Inanspruchnahme des Betreuungsbonus für Zweijährige steigt weiterhin
Immer mehr Zweijährige werden in den Kitas betreut
Kreis Neuwied. Für immer mehr Kinder ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr ist der Besuch einer Kindertagesstätte heute selbstverständlich. „Diese Einschätzung zum „Anmelde- und Zugangsverhalten“ zu den Angeboten der Kindertagesstätten wird auch untermauert durch die Meldung der sogenannten Bonuskinder, die ganz aktuell für den Kreisjugendamtsbezirk Neuwied erstellt wurde“, erläutert der 1. Kreisbeigeordnete und Dezernent für Jugend und Familie, Achim Hallerbach. Für insgesamt 586 Zweijährige, die in den Kindertagesstätten im Landkreis zum maßgeblichen Stichtag 31. Dezember 2013 betreut wurden, kann der Landkreis beim Land den sogenannten Betreuungsbonus beantragen. Den zahlt dann, wenn auf der Ebene einer Verbandsgemeinde mindestens zehn Prozent aller Zweijährigen - in einer Kindertageseinrichtung betreut werden. „Kreisweit waren es genau 64,6 Prozent der insgesamt 907 Zweijährigen, die zum maßgeblichen Stichtag 31. Dezember 2013 in einer Kindertagesstätte angemeldet waren“, betont Hallerbach. Dabei reicht die sogenannte „Quote“ der Inanspruchnahme in den einzelnen Verbandsgemeinden von rund 48,4 Prozent bis weit über die 70-Prozent-Marke hinaus. Die meisten Zweijährigen, genau 100 Kinder, wurden zum maßgeblichen Stichtag in den Kindertageseinrichtungen in der Verbandsgemeinde Linz betreut. Das entspricht einer Quote von annähernd 77 Prozent aller zweijährigen Kinder dort. Zur Verfügung stellt das Land als Betreuungsbonus für jedes zweijährige Kind einen Betrag in Höhe von 1.000 Euro. 300 Euro hiervon verbleiben beim Land zur Finanzierung der Landeszuweisungen zu den notwendigen Personal(mehr)kosten, 700 Euro werden zunächst an das jeweilige Jugendamt weitergeleitet. Dort verbleiben 385 Euro für jedes betreute zweijährige Kind, 315 Euro werden an den Träger der jeweiligen Kindertagesstätte weitergeleitet. Dann, wenn in einer Verbandsgemeinde sogar mehr als 40 Prozent der Zweijährigen betreut sind, steigt der Bonus für jedes Kind über dieser 40-Prozent-Schwelle sogar von 1.000 Euro auf 2.050 Euro. „Diese Mehreinnahmen werden dann im Verhältnis der belegten Plätze auf alle Kitas in der jeweiligen Verbandsgemeinde umgelegt“, unterstreicht der 1. Kreisbeigeordnete. Auch diese Schwelle ist in allen Verbandsgemeinden innerhalb des Kreises längst weit überschritten. „Wir erwarten für den Landkreis Neuwied eine Bonuszahlung von rund 570.000 Euro“, beziffert Achim Hallerbach die erwartete Einnahme des Landkreises Neuwied, die zur Finanzierung der Personalkosten für den sogenannten „U3-Ausbau“ beitragen wird. Übrigens nicht „bonusberechtigt“ sind die Kinder unter zwei Jahren, die heute schon in kleinen altersgemischten Gruppen, Krippengruppen oder auch Haus-für-Kinder-Gruppen betreut werden. Auch diese Zahl steigt kontinuierlich. Die Entwicklung der „Bonuskinder“ im Kreis Neuwied auf einen Blick: Im Jahr 2006, 189 Bonuskinder, 18,6 Prozent Betreuungsquote, im Jahr 2007, 227 Bonuskinder,24,3 Prozent Betreuungsquote, Jahr 2008, 253 Bonuskinder,27,2 Prozent Betreuungsquote, Jahr 2009, 338 Bonuskinder,26,8 Prozent Betreuungsquote, Jahr 2010, 436 Bonuskinder,48,5 Prozent Betreuungsquote, Jahr 2011, 487 Bonuskinder,53,2 Prozent Betreuungsquote, Jahr 2012, 541 Bonuskinder,60,2 Prozent Betreuungsquote, Jahr 2013, 586 Bonuskinder,64,6 Prozent Betreuungsquote. Pressemitteilung
des Kreises Neuwied
