das Vorjahresergebnis leicht steigern“, freut sich der Achim Hallerbach über diesen weiteren Beleg für das erfolgreiche Abfallkonzept des Landkreises. Noch besser schneidet der Kreis Neuwied 2013 ab: Hier wurden sogar 1236 Tonnen erfasst. Rechnet man die im Jahr 2013 hinzu gekommene so genannte „Weiße Ware“ (z.B. Waschmaschinen, Geschirrspüler und Herde), die bis dato dem Schrott zugeordnet wurde, verbessert sich das Ergebnis sogar um weitere 254 Tonnen. Die erreichte Leistung ist umso beachtlicher, als die Neuwieder Abfallwirtschaft alleine mit rd. 6,7 kg pro Einwohner und Jahr ohnehin schon überdurchschnittlich viele Altgeräte erfasst und damit einen hohen Stand zu „verteidigen“ hat. Zum Vergleich: Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz setzt eine jährliche Sammelmenge von vier kg je Einwohner zum Ziel. Und im bundesweiten Schnitt werden bei kommunalen Sammelstellen sowie Herstellern und Händlern zusammengenommen jährlich insgesamt acht Kilogramm (kg) Elektroaltgeräte pro Einwohner zurückgenommen. Weiter gehende Fragen zur E-Schrottsammlung, aber auch zur Entsorgung aller anderen Abfälle im Landkreis Neuwied können unter Tel. (0 26 31) 80 3- 30 8 an die Kreis-Abfallberatung gerichtet werden. Pressemitteilung des

Kreises Neuwied

Während bundesweit die Erfassung und Entsorgung von Altelektrogeräten eher rückläufig und damit wenig ökologisch ist, läuft es im Landkreis Neuwied deutlich besser. Der 1. Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernent Achim Hallerbach - hier gemeinsam mit Ines Finger (l) und Thomas Strohmenger (r) an einer Sammelstelle - wertet dies als Beleg für das bürgerfreundliche und beispielhaft fortschrittliche System der Kreisabfallwirtschaft. Foto: Privat

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