Allgemeine Berichte | 26.04.2013

13. Girls-Day

Mädchen erobern den Arbeitsmarkt

Die Agentur für Arbeit Neuwied konnte die Mädchen mit tollem Programm begeistern

Organisatorinnen des Neuwieder Girlsdays (v. li.): Gisela Kretzer, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Neuwieder Arbeitsagentur, Sybille Offermann, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Landkreis Neuwied, Doris Eyl-Müller, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neuwied und Sandra Thannhäuser, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Neuwied. privat

Neuwied. Wer heute in der Neuwieder Arbeitsagentur vorbeischaute, staunte nicht schlecht. Es wurde gehämmert, gelötet, geblitzt und auch viel gelacht.

Rund 300 Schülerinnen hatten die Agentur erobert und stürzten sich voller Motivation und Begeisterung in die Welt der Berufe. „Das war der Hammer, ich wusste gar nicht, dass ich so was kann. Hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich echt darüber nachdenke, vielleicht auch eine Ausbildung als Pilotin zu machen. Tja, jetzt muss ich erst mal gucken, wie und wo man sich da bewirbt und was man da für einen Schulabschluss braucht“, sagt die 15-jährige Jennifer K. aus Neuwied, nachdem sie gerade im Flugsimulator ihre ersten Flugversuche machen konnte.

Den großen Erfolg ihres Projekts führen die Verantwortlichen aus den Gleichstellungsstellen von Stadt, Landkreis, Jobcenter, Arbeitsagentur und Landesministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen vor allem auf die vielfältigen Möglichkeiten zurück, selbst aktiv zu werden und sich „aus erster Hand“ zu informieren. Anders als bei einer reinen Informationsveranstaltung können hier die Mädchen selber ausprobieren und direkt mit Fachleuten aus der Praxis sprechen.

Beim größten Angebot zum Mädchenzukunftstag im Landkreis Neuwied ging es vor allem darum, den Mädchen einen Eindruck davon zu vermitteln, wie vielfältig die Möglichkeiten des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes auch und gerade für junge Frauen sind - und wie viele Talente in ihnen schlummern, von denen sie oft gar nichts wissen.

In der Schule haben sie die Nase vorn, glänzen mit guten Noten, Phantasie und Kreativität. Wenn es um die Suche nach einem Ausbildungsplatz geht, setzen Mädchen jedoch noch immer viel zu oft auf vermeintlich Bewährtes und liebäugeln mit Berufen wie Friseurin, Arzthelferin oder Verkäuferin.

Beim Girls Day in der Neuwieder Arbeitsagentur konnten die Jugendlichen ganz vielfältige Berufsfelder kennenlernen. Arbeitgeber und Handwerkskammer, Rettungssanitäter, Feuer- und Bundeswehr hatten keine Mühe gescheut, die verschiedenen Berufsfelder möglichst anschaulich zu präsentieren. So konnten die Besucherinnen zum Beispiel selbst mit Zange und Hammer hantieren, sich mal ans Steuer eines Feuerwehrwagens setzten oder die Feldjäger der Bundeswehr mit Fragen löchern. Mit Begeisterung besuchten die Mädchen auch die Fotografin, die zum einen ihren Beruf vorstellte, gleichzeitig aber auch professionelle Fotos von den Jugendlichen machte, die sie gleich auf einem USB-Stick mitnehmen konnten - und das ganze kostenlos.

Ein besonderes Highlight war in diesem Jahr der riesige Truck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die mobile Informations- und Bildungskampagne „BIOTechnikum. Leben erforschen - Zukunft gestalten“ stand mit ihrer mobilen Erlebniswelt, einem 17 Meter langen Trailer auf dem Außengelände der Arbeitsagentur. Auf zwei Stockwerken mit insgesamt rund 100 Quadratmetern Fläche konnten die Mädchen hier die Themenvielfalt der Biotechnologie kennenlernen und sich über die zahlreichen Ausbildungs-, Studien- und Berufsmöglichkeiten in diesem faszinierenden Technologiefeld informieren.

Beim Berufsparcours ging es ums Austesten der eigenen Fertigkeiten - hier entdeckten die Mädchen mitunter Talente, von denen sie bislang gar nichts geahnt hatten.

Als um 15 Uhr langsam die letzten Besucherinnen die Arbeitsagentur voll bepackt mit Informationsmappen, Taschen und Tüten verließen, lehnten die Organisatorinnen - zwar erschöpft aber überaus zufrieden - erstmals an diesem Tag zurück. Auf ihre Leistung können sie wirklich stolz sein. Ein solches Programm auf die Beine zu stellen erfordert neben einem guten Organisationsgeschick auch ein enormes persönliches Engagement. „So eine Veranstaltung gelingt nur, wenn die Protagonisten auf ein gutes und zuverlässiges Netzwerk zurückgreifen können und alle zusammen an einem Strang ziehen“, sagt Gisela Kretzer, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Neuwieder Arbeitsagentur.

Pressemitteilung der

Agentur für Arbeit, Neuwied

Organisatorinnen des Neuwieder Girlsdays (v. li.): Gisela Kretzer, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Neuwieder Arbeitsagentur, Sybille Offermann, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Landkreis Neuwied, Doris Eyl-Müller, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neuwied und Sandra Thannhäuser, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Neuwied. Foto: privat

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